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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen
Schaaaade, das Buch ist so toll und die Hörversion so müde,
Von KATO (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die geschützten Männer. CD (Audio CD)
Ich war begeistert diese Hör-CD zu finden. Um so mehr meine Enttäuschung über die Umsetzung dieses wunderschönen und spannenden Buches. Das Kribbeln in den zwischenmenschlichen Beziehungen und auch die Spannung gehen völlig verloren. Mir ist nicht klar, warum man solch ein Buch kürzen ubd ändern muss, wo doch der Stil von Robert Merle so toll ist. Ich hoffe auf eine bessere Vertonung.Das Buch werde ich noch mal lesen, denn jetzt fehlt mir etwas ;-( Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Unterhaltend und amüsierend zugleich,
Von Oliver Schulte (Recklinghausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die geschützten Männer. CD (Audio CD)
Inhalt[Covertext]"Eine weltweite Epidemie rafft fast alle zeugungsfähigen Männer dahin. Dr. Martinelli überlebt in einem abgeschlossenen Lager in den USA, wo er im Auftrag des neuen diktatorischen Frauenregimes nach dem rettenden Serum forscht. Kastendenken, Denunziation und unfreiwillige Liebesdienste machen sein Leben zur Hölle...." Kritik: Was wäre wenn? Ja, Was wäre wenn sich aufgrund einer Epidemie ein unaufhaltsamer weltweiter Männerschwund abzeichnete? Wenn sich ein von Männern dominiertes global wirkendes Normengefüge binnen kurzer Zeit gezwungener Maßen in ein von militanten Feministinnen reguliertes Gesellschaftssystem verwandelte? Was wäre wenn die dem männlichen Geschlecht zuzurechnende Spezies nur durch Kastration oder, so sie die Libido betreffend "funktionell" bliebe, durch rigorose, restriktive Quarantänemaßnahmen überleben könnte? Nun, ich muss sagen, die in diesem Sinne von Robert Merle entworfene und von Bert Koß in Szene gesetzte Vision macht Angst. Zumindest mir als Vertreter der männlichen Gattung der Spezies Mensch ;-) Immerhin repräsentiert die der Geschichte zu Grunde liegende Idee der Ausrottung der Männer durch die überaus aggressive und virulente "Enzephalites 16" aus wissenschaftlicher Sicht für mich als Laien ein durchaus mögliches Szenario. Ein interessantes Gedankenspiel ist die im Hörspiel beschriebene sich aus der Konsequenz des exorbitant schnellen Männerschwundes im Hörspiel ableitende Veränderung der politischen, sozialen und ethischen Rahmenbedingungen zwischenmenschlichen Handelns. Überzeichnet, karikierend, expressionistisch dabei das als faschistoide feministische Herrschaftsstruktur aufgezeigte Ergebnis: In bester orwellscher Tradition entwirft der Autor eine emanzipatorische Negativutopie, bei auf Männer gerichtete verquerte feminine Gewaltprojektionen vice versa ins Gegenteil verkehrt werden. Nun sind es die Frauen, die Gewalt ausüben, die ihren Herrschaftsanspruch rigoros umsetzen und als dominierendes Geschlecht brutal in Erscheinung treten. Fruchtbare, "wertvolle" Männer werden eingesperrt, dienen als lebende Samenbank für die notwendige Aufrechterhaltung der Gattung Mensch. Ein notwendiges Übel, das es abzuschaffen gilt, sobald das Klonen von Frauenzimmern perfektioniert ist. Hurra, demnächst eine Welt ganz ohne "Schwanzträger". Doch aller Ehrgeiz von Walküren und Amazonen verpufft im Endeffekt. Das Endzeitszenario findet seine Grenze dort, wo im Gleichtakt zur Entwicklung eines die männermordende Krankheit Einhalt gebietenden Serums, Frau der Perversion der finalen Unterdrückung des Männergeschlechtes Einhalt gebietet. Damit ist der Negativutopie Genüge getan und das wahrlich nicht zur Story passende Happy End hergestellt. Die sich in der nachmilitanten Ära etablierende Gesellschaftsform überrascht durch Realisierung eines gleichberechtigten emanzipatorischen Umgangs der Geschlechter und wirkt dabei - mit Verlaub- allerdings etwas naiv. Fazit: Unterhaltend und amüsierend zugleich offenbart dieses Hörspiel eine Gesellschaftskritik der besonderen Art. Die sexitisch- rassistische Herrschaft militanter Feministen ... äh... Feministinnen erfüllt ihren plakativen Anspruch und führt den zuhörenden Männern derbe schmunzelnd und in Teilen genau so verbalisierend eine Utopie vor Augen, in der die Seiten einmal gewechselt werden. Sicher keine Science Fiction Story im üblichen Sinne. Gut © Oliver Schulte Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Unmoderne Postmoderne,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die geschützten Männer. CD (Audio CD)
Als unterhaltsame Zukunfts-Posse taugt das vom MDR produzierte und nunmehr vom AudioVerlag auf Tonträger herausgebrachte, ansprechend inszenierte Hörspiel allemal. Eine ernstzunehmende satirische (oder gar realistische?) Gesellschaftsutopie ist die Story um die Tabuisierung des Sex innerhalb einer matriarchaisch organisierten Welt eher nicht. Die soziale Gegenüberstellung von Mann und Frau scheint in einem luftleeren Raum stattzufinden. Die Einbindung in einen kulturellen oder wirtschaftlichen Kontext findet nicht statt. So gesehen ist die Geschichte nicht „weit genug" bzw. nicht „tief genug" erdacht. Welche Hierarchie wäre so dumm, den Sex zu verpöhnen? Fressen, Einsamkeit, Religion aber auch Sex sind Opium (und sicher auch in Zukunft Wirtschaftsfaktoren) für das Volk. Sich diese Druckmittel selbst zu nehmen wäre in dieser diktatorischen Radikaltität politisch wahrhaft unsinnig, Männerseuche hin oder her. Die Folgen einer Über-Sexualisierung, insbesondere in einem von Frauen geführten Regime, wäre also das weitaus interessantere und ergiebigere Thema gewesen. Mit der postmodernen Tabuisierung des Geschlechtstriebs bekommt die Story jene technokratische Sterilität, die uns schon an Orwell's pathetischem „1984" befremdete und jene moralische Kontrastierung, die uns schon in Fritz Lang's „Metropolis" zu schwarz-weiß erschien. Somit ist „Die geschützten Männer" beinah ein altmodisches Hörspiel. Aber gut gespielt und kurzweilig inszeniert.
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