Eines vorweg: für diejenigen, die neu in dieser Materie sind könnte man durchaus 4 oder gar 5* vergeben. Wer zu dieser Zielgruppe gehört, der kann hier eine gute Zusammenfassung bzw. einen guten Überblick bekommen.
Für alle anderen, die schon die anderen Bücher von Frau Mohr oder anderen Autoren in diesem Themenbereich wie z.B. Pierre Franckh kennen, gibt es 0* - und diese Personengruppe ist meiner Vermutung nach der deutliche Großteil der am Wünschen interessierten Leser.
Warum 0*? Weil alles schon mal da gewesen ist (auch in Frau Mohrs Büchern). Verpackung (Formulierung und Darbeitung) ist zwar irgendwie verändert, aber es bleibt im Kern dasselbe. Neue Erkenntnisse und Ideen zum Thema "Wünschen/Bestellungen" scheinen keine mehr hinzuzukommen und so wird einfach ein Buch über "goldene Regeln" angefertigt. Meiner Ansicht nach ist das reine Ab*ocke - es wird im Wissen verkauft, für etwas bereits Bestehendes nochmal abkassieren zu können. Viele Autoren wissen einfach, dass sie einer treuen Lesergemeinde alten Wein in neuen Schläuchen anbieten können (und es schlußendlich auch gekauft wird).
Und dann diese elendig leeren, weißen Seiten im Buch... Achso ja - es ist ja ein "Arbeitsbuch". Mal ehrlich: wie viele Menschen schreiben ihre eigenen Gedanken direkt in die Bücher hinein? Ich kenne einige, die etwas im Buch anmarkern oder unterstreichen - aber keinen einzigen, der komplett leere Seiten selber beschreibt. Dies wird meist auf separaten Blättern oder Notizbüchern gemacht - allein deswegen schon, weil die meisten Bücher von Natur aus wegen ihrer Bindung gar nicht dazu gemacht sind, um komfortabel darin schreiben zu können (auch wenn sicherlich wie hier ein gebundenes Buch noch am besten von allen Bindungen für sowas ist). Dennoch dienen meiner Meinung nach solche leeren "Arbeitsseiten" einzig dazu, das Buch dicker und teurer verkaufbar zu machen - leeres Papier kann man im Schreibwaren-/Officeladen wesentlich günstiger erstehen...
Aufgrund bereits bestehender kritischer Bewertungen habe ich Gott sei Dank das Buch in einer Bibliothek ausgeliehen, anstatt es selber zu kaufen. Hätte ich es gekauft, hätte ich mich noch mehr geärgert und es wäre sofort bei eb*y oder in der Ablage "P" gelandet.
Um noch zwei Dinge klar zu stellen: (A) ein Buch von rund 13 EUR (und auch für deutlich mehr Geld) lohnt sich bereits dann, wenn man eine neue wirklich gute und wirkungsvolle Idee heraus ziehen kann - aber leider ist selbst dies hier für mich nicht gegeben. (B) Ich kenne die anderen Bücher von Frau Mohr und finde diese durchaus gut. Aber splange das Thema sugelutscht und ohne neue Ideen ist, braucht es auch keine neuen Bücher dazu.
Schlußendlich mit viel Wohlwollen 2* von mir, weil es zumindest einigen (aber wohl eher wenigen) mit der Materie unvertrauten Menschen eine Hilfe sein kann.