Das Gefühlschaos, was herrscht, wenn man selbst in den Genuss und - selbstredend - auch den Frust einer heimlichen Liebschaft bzw. einer Affäre gerät, kann sicherlich nur verstehen, wer es auch selbst erlebt hat.
Man erhebt nicht nur gegen sich selbst den moralischen Zeigefinger, vielmehr findet man in seiner Umwelt nur Kritik und Unverständnis für die eigenen Gefühle und das eigene Handeln.
Hier greift das Buch an der genau richtigen Stelle an: Eine rein wissenschaftliche, psychologische Betrachtungsweise, die es dem "Betroffenen" erleichtert, sein eigenes Seelenchaos zu ordnen. Weniger eine Rechtfertigung, als eine Bestätigung der eigenen Hilflosigkeit.
Hilfreich in Momenten, in denen man sich selbst nicht mehr so richtig begreift.