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Die große Gier: Korruption, Kartelle, Lustreisen: Warum unsere Wirtschaft eine neue Moral braucht [Taschenbuch]

Hans Leyendecker
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2. Februar 2009
In deutschen Firmen wird geschmiert und getrickst, was das Zeug hält. Da werden Summen in die eigene Tasche und auf Liechtensteiner Konten umgelenkt, Verträge erschlichen, Geschäftspartner bestochen, Betriebsräte umgarnt, Steuern hinterzogen. Mit exklusivem Hintergrundmaterial zu den Skandalen bei Siemens, VW und EADS deckt Hans Leyendecker das Netzwerk krimineller Machenschaften auf. Außerdem beschreibt er die Gesetze der Gier, die dahintter stehen und nicht erst mit der Bankenkrise offenbar geworden sind.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: rororo (2. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499623293
  • ISBN-13: 978-3499623295
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 221.536 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Die Zeiten, als man Bestechungsgelder unter bestimmten Umständen noch ganz legal von der Steuer absetzen konnte, gehören zwar auch in Deutschland mittlerweile der Vergangenheit an. Trotzdem halten sich die alten Verhaltensmuster in vielen Unternehmen immer noch sehr hartnäckig, wie die Korruptionsskandale in deutschen Konzernen wie VW oder Siemens in den letzten Jahren sehr eindrucksvoll belegt haben. Hans Leyendecker hat als einer der führenden investigativen Journalisten in Deutschland schon so manchen Beitrag zur Aufdeckung solcher Skandale geleistet. In seiner ebenso spannenden wie detailreichen Reportage Die große Gier schildert er anschaulich, wie die Korruptions-Unkultur funktioniert und was deren Protagonisten antreibt: nämlich nichts als bloße Gier.

Leyendecker führt uns am Beispiel so manches persönlichen Schicksals vor Augen, wie schnell man in den Strudel aus Korruption und Abhängigkeit hineingeraten kann, wenn man erst einmal die Hand aufgehalten hat, um sich seinen Einfluss auf die Auftragsvergabe von interessierten Dritten bezahlen zu lassen -- oder wenn man umgekehrt erst einmal bezahlt hat, um sich bei der Auftragsvergabe einen Vorteil zu sichern. Doch es geht dem Autor nicht in erster Linie um diese Einzelschicksale,. Er will vor allem zeigen, dass entgegen hartnäckiger Vorurteile Ehrlichkeit und lauteres Geschäftsgebaren für Unternehmen kein Luxus sind, sondern sich am Ende wirklich auszahlen.

Die von manchen Zynikern immer noch vertretene Behauptung, im Wirtschaftsleben müsse man sich, vor die Wahl zwischen Moral und Profit gestellt, nun einmal für den Profit entscheiden, entlarvt Leyendecker als in vielfacher Hinsicht falsch: ?Mit unsauberen Geschäften wird (auf lange Sicht jedenfalls) kein Geld gewonnen, sondern viel Geld verloren. Wer langfristig Geschäfte machen will, kann sich Bestechung schon wegen der drohenden Sanktionen nicht mehr leisten.? Bis diese Einschätzung Mehrheitsmeinung geworden sein wird, wird der Autor vermutlich noch manchen Korruptionsskandal publizistisch begleiten. Trotzdem -- oder besser gerade deswegen: Unbedingt lesenswert! -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Geboren 1949, hat fast zwei Jahrzehnte für den "Spiegel" geschrieben und ist heute Leitender Politischer Redakteur der "Süddeutschen Zeitung". Der "Chefenthüller" der Republik - er deckte u.a. die Affären Flick, Lambsdorff, Späth, Steffi Graf, Schreiber und Kohl auf - beschäftigt sich seit langem mit Korruptionsfällen in Deutschland.

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
4.3 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dreihundert Seiten Spannung zwischen Gier und Moral 7. August 2009
Von ell
Format:Taschenbuch
Das Buch ist sehr beeindruckend wegen seiner exakten Recherche. Es löst dennoch keine Neidreaktionen beim Leser aus, ist also nicht populistisch zu nennen und deshalb besonders wertvoll, wenn man sich ein Bild über Vernetzungen, gemeinsame Ich-AGs und das Ergebnis von Generationen lang geplanten Seilschaften machen möchte.

Die Begrenzung der Zeitperspektive mit dem Jahr 2007 lässt es insofern beinahe prophetisch erscheinen, als danach die, von den besagten Neztwerken offenbar aktiv und zum eigenen Vorteil einzelner Insider produzierte, Krise tatsächlich eingetroffen ist. Auf eine weitere Hintergrundrecherche kann man gespannt sein!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Totale Überbezahlung für eine totale Pfeife !" 25. Februar 2009
Von FarK
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Werk von dem bekannten Journalisten Hans Leyendecker passt absolut in die heutige Gegenwart. In einer Phase in der wir uns in einer selbstgemachten Weltwirtschaftskrise befinden, kommen von überall her tagtäglich neue Nachrichten von Bankern, die ihre eigene Bank um - nicht um Millionen, sondern heutzutage sind es - Milliarden betrogen haben. In der Vergangenheit waren es Korruptionsfälle wie bei Siemens und VW, die uns ungläubig den Kopf schütteln lassen haben, nun sind es gierige Banker.

Diese Art von Menschen, die kein Gewissen zu besitzen scheinen, sind in der Regel "ehrgeizig, berufsorientiert" und fassen das Geld, welches sie illegal erhalten "als Ausgleich für ihre Arbeit", welche ihrer Meinung nach nicht ausreichend entgolten wird. An was es den Unternehmen fehlt, sind Maßnahmen, die gegen solches Rechtsempfinden ex ante vorgeht. Unternehmen brauchen nicht nur eine inzwischen weit verbreitete Unternehmensverfassung, Corporate Governance, sondern zusätzlich Ethikgrundsätze. Ein Unternehmen, das in dieser Angelegenheit führend ist, ist General Electric, eines der größten Unternehmen der Welt. Hier gibt es eine eiserne Regel: Wer unsauber arbeitet und erwischt wird, fliegt und kommt auch bei keinem verwandten Unternehmen mehr unter. Hilfreich wären zudem Abschreckungsmaßnahmen, wie die die von der University of Maryland praktiziert werden. Dort gehört es zum MBA-Programm, dass die Studierenden in den Gefängnissen mit den Folgen von Wirtschaftskriminalität bekanntgemacht werden. Ob diese oder andere Maßnahmen jedoch letztendlich wirklich erfolgversprechend sind, ist natürlich wiederum eine andere Frage.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine Korruption bei US–Firmen? 11. Februar 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor mag bekannt sein für seine gründlichen Recherchen. Wenn er aber herausstellt, daß beim notwendigen Kampf gegen die Korruption die USA ein Vorbild seien und wir es diesem Staat verdankten, daß Korruption heute so massiv bekämpft werde, dann fragt man sich schon, ob er die Zusammenhänge noch sieht. Denn was sind denn Aufträge der US–Regierung an US–Unternehmen wie Bechtel, Haliburton, General Electric usw. zur Zerschlagung und dann zum Wiederaufbau des Irak ohne jede Ausschreibung anders als praktizierte Korruption? Die USA als Muster für Korruptionsbekämpfung? Nein danke.

Das Buch von Hans Leyendecker lesen? Lieber nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen er hat Recht 2. Juli 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Als Ermittler für solche Delikte kann ich sagen, dass er alles einwandfrei recherchiert hat. Ein wirklich gutes Buch.
Jederzeit zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die große Gier von Hans Leyendecker 23. April 2013
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Man kann nur staunen
1) über die Recherchebemühungen, denen sich der Auto unterzogen hat und
2) über diese Manager und Gewerkschaftler, die allen Anstand über Bord geschmissen haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einzelfälle oder nur die Spitze des Eisbergs? 26. November 2010
Format:Taschenbuch
In diesem Buch fasst der Autor einige große Skandale in deutschen Firmen zusammen und zeigt auf: Korruption und Bestechung gibt es nicht nur in Staaten außerhalb der EU sondern ist auch in Deutschland ein möglicherweise alltägliches Thema. Man darf davon ausgehen, dass hier nur die Spitze des Eisberges thematisiert wurde, sind es doch recht wenige Fälle, die Leyendecker hier beschreibt. Der Betriebsratsskandal bei VW und die Bestechungsaffäre bei Siemens sind dabei am bekanntesten und wurden am ausführlichsten behandelt.
Natürlich können die wenigsten Leser beurteilen, wie korrekt und wie gut recherchiert die Informationen tatsächlich sind. Für mich entstand der Eindruck, das Leyendecker genau weiß, wovon er hier schreibt. Und natürlich hat der Autor auch eine Meinung und Ideen, wie man das System besser und gerechter aufbauen kann. So wird zum Beispiel für das amerikanische System geworben und General Electric, eine der größten Firmen der Welt, als Paradebeispiel dafür genannt, das man auch ohne Skandale und Korruption Markführer werden kann. Man muss jedoch nur an den gigantischen Fall Enron denken um zu wissen, dass in Amerika alles möglich ist, auch die Niederungen des menschlichen Gewinnstrebens betreffend.
Die große Gier ist ein spannender und meiner Meinung nach gut recherchierter Wirtschaftkrimi der außerdem noch unterhaltsam ist. Wenn auch die Zahl der Fälle klein ist, so sind diese sehr ausführlich und umfassend beschrieben. In der Zwischenzeit gab und gibt es weitere Fälle über die Leyendecker vielleicht bald ein weiteres Buch verfassen kann, wie z.B.
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