Das Buch "Die großen Naturforscher" enthält die Kurzbiographien von 39 berühmten Wissenschaftlern von der Antike bis ins 19. Jahrhundert. Jeder Artikel hat einen anderen Autoren, daher unterscheiden sie sich stilistisch und vom Aufbau her von Fall zu Fall, aber generell liegt das Augenmerk mehr auf der wissenschaftlichen Leistung als auf dem Privatleben der behandelten Person. Die Artikel sind kurz (jeweils zwischen drei und neun Seiten)und informativ und wecken oft das Interesse an der jeweiligen Person und ihrer Forschung.
Die eigentliche Stärke zeigt sich aber erst, wenn man das Buch von vorne bis hinten durchliest: Die Artikel sind so miteinander verknüpft, dass sie, zusammen gelesen, einen Gesamtüberblick über die Entwicklung der Naturwissenschaften geben, zeigen, wie die Menschheit sich von Aristoteles ersten naturwissenschaftlichen Untersuchungen bis zur Darwinschen Evolutionstheorie geistig immer weiter entwickelte. Der Leser taucht in eine faszinierende Entdeckungsgeschichte ein.
Das Sahnehäubchen sind dann die wunderschönen, jeweils zeitgenössischen Illustrationen, die ausreichend Platz erhalten, um der Schönheit von Mark Catesbys wissenschaftlichen Illustrationen, der Farbenpracht von Maria Sibylla Merians und James Audubons Aquarellen oder der Detailtreue von Richard Owens Anatomiezeichnungen gerecht zu werden.
Mit Sicherheit eins der prächtigsten Bücher zur Wissenschaftsgeschichte!