Ich lese gern die Sickschen Bücher, die sind interessant, kurzweilig, lehrreich und sehr humorvoll geschrieben.
Jetzt folgt nach den drei Büchern und einem Spiel also eine Lesung in der Kölnarena. Wie spannend das sein wird. Wie ein großer Klassenraum mit einer sehr heterogenen Schichtung - eine Qual für jeden Lehrer.
Aber was mit dieser Lesung hervorgebracht wird, ist weniger als durchschnittlich. Der Moderator, der krampfhaft versucht, lustig und locker herüberzukommen, die Gäste, die von den Zuhörern ausgebuht wurden (was ich persönlich als ziemlich deutsch und unangenehm empfinde), haben wenig tiefgründiges beizutragen. Lediglich Stratmann und Frier interpretieren eine Sicksche Kolumne auf sehr humorvolle Weise.
Was mich auch besonders aufgeregt hat: Ist denn dem Verlag (oder wer auch immer dafür verantwortlich ist) erst im Nachhinein eingefallen, aus der Lesung eine akustische Hörversion zu machen? Dafür spricht nämlich, dass bei den vier "Kontrollfragen" zwar die drei Farben (rot, gelb, grün) und die Antworten benannt wurden, dem Zuhörer ist jedoch nicht klar: 1. welche Antwort welche Farbe hat und 2. wird nicht jede Frage aufgelöst! Das war wirklich sehr anstrengend, zu ertragen!
Alles in Allem bekommt das Hörbuch noch zwei Gnadenpunkte wegen der drei (oder waren es vier) Kolumnen von Sick und dem Versuch, etwas "ganz Großes" zu schaffen. Leider gelingt das eben nicht immer - so wie hier!