Es gibt wohl kaum einen Roman aus dem Genre der sogenannten "China-Bücher", den man schlichtweg als den Klassiker bezeichnen kann! In seiner einfachen, schlichten und doch ergreifenden Art wird das Leben einer chinesischen Familie in der vorrevolutionären Zeit beschreiben. Man spürt beim Lesen, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt.
Kein Wunder! Pearl S. Buck wurde zwar in den USA geboren, doch schon als Kleinkind ging sie mit ihren Eltern, protestantischen Missionaren, nach China. Die Einzigartigkeit, mit der Pearl S. Buck das Leben der Menschen beschreibt, ist einzigartig. Vergleicht man sie mit anderen nicht chinesischen Autoren, die über China schrieben, ist deutlich erkennbar, dass Pearl S: Buck ohne den Hauch westlicher Arroganz und Missionsbereitschaft über China berichtet. Sie achtet die chinesische Kultur, ihre Sitten und Gebräuche und wehrt sich vehement gegen eine Verwestlichung ein. In späteren Büchern kritisiert sie sogar offen die Arbeit ihrer Eltern, denn ihrer Meinung nach hat China genug Religionen und braucht keine christliche Missionierung!
Ohne Zweifel ist "Die gute Erde" das bekannteste und beste Werk der Autorin. Leider aber reichen ihre späteren Romane nicht mehr an dieses Werk heran!