Waehrend des Lesens tropften doch so einige Traenen auf das Buch. Ich weiss nicht, ob ich froh sein soll, dass der Autor diese Zeit bzw. diese Mordversuche ueberlebt hat oder nur erschuettert und traurig ueber das unendliche Ausmass des Sadismus. Mir schien, er weiss, es manchmal selber nicht, wie man jetzt lebt, zu grausam und unmenschlich war diese Zeit. Offensichlich hat der Ueberlebende es auf seine Weise geschafft, mit seiner Geschichte zurechtzukommen, aber es ist klar, dass die Wunden und Verletzungen kolossal sind. Die ersten zwei Drittel des Buches gingen mir sehr nahe, weil der Autor mit einem sehr eigenen Humor an die Beschreibung seiner Erlebnisse herangeht. Fuer mich mutet es sehr fremd an, aber es war neu. Das letzte Drittel aber offenbahrt, dass sein Rueckblick weit weniger abgeklaert war, als zuerst von mir empfunden. Humor hin oder her, die Lager haben auch die Ueberlebenden zerstoert. Nur 4 Sterne, weil ich lieber Buecher ueber die schoenen Seiten des Lebens lese und fuer meine Seele war das Buch "starker Tobak". Also, sehr empfehlenswert, will man ein Buch ueber diese Zeit lesen, schoene Sprache, ungewoehnlicher Erzaehlrythmus, gute Unterhaltung ist es nicht. - Und,... ich bin doch sehr froh, dass er "mir" seine Geschichte erzaehlt hat.