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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine bewegende Geschichte,
Rezension bezieht sich auf: Die hässlichste Frau der Welt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich klappe das kleine Buch zu, ganz leise. Soeben habe ich mich von der "hässlichsten Frau der Welt" verabschiedet. Die Lebensgeschichte der Julia Pastrana ist erzählt. Es gibt nichts mehr hinzuzufügen, alles ist gesagt. Und trotzdem lässt es mich nicht los...Julia Pastrana ist nicht irgendwer. Julia Pastrana ist die hässlichste Frau der Welt. Sie ist DIE AFFENFRAU. Klein, behaart und ... eine Attraktion. Mit ihr lässt sich viel Geld verdienen, eine Aktie, die nur steigen kann. Denkt sich Theodore Lent, der mit ihr durch Europa tingelt. In England stösst die kleine Rosie dazu, ein Waisenkind aus der Innerschweiz auf dem Weg nach Amerika. Lent benutzt sie dazu, um Julias Auftritte noch sensationeller zu machen. Anfangs als kleines ängstliches Mädchen, später als Burlesque-Tänzerin. Gleichzeitig ist Rosie aber auch Julias Dienerin, Vertraute, Freundin. Beide verbindet die Liebe zu Theodore Lent. Und machen alles, was er will, wann er es will. Denn "Die Pastrana ist nie unpässlich. Die Dienerin ist nie unpässlich. Lents Truppe tritt auf und tritt ab. Es wollen einundzwanzig Millionen Briten in ihrer Freizeit unterhalten werden." Und nicht nur die Briten - ganz Europa. Julia wird nicht nur vom breiten Publikum begafft, bald steht sie auch im Mittelpunkt wissenschaftlichen Interesses. Dabei "will Julia keine Sonderheit sein. Nur ein Mensch. Eine gewöhnliche Frau. Eine wie die anderen." Margrit Schriber hat mit diesem kleinen Buch ein Meisterwerk geschaffen, an dem der Leser noch lange zu knabbern hat. Wortgewaltig, mit einfachen Sätzen transportiert sie sehr viele Emotionen, die den Leser ins Mark treffen. Und das, obwohl man den Erzählstil als dokumentarisch beschreiben könnte. Sachlich schildert sie die Geschichte der beiden Frauen, ihre Liebe zu einem Egomanen und das Zurschaustellen seiner "Exponate". Jedes Wort, jeden Satz hat Margrit Schriber unzählige Male hin und her gewendet, damit es perfekt ist. Das ist ihr zweifelsohne gelungen. Kein Wort zu viel, keins zu wenig. Auch die gut recherchierten Fakten hat sie nicht zusätzlich ausgeschmückt, das alles bleibt der Phantasie des Lesers überlassen. "Blumen, die Du in die Luft wirfst, nimmt der Wind. Nichts geht verloren. Irgendwann pflückt irgendwer unsere Worte und unsere Blumen aus dem Wind." Genau das hat Margrit Schriber getan. Sie hat die Geschichte der hässlichsten Frau der Welt dem Vergessen entrissen. Sie hat Julia Pastrana ein Denkmal gesetzt. Einer Frau, deren Mumie bis heute in den Katakomben eines norwegischen Institut lagert. "Ihr ganzes Leben ist sie als minderes Geschöpf behandelt worden. Als Monster einer Freakshow. Sie hat es ertragen. Sie hat sich nie beklagt. Aber ihren letzten Weg will sie als ein Mensch zurücklegen. In Würde." Das ist ihr bis heute verwehrt geblieben. Aber vielleicht kann ja das Buch dieser wunderbaren Schweizer Autorin das ändern. Ich würde es mir wünschen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Eine literarische Perle,
Rezension bezieht sich auf: Die hässlichste Frau der Welt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die hässlichste Frau der Welt ist gelesen; viel zu schnell gelesen. Was bleibt ist ein Buch voller Post-Its; was bleibt sind so viele Gedanken. Zum ersten Mal mag ich eigentlich keine Rezension über ein Buch schreiben. Die Hässlichkeit dieser Geschichte ist zu sehr voller Schönheit; oder ist es umgekehrt? Ist die Schönheit dieser Geschichte allzu hässlich? Ich bin betroffen darüber, was Julia Pastrana und Rosie la Belle angetan wurde. Julia, die von ihrer Mutter einst kleiner pelziger Schmetterling genannt wurde und die mit ihrer elfenhaften Stimme singen konnte, als gelte es Steine zu erweichen. Rosie la Belle, die mit Briefen an ihren Waisenvater um Anerkennung bettelt; Rosie la Belle die weint, weil niemand für sie ein Lied singt, das den Himmel über ihr weitet; Rosie la Belle, die das Versprechen, Julia ein würdiges Begräbnis zu verschaffen, auf ihre ganz eigene Art einzulösen versucht.Es sei mir verziehen, wenn diese Rezension Zitate aus dem Buch enthält; ganz ohne dieses Hilfsmittel wäre es mir unmöglich gewesen, gleich im Anschluss an das Buch darüber zu schreiben. Was wirklich selten vorkommt, hat diese Geschichte jedenfalls geschafft: Einen Platz in meiner ganz persönlichen Lieblingsbücher-Liste zu bekommen. Ich danke meiner Landsfrau Margrit Schriber für dieses Geschenk. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Ein bewegendes Buch,
Von eiertanz30 "eiertanz30" (Delmenhorst) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die hässlichste Frau der Welt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Es gibt nur wenige Bücher, die es bis jetzt geschafft haben, sich so in mir zu verankern. Ein Buch ist "der kleine Prinz".Es handelt sich um zwei Frauen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Die eine ist jung, hübsch und naiv. Die andere ist sehr behaart, als Affenmensch bekannt und intelligent. Beide ereilt ein Schicksal. Sie geraten an den selben Mann, den sie lieben, den sie verehren, dem sie hörig sind und der ihr Leben ausbeutet und zerstört. Ich finde es erschreckend wie sensationsgeil die Menschen sind. Die Affenfrau Julia wird von dem Impresario vermarktet. Er zieht alles aus ihr raus. Er hält sie unter Verschluss vor der Außenwelt, außer natürlich in der Freakshow oder er verkauft sie für medizinische Zwecke oder gestattet bezahlte Audienzen. Das kleine Mädchen Rosie erzieht er sich als Dienerin für die Affenfrau und als Assistentin für die Show, um mit ihrer Schönheit die Hässlichkeit von Julia noch zu unterstreichen. Dieses Buch kann man nicht erzählen, dass MUSS man gelesen haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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