Der leider viel zu früh (1905 - 1960) verstorbene Arzt und Analytiker Erich Neumann galt als bedeutendster Schüler C. G. Jungs.
Mit diesem umfangreichen Standardwerk erhalten wir tiefe Einblicke in die "Erscheinungsformen des Weiblichen" und deren "Elementar - und Wandlungscharakter" - wie uns der Klappentext sagt.
Will heißen, Neumann nimmt uns mit auf einen tiefgreifenden "Trip" durch die kulturgeschichtlichen, psychologischen, religiösen und mythologischen Höhen und Tiefen, der uns das sogenannte "Urweibliche" in seinen unterschiedlichen Erfahrungsqualitäten näher bringt. So gelangen wir zu einer umfassenden Sicht dessen, was um uns herum und in uns drin als "archetypisch Weiblich" gilt und wir könnten - wenn wir denn wollten - am Ende der Lektüre eine eigene Standortbestimmung vornehmen, wie es denn aussähe mit unserer eigenen Beziehung zu eben jener "Großen Mutter".
Sprachlich bleiben die Satzkonstruktionen für ein psychoanalytisches Grundlagenwerk erstaunlich überschaubar und die Lektüre wirkt daher nicht im Geringsten ermüdend!
In jedem Fall haben wir eine wunderbares Nachschlagewerk in der Hand, das am Ende noch einen spannenden Bildteil archaischer Kunstgeschichte beinhaltet. Hervorragend!