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Eine spannende Handlung, immer wieder genaue psychologische Reflexionen, unerwartete Wendungen, Geheimnisse und Enthüllungen und am Ende ein packendes Katz- und Mausspiel, in dem kein Unsicherheitsfaktor ausgespart wird, sorgen in diesem Buch für ein ungetrübtes Lesevergnügen. Reizvoll ist der Roman vor allem durch die Außenseiterposition des Erzählers, dessen geschärftes kritisches Bewußtsein genaue Beschreibungen auch der undurchschaubarsten politischen Hintergründe garantiert. Die Ereignisse sind so facettenreich und bieten so viele interessante zwischenmenschliche Details, daß der Roman trotz seiner 430 Seiten nie langweilig wird. Im größtenteils anspruchlosen Science-fiction Dschungel ist Die geschützten Männer eine positive Überraschung, will er doch offenbar durch Darstellung einer feministischen Diktatur Unterdrückungsmechanismen in der heutigen Zeit bloßlegen und für eine wahre Gleichheit der Geschlechter plädieren. --Christoph Steven -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geschlechterkrieg mal anders,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die geschützten Männer. (Taschenbuch)
Amerika: Auf der Straße fallen reihenweise Männer ins Koma und sterben kurz darauf. Ursache dafür ist die von Dr. Martinelli entdeckte Enzephalitis 16, die alle zeugungsfähigen Männer befallen kann und binnen 1 Woche zum Tod führt. Die Epidemie verbreitet sich rasend schnell und viele Männer entschließen sich zur Kastration, da diese der einzige wirksame Schutz ist. Dr. Martinelli wird zum Protected Man erklärt und nach Blueville gebracht um dort an einem Impfstoff zu forschen. Die Macht im Land ist mittlerweile fest in weiblicher Hand, auch Blueville, eine Schutzzone mit festen Hierarchien und Verhaltensregeln. Als zeugungsfähiger Mann steht Dr. Martinelli am untersten Ende der sozialen Ordnung. Es gibt allerdings eine Untergrundbewegung gegen die diktatorische Herrschaft der Präsidentin der USA, die ebenfalls an Dr. Martinelli interessiert ist und ihn für ihre Zwecke benutzt.Robert Merle breitet ein Szenario aus, welches grotesk anmutet aber in der Konsequenz mit der er es ausarbeitet erschreckend ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
fantasievoller Roman, der sehr empfehlenswert ist,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die geschützten Männer. (Taschenbuch)
Die Vorstellung, eine geheimnisvolle Krankheit rafft alle zeugungsfähigen Männer dahin, weckt beim männlichen Geschlecht sicher die Urangst an sich: zu versagen, seine Potenz zu verlieren, nicht mehr „Mann" sein ... dadurch vielleicht gar von Frauen unterdrückt werden. In Robert Merle's „Die geschützten Männer" ist dies nicht nur eine Vision. Männer sterben wie die Fliegen, Frauen stürzen sich auf alles, was auch nur entfernt an einen Mann erinnert. Da werden selbst Greise zum Sex gezwungen. Dr. Martinelli, noch voll zeugungsfähig, wird ins Asyl geschickt um ein männerrettendes Serum zu erfinden. Das Forschungscamp, welches von Frauen geleitet und beschützt wird, zeigt eine totale Überwachung a la „1984" und läßt Dr. Martinelli immer öfter über eine Flucht nachdenken.Robert Merle kommt auch in diesem Buch wieder anspruchsvoll und prosaisch dem Unterhaltungsbedürfnis seiner Leser entgegen. Der spannende Roman läßt in seiner Thematik die Frau verschmitzt schmunzeln. Geschlechterfrage, Emanzipation der Frau stehen hier im Vordergrund und sollte den machohaften Mann doch sehr ins Grübeln bringen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Preiswürdig,
Von Chorthippus (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die geschützten Männer. (Taschenbuch)
Okay, der Literatur-Nobelpreis wäre wohl etwas zu hoch gegriffen. Dennoch halte ich "Die geschützten Männer" für ein grandios spannendes und nachdenklich machendes Werk, das einer weiteren Auszeichnung des Autors (nach dem Prix Goncourt) würdig wäre. Gerade dieser beklemmende Automatismus des gesellschaflichen Verfalls unter der egoistischen und Menschenwürde verachtenden Diktatur der Herrscherinnen nimmt den Leser mit steigender Seitenzahl gefangen in seiner Anteilnahme um das Schicksal des "Helden" Dr. Martinelli. Sicherlich eine Utopie. Klar wird jedoch, dass Feminismus in dieser Form sicher niemals erstrebenswert ist.Das Buch liest sich in Schilderung der Handlung und Sprachstil wie ein Thriller aus der Feder eines zeitgenössischen "jungen" Autors. Umso bemerkenswerter ist, dass Robert Merle, geboren 1908 in Algerien, dieses Buch bereits in den frühen 70er-Jahren geschrieben hat und damals schon über 60 Jahre alt war. Für jene Zeit und Generation ein außerordentlich moderner Roman. Wenn Kritik, dann allenfalls an dem etwas süßlichen Finale. Etwas weniger Heile Welt am Ende wäre meines Erachtens besser gewesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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