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Die großen Dramen (insel taschenbuch)
 
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Die großen Dramen (insel taschenbuch) [Taschenbuch]

Anton Tschechow , Thomas Brasch
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 3 (22. Dezember 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458346899
  • ISBN-13: 978-3458346890
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 51.225 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Anton P. ?echov
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die großen Dramen Tschechows, die in ihrem Reichtum vergleichbar sind mit den antiken Tragödien und den Stücken Shakespeares, werden in diesem Band mit Thomas Brasch von einem Theaterautor ins Deutsche gebracht. Enthalten sind: "Planatow" oder "Der Anarchist als Liebhaber", "Iwanow", "Die Möwe", "Onkel Wanja", "Die drei Schwestern" und "Der Kirschgarten".

Über den Autor

1945
Am 19. Februar in Westow/Yorkshire (England) als Sohn jüdischer Emigranten geboren.

1946
Übersiedlung der Familie nach Deutschland in die sowjetische Besatzungszone.

1956
Besuch der Kadettenschule der Nationalen Volksarmee in Naumburg. Erste Veröffentlichungen in der "Lausitzer Rundschau": Fuchs, Adler und Nilpferd (Märchen).

1960
Nach Auflösung der Kadettenanstalt Schulwechsel an ein Gymnasium in Ost-Berlin.

1961
Gerhart-Hauptmann-Preis der gleichnamigen Schule für das Gedicht Mahnung der letzten Toten.

1963
Nach dem Abitur Ausbildung als Setzer, Entwässerungsarbeiter und Schlosser.

1964
Studium der Journalistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig.

1965
Das Hörspiel Monologe zur Nacht entsteht.
Exmatrikulation von der Universität aus politischen Gründen.

1966
Inszenierung des Vietnamprogramms Seht auf dieses Land im Theater im 3. Stock in der Volksbühne Berlin-Ost, das nach der Generalprobe abgebrochen und verboten wird.

1967
Studium der Dramaturgie an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg.

1968
Der Schallplattentext Leon Segel entsteht.
Verhaftung und Verurteilung zu 27 Monaten Gefängnis wegen "staatsfeindlicher Hetze" im Zusammenhang mit dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die CSSR. Exmatrikulation von der Filmhochschule.
Haftentlassung auf Bewährung. Zuweisung eines Arbeitsplatzes als Fräser im Transformatorenwerk "Karl Liebknecht" in Berlin.

1970
Uraufführung des Stückes Sie geht, sie geht nicht in Berlin-Ost, abgesetzt nach der 2. Vorstellung.

1971
Das beispielhafte Leben und der Tod des Peter Göring (zus. mit Lothar Trolle) uraufgeführt in Berlin-Ost, nach der Premiere verboten.
Förderung der schriftstellerischen Arbeit durch Helene Weigel, Anstellung im Bertolt-Brecht-Archiv Berlin.

1972
Galileo Galilei - Papst Urban VIII. (zus. mit Lothar Trolle) uraufgeführt in Berlin-Ost, danach verboten.

1973
Die Veröffentlichung der Stücke Bericht vom Sterben des Musikers Jack Tiergarten nach Boris Vian und Herr Geiler (UA: Foyer Deutsches Theater Kammerspiele Berlin, 27. August 1999, Regie: Hilde Stark) wird nicht genehmigt.

1974
Fertigstellung des Stückes Eulenspiegel und des Jazzoratoriums Hahnenkopf (UA: Jugendklub Weißensee, Berlin-Ost, 1975, Regie: Thomas Brasch). Beginn der Arbeit an den Stücken Der Papiertiger (UA: Austin Theatre Group, Austin/Texas, 1976, Regie: Denis Schulz) und Lovely Rita (UA: Werkstatt des Schiller-Theaters Berlin, 7. März 1978, Regie: Niels-Peter Rudolph).
Produktion der Kinderschallplatten Die wilden Schwäne und Der Schweinehirt (zwei Märchen nach Hans Christian Andersen) und Vom dicken Herrn Bell, der das Telefon erfunden hat bei Deutsche Schallplatte, Litera, Berlin-Ost.

1975
Der Gedichtband Poesiealbum 89 erscheint.
Die argentinische Nacht. Eine Hundetragödie nach Oswaldo Dragúns Geschichten zum Erzählen (UA: Zimmertheater Tübingen, 19. Oktober1977, Regie: Helfried Foron) und die Übersetzung des Stückes von Norberto Ávila Hakims Geschichten (EA: Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, 8. August 1976, Regie: Horst Rehberg) entstehen.

1976
Beginn der Arbeit an dem Stück Rotter (UA: Württembergische Staatstheater Stuttgart, 21. Dezember 1977, Regie: Christof Nel) und an der deutschen Fassung der Geschichten zum Erzählen von Osvaldo Dragún (EA: Foyer-Café der Volksbühne, Berlin-Ost, 15. Oktober 1976, Regie: Renée Eigendorff).
Im Dezember wird eine "einmalige Ausreise zwecks Übersiedlung aus der DDR" gestattet.
Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland

1977
Veröffentlichung des Prosabandes Vor den Vätern sterben die Söhne (Rotbuch Verlag) und des Sammelbandes Kargo.32. Versuch auf einem untergehenden Schiff aus der eigenen Haut zu kommen.
Lessing-Preis der Stadt Hamburg und Stipendium aus dem Fond zum Gerhart-Hauptmann-Preis der Freien Volksbühne Berlin. Erster Aufenthalt in den USA. Tätigkeit als künstlerischer Berater des Generalintendanten der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin.

1978
Lucie, geh oder Das Unglück aus dem Theater entsteht und die Übersetzung und Bearbeitung des Stückes Platonow von Anton Tschechow zusammen mit Andrea Breth (EA: Freie Volksbühne Berlin, 16. Dezember 1978, Regie: Luc Bondy).
Ernst-Reuter-Preis für das Hörspiel Robert, ich, Fastnacht und die Anderen.
Beginn der Arbeit am Drehbuch zum Film Engel aus Eisen (UA: Berlin, 23. April 1981).

1979
Entstehung des Stückes Lieber Georg (UA: Schauspielhaus Bochum, 12. Januar 1980, Regie: Manfred Karge und Matthias Langhoff).
Erhält das Villa-Massimo-Stipendium. 1980
Der Gedichtband Der schöne 27. September erscheint.
F.A.Z. Preis für Literatur. Fördergabe zum Schiller-Gedächtnis-Preis.

1981
Übersetzung der Komödie Der Kirschgarten von Anton Tschechow (EA: Schauspielhaus Bochum, 3. Juli 1981, Regie: Manfred Karge und Matthias Langhoff). Entstehung des Drehbuches zum Film Domino (UA: Berlin, 11. Juni 1982).

1982
Übersetzung des Stückes Iwanow von Anton Tschechow (EA: Schauspielhaus Zürich, 9. Dezember 1982, Regie: Arie Zinger).
Bayerischer Filmpreis für den Film Engel aus Eisen.

1983
Das Stück Mercedes entsteht bei einem Aufenthalt in der Schweiz (UA: Schauspielhaus Zürich, 5. November 1983, Regie: Matthias Langhoff). Übersetzung der Stücke Die drei Schwestern von Anton Tschechow (EA: Ulmer Theater, 3. Mai 1983, Regie: Dietrich Hilsdorf) und Was ihr wollt von William Shakespeare (EA: Schiller-Theater Berlin, 20. Dezember 1984, Regie: Ernst Wendt).
Beurkundung des Verzichts auf die deutsche Staatsangehörigkeit.

1984
Toter Mann - Höhe 304 (UA: Brialmont-Theater, Brüssel, 22. Mai 1985, Regie: Marc Steemans) und Überarbeitung der Fassung des Stückes unter dem neuen Titel Frauen. Krieg. Lustspiel. (UA: anläßlich der Wiener Festwochen vom Theater der Kreis und den Bregenzer Festspielen, 10. Mai 1988, Regie: George Tabori). Beginn der Arbeit an der musikalischen Komödie Alles Glück der Welt. Übersetzung der Komödien Onkel Wanja (EA: Staatstheater Kassel, 8. Februar 1986, Regie: Heinz Kreidl) und Die Möwe (EA: Saarländisches Staatstheater - Großes Haus, 10. Mai 1986, Regie: Wolfgang Engel) von Anton Tschechow. Arbeiten am Drehbuch für den Film Der Passagier - Welcome to Germany zusammen mit Jurek Becker (UA: Berlin, 4. Mai 1988).

1985
Übersetzung des Stückes Prawda von Howard Brenton und David Hare (EA: Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 12. November 1986, Regie: Matthias Langhoff). Verfilmung von Mercedes für das niederländische Fernsehen (Erstsendung: 16. November 1985).
Der Band Anton Tschechows Stücke. Übersetzt und bearbeitet von Thomas Brasch. erscheint.

1986
Übersetzung der Stücke Richard III. von William Shakespeare (EA: Burgtheater, Wien, 5. Februar 1987, Regie: Claus Peymann), Rote Nasen von Peter Barnes (EA: Düsseldorfer Schauspielhaus, 5. Oktober 1986, Regie: Horst Zankl) und Nachtasyl oder Die letzte Bleibe von Maxim Gorki (EA: Theater am Alten Markt, Bielefeld, 14. Dezember 1986, Regie: Dieter Reible).

1987
Kleist-Preis. Laudatio: Christa Wolf.

1990
Nachspiel. Im Himmel (UA: Nationaltheater Mannheim, 23. Februar 1990, Regie: Manfred Weiß) .Übersetzung der Stücke Die Tragödie des Macbeth (EA: Burgtheater Wien, 15. Februar 1992, Regie: Claus Peymann) und Romeo und Julia (EA: Landesbühnen Sachsen-Anhalt, 29. Februar 1992, Regie: Frank Hofmann und Ulrich Fischer) von William Shakespeare und Fertigstellung des Stückes LIEBE MACHT TOD oder Das Spiel von Romeo und Julia nach William Shakespeare (UA: Werkstatt des Schiller-Theaters Berlin, 8. November 1990, Regie: Katharina Thalbach und Thomas Brasch).

1992
Bis zum Erscheinungsjahr (1999) Arbeit am Roman Mädchenmörder Brunke.
Kritikerpreis der Berliner Zeitung.

1993
Fertigstellung der Übersetzung des Stückes Wie es euch gefällt von William Shakespeare (EA: Staatliche Schauspielbühnen Berlin, 13. März 1993, Regie: Katharina Thalbach).

1997
Das Libretto Der Sprung. Beschreibung einer Oper und das Stück Falada oder Preiswert und Absonderlich entstehen.

1999
Uraufführung der Stücke Stiefel muß sterben (UA: Komödie Theater Basel, 19. November 1999, Regie: Katharina Thalbach) und Die Trachinierinnen des Sophokles oder MACHT LIEBE TOD nach Ezra Pound (UA: Deutsches Theater Berlin, 31. Oktober 1999, Regie: Matthias Langhoff).

2000
Übersetzung des Stückes Richard II. von William Shakespeare (EA: Berliner Ensemble, 30. Juni 2000, Regie: Claus Peymann). Uraufführung des Stückes Frauenkrieg. Drei Übermalungen (UA: Hans-Otto-Theater Potsdam, 7. Oktober 2000, Regie: Martin Meltke).

2001
Übersetzung des Stückes Maß für Maß von William Shakespeare (EA: Berliner Ensemble, 5. Mai 2001, Regie: Claus Peymann).

2002
In der edition suhrkamp theaterreihe erscheint der Band LIEBE MACHT TOD Stücke und Materialien.

2004
Im Insel Verlag e...

Anton Pawlowitsch Tschechow, am 29. Januar 1860 im russischen Taganrog geboren, gilt als der bedeutendste russische Erzähler und Dramatiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit Stücken wie Onkel Wanja, Die drei Schwestern und Der Kirschgarten wurde er weltberühmt. An Tuberkulose erkrankt, starb er während eines Kuraufenthaltes in Badenweiler (Schwarzwald) am 15. Juli 1904.



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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Anton Pawlowitsch Tschechow ist einer der bedeutensten Schriftsteller des zu Ende gehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Wolfgang Kasack hat ihn völlig zu recht als Schriftsteller "einer Umbruchsphase der russischen Literatur" bezeichnet. Inhaltlich spiegeln sich in seinen Kurzgeschichten und Dramen der Zustand der russischen Gesellschaft wider, ähnlich wie bei seinem Freund Iwan Bunin. Besonders deutlich wird dies an dem Drama: "Der Kirschgarten", der in Tschechows Todesjahr, 1904, entstanden ist. Die drohende Versteigerung des Kirschgartens steht für das Ende einer Epoche und dieser symbolisiert die russische Gesellschaft vor der Revolution. Wolfgang Kasack hat zu recht betont, dass Tschechows vier große Theaterstücke, die in der vorliegenden Ausgabe zum 100. Todestages Tschechows erstmals als Gesamtausgabe vorliegen, beinahe impressionistischen Charakter haben. Die Leute deuten Ereignisse nur an und reden buchstäblich aneinander vorbei. Tschechow "veranschaulicht die Unfähigkeit adliger Kreise, sich neuen ökonomischen Bedingungen anzupassen" (sieben Jahre nach Tschechows Tod, 1911, wurde der letzte Reformer vor der russischen Revolution, Stolypin, mit Billigung des Zarenhofes ermordet, weil von ihm geplante Reformen als zu weitgehend abgelehnt wurden. Diese notwendige Reformen wurden unter dem Zarismus nicht mehr durchgeführt. Die Reformunfähigkeit des Systems war mitentscheidend für den Erfolg der russischen Revolution 1917). Ich konnte dies selber jetzt in einer Aufführung des "Kirschgartens" im Staatstheater Darmstadt erleben.

Umso verdienstvoller ist es, dass Thomas Brasch Tschechows große Dramen bearbeitet und übersetzt hat. Leider hat er manche Dramen auch bearbeitet und meines Erachtens Tschechows Intentionen damit nicht immer getroffen. Derartige Bearbeitungen lassen sich im "Kirschgarten" und in den "Drei Schwestern" feststellen. Man mag diese Interpetationen Braschs loben, sie ist aber nicht immer das Original. Dies muss man wissen, erfährt die wichtigsten Bearbeitungen jedoch eher nebenbei aus dem Nachwort.

Dieses Nachwort ist allerdings mehr als unbefriedigend. Es geht lediglich auf die Bearbeitungen Braschs, nicht aber auf Tschechows Bedeutung als Schriftsteller des untergehenden zaristischen Rußland und seine Bedeutung in der russischen Literatur ein. Auch fehlt ein Lebenslauf Tschechows.

Ansonsten aber: Wer die Dramen Tschechows in einer günstigen Gesamtausgabe besitzen möchte und wem die oben geschilderten Mängel nichts ausmachen, der ist mit dieser Ausgabe gut bedient.

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3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Füllig 26. Februar 2008
Format:Taschenbuch
Tschechows Dramaturgie zählt neben der norwegisch-schwedischen zu den wichtigsten des endenden 19.Jh. Es sind füllige Werke, d.h. voll von Leben,Charakteren,Details und Weisheit. Tschechow ist als Romancier gescheitert, aber seine Dramen ersetzen in ihrer epischen Breite mögliche Romane!
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