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Die große Umwendung: Neue Briefe in die chinesische Vergangenheit Roman
 
 
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Die große Umwendung: Neue Briefe in die chinesische Vergangenheit Roman [Taschenbuch]

Herbert Rosendorfer
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423126949
  • ISBN-13: 978-3423126946
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,3 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 84.933 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Herbert Rosendorfer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vor fünfzehn Jahren hat Kao-tai mit Hilfe einer Zeitmaschine schon einmal die Welt der Großnasen erforscht. Nun kehrt der Mandarin aus dem 10. Jahrhundert auf der Flucht vor Feinden in das wiedervereinigte Deutschland zurück. Er landet in einer Stadt namens Kö-leng – und das mitten im Karneval. Auf der Suche nach seinen alten Freunden erfährt er von der »großen Umwendung«. Es verschlägt ihn in die neuen »Schüssel-Provinzen«, ja er gelangt sogar bis nach New York und in den Vatikan. Seine dramatischen Erlebnisse und verwirrenden Eindrücke hält er auch diesmal für seinen Freund im Reich der Mitte fest.

Herbert Rosendorfer, am 19. Februar 1934 in Bozen geboren, ist promovierter Jurist und Professor für bayerische Literatur. Er war Gerichtsassessor in Bayreuth, dann Staatsanwalt und ab 1967 Richter in München, von 1993 bis 1997 in Naumburg/Saale. Seit 1969 zahlreiche Veröffentlichungen, unter denen die ›Briefe in die chinesische Vergangenheit‹ am bekanntesten geworden sind. Alle seine Bücher sind auch als Taschenbücher bei dtv erschienen.

carpe.com

Den chinesischen Gelehrten Kao-Tai, der sicher vielen Lesern noch aus Briefe in die chinesische Vergangenheit in guter Erinnerung ist, hat es ein zweites Mal in die fremde Welt der Großnasen verschlagen. Wie beim letztenmal kommt er nicht exakt dort an, wo er eigentlich wollte und landet mit seiner Zeitmaschine mitten im Kölner Karneval. Immerhin hat er dadurch den Vorteil, nicht sofort aufzufallen, da sich auf den Straßen eine Menge merkwürdig gekleideter Großnasen herumtreiben.

Diese Tatsache ist jedoch nur ein schwacher Trost, denn eigentlich wollte er in der Stadt Min-chen ankommen, um bei seinem alten Freund, Herrn Shi-shmi, Unterkunft zu finden. Fünfzehn Jahre sind vergangen seit seinem ersten Ausflug tausend Jahre in die Zukunft, und so manches hat sich inzwischen verändert in Deutschland. Nach einer recht abenteuerlichen Reise per Anhalter gelangt er endlich nach Min-chen, jedoch nur um zu erfahren, daß Herr Shi-shmi zur Zeit nicht dort weilt, sondern in der im Osten gelegenen Stadt Lip-tsing. Kao-Tai macht sich also auf und reist in die von noch merkwürdigeren Großnasen bewohnte rote Schüsselprovinz.

Die Fortsetzung eines erfolgreichen Buches oder Filmes ist immer ein gewagtes Unterfangen. Herbert Rosendorfer ist es mit Die große Umwendung jedoch ein zweites Mal gelungen, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Kao-Tais ganz besonderer Blick auf die seltsamen Sitten und Gebräuche der modernen westlichen Kulturen, die er nur "Großnasen" nennt, ist auch diesmal eine ausgesprochen vergnügliche Lektüre. Wieder einmal bekommt man vor Augen geführt, dass viele Dinge, die man als selbstverständlich hinnimmt, aus der Distanz des Fremden betrachtet, äußerst merkwürdig erscheinen. So wundert sich Kao-Tai z.B. darüber, dass es Länder gibt, die keinen Kaiser haben (undenkbar!), statt dessen regiert dort eine Art Obermandarin wie Herr Ko in Deutschland. Auch das Land selbst hat sich seit seinem letzten Besuch verändert, es ist nun zwar de facto nicht mehr zweigeteilt, aber die Bevölkerung teilt sich in "Os-sis" und "Wes-sis" auf, die anscheinend nicht besonders gut aufeinander zu sprechen sind. Die Os-sis leben in der sog. roten Schüsselprovinz unter kaum vorstellbaren Verhältnissen -- jedenfalls kommt es Kao-Tai so vor.

Diesmal beschränkt sich Rosendorfer jedoch nicht darauf, die Deutschen auf's Korn zu nehmen, auch die Amerikaner bekommen ihr Fett weg. Man stelle sich unseren Kao-Tai nur einmal in einer amerikanischen Großstadt vor! Es ist schon sehr abenteuerlich, überhaupt erst einmal dorthin zu gelangen, da man nicht einfach mit dem A-Tao-Wagen dorthin fahren kann, sondern in einen eisernen Flugdrachen steigen muß, und trotzdem dauert die Reise fast einen halben Tag. Kao-Tai ist froh, als er diese noch verrücktere Welt wieder verlassen kann, in der man ihm sein Lieblingsgetränk, an das der Leser sich vielleicht noch erinnert -- oh Schreck -- mit Eiswürfeln serviert. Auch mit einigen anderen seltsamen Gebräuchen kommt Kao-Tai in Berührung, so muss er z.B. ein merkwürdiges Singspiel ansehen und, was für ihn noch schlimmer ist, ein Spiel, das seine Gastgeber als "Spong" bezeichnen und das in ihrer Welt einen für ihn völlig unverständlich hohen Stellenwert zu haben scheint.

Dies sind nur ein paar Hinweise darauf, was unserem Gelehrten diesmal alles widerfährt. Wer die Briefe in die chinesische Vergangenheit gemocht hat, sollte sich diese neuen Briefe auf keinen Fall entgehen lassen. Sie garantieren auf jeden Fall einige ausgesprochen vergnügliche Lesestunden. --Monika Hübner


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auch der 2 Teil ist klasse! 6. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Nachdem ich H.R. "Briefe in die chin. Verg." (1.Teil) 1992 las, freute ich mich nun auf diesen 2.Teil, der auch gelungen ist. Besonders die für H.R. typische Ausdrucksweise von Kao-tai's Beschreibungen sind genauso witzig wie in Teil 1!
z.B. beschreibt er den Geschmack von Coca-Cola als "ausgepresster Hund mit Zitrone". Auch der 2.Teil ist eine Mischung aus Kritik und Witz! Das H.R. diese Sozialritik in einer solchen Geschichte verpackt finde ich klasse, denn dadurch wird es nicht so bitter ernst, wie es ja nun eigentlich ist! Zum anderen wird mit Witz und Zynismus unsere West- Ost- Wiedervereinigung incl. Politiker in einem Licht dargestellt, was von außen betrachtet ( oder aus Kao-Tai's Perspektive ) nur allzu deutlich unsere Mißstände, Bürokratie, Leistungsorientiertheit, Kleinkariertheit und auch Unzufriedenheit beleuchtet. Ich finde es z.B. nicht so tragisch, dass Kao-Tai diesmal keine "Silberschiffchen" mitbringt...das wäre doch auch nur ein Abklatsch des 1.Teils. So bekommt die Geschichte eben noch etwas andere Aspekte, denn Kao-Tai begegnet durch seinen chronischen Geldmangel auch anderen Menschen in finanz. & sozialen Nöten und trinkt nicht durchweg Champagner!
Ich finde den 2. Teil auch sehr lesenswert und hab ihn (leider) in 2 Tagen durch gehabt!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2. Wahl 7. September 2003
Format:Taschenbuch
Das scheint mir der typische Fall einer Fortsetzung zu sein: Die Idee - eine Chinese landet mittels Zeitreise im Europa des ausgehenden 20. Jahrhunderts und damit 1000 Jahre nach seiner Zeit - ist genial, die Darstellung ebenfalls und das Publikum ruft "Mehr davon". Und es bekommt mehr davon. Die Idee ist immer noch gut, aber eben schon abgegriffen. Irgendwie kann man sich nicht mehr so über die naiv, unbefangene Art des Chinesen, in der er über unser Leben räsoniert, freuen. Manchmal wirken die verwunderten Betrachtungen zu sehr gesucht.
Was bleibt ist die bewundernswerte Fähigkeit Rosendorfers, sich aus den Verhältnissen in denen er lebt, herauszuziehen und das Gewimmel auf diesem Teil der Erde aus der Sicht eines nicht Dazugehörenden zu betrachten. Das macht er mit dem ihm eigenen trockenen und subtilen Humor.
Empfehlenswert als Teil 2 bleibt aber unbedingt Band 1.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
schlappe Fortsetzung 2. Juli 2003
Format:Taschenbuch
Der erste Teil war um vieles besser: da konnte man so richtig schön lachen. Der zweite Teil ist zwar nicht schlecht gemacht, aber es macht keinen so großen Spaß mehr es zu lesen, wie im ersten Teil. Mir kommt der zweite Teil eher etwas gezwungen vor, als ob Herbert Rosendorfer um jeden Preis eine Fortsetzung des ersten Teils schreiben wollte, nach dem Motto "irgendwie wird das schon was".
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Die neuesten Kundenrezensionen
z.T. bemüht aber dennoch unterhaltsam
Auch wenn Herbert Rosendorfer in seiner episch verbrämten Kulturkritik häufig etwas vordergründig und pauschal bleibt und in seinen Urteilen etwas zu sehr nach dem... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Albion Friedlos veröffentlicht
Kann mit dem 1. Band nicht mithalten..
Dies ist die Fortsetzung von BRIEFE IN DIE CHINESISCHE VERGANGENHEIT - und leider kann es mit dem ersten Teil überhaupt nicht mithalten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2008 von Bookoholic
Pulver verschossen
Ja, diese Fortsetzung der großartigen "Briefe in die chinesische Vergangenheit" ist leider nur ein schwacher Aufguss von diesen und eher geeignet, einem retrograd den Spass... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2007 von Lothar Müller-Güldemeister
Entbehrlich
Entweder, so scheint es mir, hat der Verlag dem Autor mächtig zugesetzt, oder eine veritable Finanzkrise des Autors war der Auslöser für diese Fortsetzung der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2006 von Mag Felix Winkler
Totale Resignation
Nach dem humorigen und auch nachdenklich machenden "Briefen in die Chinesische Vergangenheit" habe ich gedacht, dass der 2 Teil mich auch interessieren müsste. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2005 von iwaniwanowitschgoratschin
Schwaches Remake
Wie sooft zeigt sich auch hier, dass das es in den seltensten Fällen geling erfolgreich in Serie zu gehen. Lesen Sie weiter...
Am 23. Februar 2004 veröffentlicht
Enttäuschend...
Nach meiner Lektüre des ersten Teils, "Briefe in die chinesische Vergangenheit", hatte ich mich ziemlich auf den zweiten Teil gefreut... und bin ziemlich enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2003 von Bjoern Ischo
Überflüssig
Hatte man im ersten Teil stets ein Lächeln auf dem Gesicht, so vermißt man diesen beim Lesen des zweiten Teils, der so völlig anders ist und mir absolut nicht... Lesen Sie weiter...
Am 1. Mai 2001 veröffentlicht
Lesenswerte Innenansicht von aussen
Ein modernes Märchen, dass mich häufiger an Eichendorffs Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" erinnerte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. März 2000 von 1@vbr.com
Neue Briefe des Chinesen
Mit Fortsetzungen ist es ja so eine Sache, sie sind ja nun selten besser als Vorgänger (gut, Terminator 2 ist die Ausnahme...). Lesen Sie weiter...
Am 17. Dezember 1999 veröffentlicht
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