Sieht man über den etwas alten Sprachstil hinweg, so ist dieses Buch einer der besten Pranayama-Ratgeber, die ich kenne (und das trotz seines Alters!). Lysebeth beschreibt hier viele klassische Pranayama-Übungen so, dass sie sich auch gut zu Hause durchführen lassen, und er schreckt auch nicht vor dem Atemanhalten oder den Bandhas zurück.
Eine meiner Lieblingsübungen ist Viloma Pranayama geworden, bei dem das Ein- oder Ausatmen durch Pausen (in der Regel 3 bis 5) unterbrochen wird (man atmen für 2 Sekunden ein, hält für 2 Sekunden die Luft an, atmet wieder 2 Sekunden ein, hält wieder an, ...). Lysebeth empfiehlt: Zuerst 5 Runden beim Einatmen, anschließend 5 Runden beim Ausatmen. Hat man darin etwas Übung erlangt, so kann man während des Atemanhaltens Moola Bandha durchführen.
In einigen abschließenden Kapiteln geht Lysebeth auf das Erwecken von Kundalini ein, und auch hier hat er praktische, gut durchführbare Übungen parat. Er beschreibt auch einen progressiven Trainingsplan, der allerdings wohl nur von wirklichen Pranayama-Fans bis zum Ende durchgezogen werden kann - das wertet aber die guten Übungsbeschreibungen in keinster Weise ab.
Meine Empfehlung: Wer sich für Pranayama interessiert, ist mit diesem Werk gut beraten. Als zusätzliche Lektüre möchte ich die Artikel von Yogani (kostenlos auf seiner Homepage zu finden!), und das Hatha Yoga Pradipika in der Übersetzung von Swami Muktibodhananda (englisch) empfehlen.