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Dann aber sprudelt es doch heraus aus ihm: Die Geschichte vom grausamen Mord an der bezaubernden Tochter des Gastwirts, der das erinnerte Lächeln gehört und die die Dorfgemeinschaft im Osten Frankreichs im Jahr 1917 mehr erschüttert als das Schlachten an der Front des Ersten Weltkriegs. Gerade einmal zehn Jahre war sie alt, diese Belle de jour, als sie erdrosselt wurde, und ihr Tod ist doch unweigerlich mit der Grausamkeit der Zeit verknüpft. Das wird dem Ich-Erzähler immer klarer, je mehr er versucht, hinter das Geheimnis des Verbrechens und hinter die Masken der grauen Seelen im Dorf zu kommen. Hinter die Maske des einsamen Staatsanwalts zum Beispiel. Oder hinter die Maske der wunderschönen Lehrerin, die ihrem Geliebten verfallen ist...
Bei seinem Erscheinen waren Die grauen Seelen der Sensationserfolg im französischen Bücherherbst. Jetzt könnte er es auch in Deutschland werden. Denn das Buch ist derart packend und atmosphärisch dicht geschrieben, dass man keine Seite davon missen möchte. Nur, leider: es ist viel zu schmal. -- Isa Gerck
Pressestimmen
"Claudel schreibt mit dem Skalpell, um die Seele unter der Haut leichter freilegen zu können. Dieser Roman rührt, überwältigt, bringt einen aus der Fassung." (L'Express)
