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Die heimliche Macht.
 
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Die heimliche Macht. [Taschenbuch]

Olov Svedelid , Erik Gloßmann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 494 Seiten
  • Verlag: Droemer/Knaur (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426623242
  • ISBN-13: 978-3426623244
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 803.533 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein Krimi, der auch geübte Thrillerleser erschauern lässt." (Hessische Allgemeine)

"Der wichtigste schwedische Krimi-Autor." (Svenska Dagbladet)

"Ein Krimi, der Tabus bricht und Diskussionen provoziert." (Radio Köln)

Kurzbeschreibung

Kriminalinspektor Roland Hassel hat keine Ahnung, worauf er sich einlässt, als er eine Prostituierte aus den Fängen ihres Zuhälters rettet. Das Mädchen wird kurz danach auf offener Straße von einem Killerkommando erschossen. Hassel fliegt umgehend nach Moskau, um die Eltern der Ermordeten zu befragen. Doch seine Reise wird zum Alptraum: Nur knapp überlebt er einen Anschlag. Aber das ist erst der Anfang einer Hetzjagd, die vor nichts Halt macht ...

»Ein Krimi, der auch geübte Thrillerleser erschauern lässt.« (Hessische Allgemeine) »Der wichtigste schwedische Krimi-Autor.« (Svenska Dagbladet) »Ein Krimi, der Tabus bricht und Diskussionen provoziert.« (Radio Köln)


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beklemmend 2. Mai 2004
Von "bee000"
Format:Taschenbuch
„Verdammt, wir kommen nicht weiter! Wir haben tausend Spuren, aber alle führen ins Leere. Fernsehteams aus ganz Europa und Amerika sind hier, um Dokumentarfilme über das Eindringen der russischen Mafia in Schweden zu drehen, und wundern sich, dass wir keinen der Oberbosse dingfest machen können..." (S. 461)

Simon Palm, Leiter einer Fahndungstruppe bei der Stockholmer Polizei, bringt es auf den Punkt.

28. Februar 1986: Ministerpräsident Olof Palme wird in Stockholm auf offener Straße hinterrücks erschossen - der Attentäter ist bis heute nicht gefunden.

Simon Palms Nachname ist vielleicht nicht zufällig gewählt. Nicht nur, dass er einmal mit Palme angesprochen wird, Svedelid lässt seine Figuren auch mehrmals erwähnen, wie frustrierend es ist, dass die Ermittlungen nie von Erfolg gekrönt wurden. Und wäre das Buch nicht schon 1993 erschienen, hätte auch bestimmt der tragische Tod von Anna Lindh Eingang gefunden. Palmes Ermordung hat zwar nichts mit der Handlung zu tun, wir Leser werden aber über die Befindlichkeit der Schweden aufgeklärt. Da ist nichts mit Pipi-Langstrumpf-Idylle, schwedischem Königshaus und wunderbarer Landschaft. Da sind auch keine schrecklichen (Serien-)Morde oder psychologischen Dramen, wie sie in anderen schwedischen Krimis zuhauf auftreten, auch wenn sie wie bei Mankell oder Sjöwall/Wahlöö mit Sozialkritik gepaart werden. Svedelid dreht hier auf Deutsch gesagt ein ganz großes Ding, denn die russische Mafia droht, Schweden zu übernehmen.

Ein so umfassender Plot ist faszinierend. Und doch ist es kein Spionagethriller, den ich gerade aus der Hand gelegt habe. Der Zufall will es, dass ein „ganz normaler" Kriminalinspektor in einen Sog gerät, aus dem er sich nicht so schnell befreien kann. Der arme Roland Hassel muss während der Ermittlungen aber auch eine Menge erleiden, er wird mehrmals verprügelt, bedroht und entgeht dem Tod einige Male nur knapp. Dabei fing alles so harmlos an: Er will eine Prostituierte retten, die gerade von dem bekannten Kriminellen Kajan Lilja auf offener Straße misshandelt wird, dieser flieht. Als er sie wieder zurück an ihren „Arbeitsplatz" bringen will, werden sie in seinem Auto überfallen und die Frau wird auf seinem Beifahrersitz erschossen. Rolle Hassel soll nach Moskau fliegen, um mit den Eltern des Opfers mittels eines Dolmetschers zu sprechen, auch die Drohung, dass er seine Familie nicht lebend wiedersehen wird, kann ihn nicht davon abhalten. Er nimmt das Gespräch mit den Eltern auf zwei Tonbänder auf, aber diese kommen ihm bei einem Überfall abhanden. Kajan Lilja scheint die Schlüsselfigur zu sein und mit der Suche nach ihm beginnt das Elend.

Obwohl ich „Die heimliche Macht" für absolut lesenwert halte, möchte ich zum Schluss noch ein paar kleine Kritikpunkte anbringen: Zunächst, dass Svedelid ziemlich viele Personen ins Spiel bringt, was etwas verwirrt, wenn man das Buch nicht in einem Rutsch lesen kann. Ich musste ein paar Mal zurückblättern, damit ich wieder Anschluss fand. Dennoch liest sich alles recht flott. Die etwas zäh vorangetriebene Handlung im Mittelteil wurde durch das Ende absolut wieder wettgemacht. Und dann kann man sich natürlich über die Chuzpe von Hassel wundern: so viele gefährliche Situationen und immer wieder kommt er davon, das ist schon ein bisschen übertrieben, auch wenn er nie als strahlender Superheld dargestellt wird - im Gegenteil.

Das Buch ist beklemmend. Es hallt noch nach, obwohl es so langsam beginnt. Schade eigentlich, dass es Svedelid in Deutschland noch ein wenig an Bekanntheit mangelt, denn Hassel kann mit den anderen schwedischen Ermittlern durchaus mithalten.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Und wieder hat einer der weit über zwanzig Romane über den schwedischen Kriminalisten Roland Hassel der Autoren Olov Svedelid seinen Weg in die deutsche Übersetzung gefunden - "Die heimliche Macht" von 1993. Die Krimireihe, die in Schweden seit 1972 erscheint und dort äußerst populär ist und auch zu erfolgreichen Film- und TV-Adaptionen führte, erscheint hierzulande erst seit einigen Jahren mit dem Schwedenkrimi-Boom in leider chronologisch völlig verwirrender Reihenfolge. Zum Glück bauen die Romane nicht so weit aufeinander auf wie die Werke von Svedelids Landsmännern Henning Mankell, Hakan Nesser oder Sjöwall/Wahlöö, so dass man trotz der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Figuren schnell den Einstieg findet.

"Die heimliche Macht" behandelt die Ausbreitung der russischen Mafia und ihrer brutalen Gewalttaten in Schweden zu Beginn der 90er-Jahre nach dem Fall der Eisernen Mauer. Natürlich gerät Polizist Hassel bei seinen Ermittlungen wieder unweigerlich in die Schusslinie der Bösewichter, und nach einem Trip nach Moskau
setzen sie alles daran, ihn aus dem Weg zu räumen, was zu einer atemberaubenden Treibjagd führt. Im Gegensatz zu den häufig reinen (Psycho-)Mordplots der Romane von Mankell und Nesser setzt Svedelid seinen Ermittler mehr in den Bereichen Politik- und Wirtschaftskriminalität ein. Auch Roland Hassel hat seine Eheprobleme, trauert wie Wallander, Beck und Co. gerne mal dem "guten, alten Schweden" nach und hat einen Blues, doch durch seinen niemals weichenden rabenschwarzen Humor und die Erzählperspektive in der Ichform werden ernste und trockene Momente häufig mit einer Prise Humor und Individualität aufgelockert.

Der Spannung tut das allerdings keinen Abbruch, im Gegenteil, Svedelid schafft komplexe und unduchschaubare Handlungsstränge mit vielen Ereignissen und Wendungen, die den Leser immer auf Hochspannung halten. Nur zum Ende hin geht es in der "Heimlichen Macht" etwas sehr turbulent zu, und der Schluss endet zu abrupt - da scheint Svedlid wohl unter Zeitdruck gestanden zu haben. Wollen wir hoffen, dass der Verlag auch die restlichen Hassel-Romane bald ins Deutsche übersetzt, und dabei vielleicht auch etwas die chronologische Reihenfolge beachtet. Aber das scheint bei einigen Verlagen leider so selbstverständlich zu sein wie eine Faschingsparade in der Antarktis. Schade drum!

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Schwedenkrimi hausmacherart 28. Januar 2008
Format:Taschenbuch
Ein spanneder, dichter Schwedenkrimi, dem die in diesem Genre übliche Sprödheit abgeht. Stellenweise ist das Buch mit einer ordentlichen Portion Humor versehen; der Hauptheld, Inspektor Hassel, eine gut umrissene, durchdachte Figur, die sympathisch und echt herüberkommt. In diesem Buch muss 'Rolle' Hassel es mit der russischen Mafia und Korruption in den eigenen Reihen aufnehmen und stellt sich der Herausforderung, gelegentlich zu seiner eigenen Überraschung. Das Buch ist schnell durchgelesen und langweilt an keiner Stelle. Einziger Minuspunkt: mit der Action und kriegsähnlichen Zuständen in Stockholm wird es manchmal übertrieben.
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