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Die geplünderte Republik: Wie uns Banken, Spekulanten und Politiker in den Ruin treiben
 
 

Die geplünderte Republik: Wie uns Banken, Spekulanten und Politiker in den Ruin treiben [Kindle Edition]

Thomas Wieczorek
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Unfassbare Summen werden in das wankende Finanzsystem gepumpt, aberwitzige Milliardenbeträge für Wirtschaftshilfen bereitgestellt, und die Schuldigen an der Krise machen einfach weiter wie bisher – während gleichzeitig immer mehr Arbeitsplätze wegbrechen, Kommunen und Bürger in die Pleite rutschen. Selbst unsere Kinder werden noch für die Gier der Banker und Wirtschaftslenker und die Unfähigkeit willfähriger Politiker zahlen müssen.
Gewohnt scharfzüngig deckt Thomas Wieczorek auf, wer von der Krise profitiert, wie tief der Graben in unserer Gesellschaft bereits geworden ist und wie gefährlich das für uns alle noch werden kann.

Über den Autor

Thomas Wieczorek, Jahrgang 1953, ist Journalist und Parteienforscher. Nach einem VWL-Studium an der FU Berlin arbeitete er u.a. für dpa und Reuters und als freier Journalist für die Frankfurter Rundschau, Deutschlandfunk, Südwestfunk sowie den Eulenspiegel. Thomas Wieczorek, der über „Die Normalität der politischen Korruption“ promovierte, ist Autor mehrerer Bücher, darunter die Bestseller "Die Dilettanten", "Die verblödete Republik" und "Die geplünderte Republik".

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. Keller
Format:Taschenbuch
Thomas Wieczorek schreibt mit leichter Feder über vergleichsweise "schwere" Sachen. Natürlich könnte jeder all' die Informationen zur Finanz- und Wirtschaftskrise überall selbst zusammentragen. Doch wozu, solange es Autoren wie Thomas Wieczorek gibt? Die Genauigkeit, mit der Wieczorek recherchiert, zusammenträgt und ein sehr treffendes Bild von der Realität aus Einzelteilen zusammensetzt, sucht ihresgleichen. Seine Schreibe ist nicht selten hart an der Grenze. Aber diese Grenzwertigkeit zusammen mit dem lockeren Schreibstil, dem schon fast satirischen Blick auf die Dinge, macht das Buch lesenswert. Auch wenn es sich um ein ernstes Thema handelt, ist mir beim Lesen nicht langweilig geworden. Dieses Sachbuch ist eine sehr sehr gute Zusammenfassung der Ursachen, des Verlaufes der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Belegkraft des Buches spricht für Thomas Wieczorek, der seine Quellen detailiert offenlegt. Damit hat es unabhängig des teilweise charmant lustigen Schreibstils auch die Potenzen, als wissenschaftliches Belegmaterial zu funktionieren. Wer politisch relativ aufgeklärt ist, sollte zu diesem Buch greifen. Es macht vieles verständlicher und vor allem öffnet es die Augen für die eigentlichen Zusammenhänge.

Dieses Buch von Thomas Wieczorek kann man wegen des Schreibstils des Autoren mögen, wegen des fundierten Sachgehalt muss man es mögen. Deshalb fünf Sterne für ein wirklich gelungenes, inhaltlich nicht zu überbietendes Sachbuch.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Polarisiert... 23. April 2010
Format:Taschenbuch
Wie alle Werke von Wieczorek polarisert dieses Buch auch - wie man gut an den Vor-Rezensenten erkennen kann. So wie der Inhalt des Buches anscheinend nur die Positionen "Gut" und "Böse" herausstellt und alle Nuancen von "Grau" dazwischen ausblendet, so scheiden sich auch die Rezensenten-Geister: entweder man findet das Buch gut oder abstoßend.
Ich für meinen Teil finde das Buch gut, weil es umgänglich und leserlich geschrieben ist. Der Schreibstil von Wieczorek macht es Lesern ohne Kant- und/oder Hegelleseerfahrungen einfach, ihn zu verstehen.
Der Autor erhebt wohl keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit und pocht auch nicht darauf, 100% wissenschaftlich fundierte Analysen abliefern zu wollen, aber dennoch muss man wohl eingestehen, dass er einigermaßen gut recherchiert hat.
Bei der kurzweiligen Lektüre sollte man aber immer daran denken, auf welcher Seite Wieczorek steht: zuerst einmal auf seiner eigenen, weil (fast) kein Autor Bücher schreibt, um den Verlagen das eingenommene Geld zu schenken. Dann natürlich und garantiert nicht auf der Seite der alles-ab-Großbürgertum-aufwärts-Schicht. Sofern man das im Auge behält, braucht man sich auch als BWL-Fuzzi nicht über das Buch aufregen :-)
Alle Kapitel enthalten Tatsachen, die auch der allgemeinen Presse zu entnehmen waren, wie z.B. die äußerst ungeschickte 300-Mio-Überweisung der IKB an die "Lehmänners" - als schon feststand, dass Lehman Involvenz anmelden wird.
Auch ich frage mich immer wieder, was eigentlich "systemrelevant" bedeuten soll, wo doch so viele Politiker das Wort immer gerne dann gebrauchen, wenn es darum geht, eine Pleitebank oder Pleitebetrieb mit Millionen - oder besser: Milliarden - zu fütten, um nach einem Jahr zu erkennen, dass zwar die Boni gezahlt werden, der Betrieb oder die Bank aber noch schlechter da steht. Und für WEN ist eine Bank systemrelevant? Oder besser gefragt: Für WESSEN System? Meines bestimmt nicht.

Auf solche Fragen und Antworten geht das Buch ein und wer eingedenk der weiteren Bücher von Wieczorek einmal die Presse, Politiker sowie Banken- und Industriebosse bei ihren Äußerungen beobachtet, dem könnte das eine oder andere Licht aufgehen.
Kurzum: sehr polemisch, man sollte es aber dennoch lesen. Lohnt sich.
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46 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sauber hingelangt 10. April 2010
Von HHarlekin TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
hat der engagierte Journalist und deftige Polemiker Thomas Wieczorek erneut mit seinem
durchaus flott zu lesenden, kämpferischen Pamphlet: "Die geplünderte Republik: Wie uns Banken, Spekulanten und Politiker in den Ruin treiben" - wie es der Titel schon sagt - thematisch deutlich eingegrenzter, als der lesenswerte Vorgänger "Die verblödete Republik".
Es geht natürlich um das Thema Finanzkrise, ihre Folgen hierzulande und der Umgang mit ihnen, Veruntreuung öffentlicher Gelder, unheilige Allianzen von Bankern und willfährigen Politiker, wie man uns mit übelsten Methoden in immer größerem Ausmaß hemmungs- und gewissenlos die Taschen ausräumt, während Kommune um Kommune Besuch vom Pleitegeier bekommt, und wichtigste kommunale Aufgaben kaum noch bewältigen kann, er nimmt sich das Fehlverhalten von Privatbanken genauso vor wie die miesen Praktiken der Landes-
banken und ihrer durchgeknallten Führungsriegen, jene Möchtegern-Global-Player, die alle am "GROSSEN RAD"
im Kasino mitspielen wollten, und Milliarden versenkten, um durch Abermilliarden Steuergelder wieder saniert zu werden. Wir retten sie alle, denn die System-Relevanz der Banken ist ja quasi "genetisch" bedingt, im Gegensatz etwa zu "römisch-dekadenten" Arbeitslosen und Teil- und Vollzeit
malochenden Minilöhnern und ALG2- (Hartz4)-Aufstockern. Denen kann man gerne auch noch den letzten Rest Stütze zusammenstreichen ...Karlsruhe-Urteil...BVG...Kinderarmut...äh...war da was? Am FDP-Unwesen soll das Land genesen!
Die Kapitel heißen u. a.:
"Betrug, Insiderhandel, Untreue",
"Kontrolle-Ein Hund bewacht das Wurstpaket"
"Hypo Real Estate-Ein Fass ohne Boden"
"Die Nebelkerze "systemrelevant""
"Deutsche Bank - der stille Absahner"
"Bayern-LB - zielstrebig ins Desaster"
"LBBW-Zockerbank im Musterländle"
"IKB - Protokoll einer Katastrophe"
"Schaeffler scheffelt - Abwrackprämie für Golfschläger"
"Lobbyisten - die Hilfstruppen der Plünderung"
"Der geplünderte Sozialstaat"usw.

Z. B. Im Kapitel "Propagandisten der Ausplünderung - die INSM" (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) schreibt der Autor über die Praxis der Arbeitgeber-Propagandatruppe INSM, ihre Leute in den Medien zu plazieren:
(Zitat) "...berichtete das ARD-Magazin Plusminus schon am 13. Oktober 2005, daß die Talkshow-Dauergäste der INSM zuweilen schon zu dritt in einer Sendung hockten...Daß die INSM am liebsten inkognito arbeitet, bestätigt auch eine Studie der westfälischen Wilhelms-Universität in Münster: Bei mehr als 50 % der untersuchten Beiträge tauchten INSM-Botschafter auf, aber nicht einmal in jedem sechsten Beitrag wurde die Botschafterrolle für die INSM transparent gemacht."

Natürlich lässt der Autor auch in diesem Buch
wieder seiner Wut auf die hierzulande herrschenden Verhältnisse auf über 270 Seiten freien Lauf, er holzt und hackt,
drischt, schimpft und wütet drauflos, und schreibt auch immer wieder amüsant bis witzig, beschreibt mal sachlich, mal kräftig überzeichnend herrschende Zustände. Inhaltlich ist das alles für
wache Bürger (z. B. Nachdenkseitenleser) nicht alles und immer neu, aber die polemische Schreibe
Wieczoreks wirkt doch immer mal wieder erfrischend.
Er veräppelt seine Leser nicht, sondern klärt auf, und wer mag, kann anhand der immerhin 264 Anmerkungen Wieczoreks Ausführungen gegenprüfen.
Natürlich werden sich wieder
eine Menge Leute einerseits an seinem heftigen Sprachstil stoßen, doch möchte ich hier festhalten,
daß ich es ganz in Ordnung finde, wenn auch mal mit dem Vorschlaghammer Tacheles geredet wird.
Andere werden wieder über die "Einseitigkeit" des Autors meckern, und daß er keine "Lösungen" anböte - denen seien aber 3 Punkte entgegengehalten: 1. gibt es kein Gesetz, daß der Kritiker immer auch die "Lösungen" und die "andere Seite" mitzuliefern habe, anderenfalls er zu schweigen hätte, und 2.: Sind unsere neoliberalen Oberideologen wie Straubhaar, Hüther oder "Prof. Unrat" Sinn etwa objektiv, wenn sie von lediglich "gefühlter Ungerechtigkeit" faseln, oder menschenverachtende Forderungen aufstellen, wie daß jeder jede Arbeit zu jedem Lohn zu machen habe, und sei dieser noch so niedrig, denn über die Lohnhöhe entscheide ALLEINE der MARKT (den fälligen Aufstocker-Betrag zahlen ja doch wieder wir Steuerzahler, im Grunde bezahlen wir über die Steuern Teile unseres eigenen Lohns an uns selbst - wer lebt hier eigentlich auf WESSEN Kosten)? Diese vorgenannten Herrschaften und andere neoliberale Propaganda-Schwätzer wie Oswald Metzger, Rürup, Miegel, und auch der Versicherungsvertreter mit Professorenstuhl Raffelhüschen bekommen zu Recht im Buch ihr Fett weg.
Und 3. hat Wieczorek seinem Vorwort diesen Leuten einen Satz des legendären Mathematikers, Schriftstellers und Aphoristikers Georg Christoph Lichtenberg als Denkanstoß vorangestellt:
"Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: Es muß anders werden, wenn es gut werden soll."

Die Marktradikalen-Fraktion allerdings wird dieses Buch hassen, wie alles, was geeignet ist, uns Bürger über die wahren Machtverhältnisse, Hintergründe und Machenschaften im Lande aufzuklären.
Privatisierungswahnsinn zu unser aller Schaden, Korruption, die real stattfindende gigantische Umverteilung von unten nach oben, Hypo Real Estate, sind u. a. weitere Themen. Man kann als Leser gewaltige Aggressionen bekommen, zumal der Buchautor sich die geschilderten Vorgänge eben nicht aus den Fingern saugt, sondern sich aus der Realität unserer (Noch-)Republik bedient - insgesamt ein diesmal nicht ganz so umfangreicher, nichtsdestotrotz lesenswerter Rundumschlag, der, wie bislang immer bei Wieczorek, von Denkanstößen nur so wimmelt, und der sein Geld (8,95 ¤) absolut wert ist.
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Vor 21 Monaten von Athene veröffentlicht
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