Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More madamet fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen36
3,6 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:11,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 1. November 2011
Unterschiedlicher könnten Schwestern nicht sein: Die schöne Iris, verheiratet mit einem erfolgreichen Anwalt, langweilt sich in ihrem sinnlosen Leben; Josephine hat ständig Geldsorgen, findet sich unattraktiv und wird auch noch von ihrem Mann verlassen. Um der Langeweile zu entgehen und für ihren Mann wieder interessant zu sein, behauptet Iris, an einem historischen Roman über das 12. Jahrhundert zu schreiben, ein Thema, mit dem sich eigentlich ihre Schwester beschäftigt. Sie kommt in Zugzwang, als sich ein Verleger für ihre Geschichte begeistert. Also bittet sie Josephine, das Buch für sie zu schreiben. Diese willigt ein, braucht sie doch dringend Geld.
Iris wird dafür die Vermarktung übernehmen. Das Buch entwickelt sich zu einem Bestseller.
Aber Josephine hat plötzlich Probleme, ihre Arbeit verleugnen zu müssen und Iris gerät bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit von einer Peinlichkeit in die nächste.
Dazu dann noch die Geschichten der zahlreichen Nebenfiguren: Philippe, Iris` Mann, der erkennen muss, wie hohl und egoistisch seine Frau wirklich ist; Antoine, der Mann Josephines, der ständig einem unerfüllbaren Traum hinterherjagt und schließlich auf einer Krokodilfarm sein Ende findet (daher auch der Titel), seine Geliebte Mylene, die sich aus eigener Kraft eine Existenz schaffen muss;
Josephines Töchter Hortense und Zoe, die das Motiv der ungleichen Schwestern wiederholen;
Henriette, die Mutter von Iris und Josephine, die ihren zweiten Mann Marcel nur wegen des Geldes geheiratet hat und ihn verabscheut. Der sich dann mit seiner nicht mehr ganz taufrischen Geliebten den Traum von einer eigenen Familie erfüllt; Shirley, Josephines Freundin, die ein Geheimnis bewahren muss, der zurückhaltende Luca, in den Josephine sich verguckt etc.
Ein buntes Kaleidoskop von Figuren und ihren Gedanken, von Siegern und Verlierern, von solchen, die aus ihren Fehlern lernen und anderen, die sich nicht belehren lassen.

Die Autorin breitet tatsächlich ein buntes Spektrum von Figuren in ihrem Roman aus, begibt sich in ihre Gedanken- und Lebenswelten. Was einerseits mit leisem Humor geschieht, andererseits aber auch mit Nachsicht und Liebenswürdigkeit. Allzu gut kann man oft die Beweggründe nachvollziehen, warum jemand nicht in der Lage ist, sein Leben zu ändern.
Andererseits ist es aber gerade dieses bunte Spektrum, was auch ein wenig verwirrt und die Geschichte ausufern lässt. Der rote Faden geht manchmal verloren zwischen all der Selbstreflektion, den vielen Gedanken der einzelnen Figuren. Es sind so viele, dass man sich nicht wirklich mit einer identifizieren kann. Und da werden absatzweise die Lebensweisheiten wiedergegeben, die ohnehin jeder kennt und die so allgemein sind, dass sie einfach nur langweilen.
Außerdem stören doch einige sehr dick aufgetragene Klischees. Ein Verleger interessiert sich für eine Geschichte, geschrieben von einer Frau, die noch nie veröffentlicht hat. Das Buch wird sofort zum Bestseller. Wie wahrscheinlich ist das!?
Das Klischee vom Zwillingsbruder Lucas, der Josephine bei einem zufälligen Treffen natürlich nicht kennt und dessen abweisendes Verhalten sie in größten Kummer stürzt, weil sie glaubt, ihr heimlicher Schwarm will nichts mehr von ihr wissen, ist doch stark abgenützt.
Hätte die Autorin auf solche Klischees verzichtet und die Geschichte um mindestens 200 Seiten gestrafft, könnte die Story vielleicht amüsant sein.
0Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. September 2011
Vorab: Ich habe die französische Version gelesen; zur Übersetzung oder Sprache kann ich daher nichts sagen.

Ein sich in langsamem Tempo entfaltender Entwicklungsroman, in dessen Zentrum Josephine steht, zu Beginn trotz ihrer historischen Expertise eine verschüchterte Hausfrau und Mutter, Typ graue Maus". Mit dem Rausschmiss ihres arbeitslosen, Trost in einer Affäre suchenden Mannes Antoine beginnt für Josephine ein neuer Lebensabschnitt. Sie muss sich durchbeißen, um sich und ihre zwei Töchter zu ernähren. Sie nimmt den Auftrag an, für ihre Schwester als Ghostwriterin zu agieren, verfasst auf diese Weise ihren ersten Roman und findet über Umwege und Intrigen zu Selbstbewusstsein, neuer Liebe und ihrer schriftstellerischen Berufung. Parallel scheitert ihr Ex-Mann Antoine an der Unfähigkeit, aus seinen Grandiositätsphantasien auf den Boden zu gelangen - und ganz praktisch an seinem Projekt einer Krokodilsfarm in Afrika.... Um Josephine schlingt sich ein komplizierter Reigen weiterer Figuren und deren Lebens- und Liebeswege: ihre schöne, eitle und unausgefüllte Schwester Iris, deren Mann, der gutmütige Workaholic Philippe; der Stiefvater und Firmenboss Marcel (genannt "Chef") mit seiner garstigen Ehefrau und pummeligen Geliebten und Sekretärin Josiane; Josephines beste Freundin Shirley mit ihrem Sohn, die "asoziale" Nachbarin Christine, und Josephines eigene Töchter, eine kindlich und anschmiegsam, eine pubertär und zickig.

Im Verlauf der ersten hundert Seiten war ich mehrfach versucht, das Buch wegzulegen. Der Sinn des Ganzen wurde mir nicht recht klar: es passiert eigentlich wenig mehr, als dass diverse Personen mit ihren jeweiligen Affären vorgestellt werden. Keine von ihnen ist wirklich ein Sympathieträger, alle sind mehr oder weniger mit Luxusproblemen behaftet, mit Ausnahme von Josephine, die ich ob ihrer Duldsamkeit und Unterwürfigkeit ab und an packen und schütteln mochte. Die Personendarstellung changiert zwischen Ironie und Ernst, mir wurde nicht wirklich deutlich, ob sich die Autorin eher über ihr Personal lustig macht (das ist mir nicht prägnant genug) oder Identifikation verlangt (das war mir nicht möglich).

Ab dem zweiten Teil nimmt der Roman nach und nach mehr Fahrt auf. Man beginnt, die Entwicklung von Josephine und die sie teils treibenden, teils von ihr getriebenen Bewegungen der anderen Figuren, ihre Intrigen und Geheimnisse mit Spannung zu verfolgen und sich zu fragen, wohin das wohl führen mag. Die Familienverwicklungen zwischen Josephine und Iris sind psychologisch raffiniert, in "Chef" und Josiane entdeckt man langsam weitere Identifikationsfiguren, mit denen man auch mal mitfiebert. Die Entwicklungen sind, wie im richtigen Leben, nicht geradlinig, sondern verschlungen und voller Rückschläge, was allerdings öfters auch Längen und Redundanz bewirkt. Am Ende ein durchaus stimmiges Porträt einer Emanzipation. Allerdings muss man eine gewisse Empathie für die Nöte der Schönen und Reichen mitbringen. Und manches finstere Geheimnis (das ich zwecks Spannungserhalt nicht verraten werde) war dann doch zu dick aufgetragen und zugleich für den Handlungsverlauf unnötig. So gleitet der Plot etwa bei den Komplikationen, die Josephines Freundin Shirley oder den neuen Geliebten Luca betreffen, stellenweise auf Groschenromanniveau ab (oder sollte auch das Ironie gewesen sein?). Und bei aller sonstigen Plausibilität: Unverständlich bleibt Josephines weiterhin demütiges Buhlen um ihre eitle Tochter Hortense, von der sie nur Verachtung erfährt. Absolut entsetzlich fand ich die Schlussszene, in der Hortense einen Fernsehauftritt hinlegt, mit dem sie ihre Mutter - nun ja, für die meisten neutralen Beobachter vermutlich öffentlich bloßstellt und erniedrigt. Nach Josephines Meinung (und offenbar auch nach derjenigen der Autorin) beweist sie hingegen doch noch auf verquere Weise ihre Liebe, rührt ihre Mutter zu Tränen und legt den Grundstein für eine neue Annäherung.

Fazit: Frauenzeitschrift trifft Literatur; das gebiert stellenweise psychologische Spannung, aber ganz ausgegoren ist die Mischung noch nicht.
0Kommentar|29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 12. September 2011
Als perfekter Frauenroman wird dieses Buch beworben und genau aus diesem Grund hätte ich es beinahe nicht gelesen, denn Frauenromane fallen einfach nicht in mein Beuteschema. Es war dann der ungewöhnliche Titel, der mich neugierig gemacht hat und die Überlegung, dass ein Buch mit über 600 Seiten nicht mit der üblichen Oberflächlichkeit vieler Romane in dem Genre aufwarten könne und ich habe mich zum Glück nicht getäuscht.

Es ist beinahe unmöglich, den Inhalt auch nur kurz anzureißen, so komplex hat Katherine Pancol die Handlung aufgebaut. Eine der Hauptpersonen ist Joséphine, unscheinbare Mutter und Hausfrau, die ihre Habilitation über das zwölfte Jahrhundert schreibt und die sich neu im Leben zurecht finden muss, nachdem ihr Mann sie wegen einer anderen Frau verlassen hat. Es geht aber auch um ihre reiche und gelangweilte Schwester Iris, die es satt hat, nur im Schatten ihres erfolgreichen Mannes zu stehen und die Jo bittet, ein Buch zu schreiben, als dessen Autorin sie auftreten will. Weitere Figuren sind die beiden heranwachsenden Töchter von Jo, ihre kaltherzige Mutter, ihr lebenslustiger Stiefvater und dessen Sekretärin und Geliebte, und viele andere Personen, die alle im Leben von Jo eine Rolle spielen.

Es fällt auf, wie lebensecht die einzelnen Figuren ausgearbeitet sind. Fast alle werden im Laufe des Buches so intensiv geschildert, dass man beinahe meint, sie persönlich zu kennen. Katherine Pancol liebt ihre Protagonisten und das spürt man fast in jedem Satz. Das Grundkonstrukt des Romans ist nicht neu und tatsächlich gar nicht so selten in Frauenromanen zu finden; eine verlassene Frau, die sich neu orientieren muss und sich auf einen langen Weg macht, um ein anderes, neues Leben zu beginnen, in dem sie gestärkt und mit neuem Selbstbewusstsein aus der Krise hervorgeht. Was das Buch von anderen unterscheidet ist die Intensität, mit der sich die Autorin ihren Figuren widmet, sind die vielen kleinen Randgeschichten, die jede Person mit sich bringt und die Sprache, die mich teilweise verzauberte.

Obwohl sich ein oder zwei Ungereimtheiten finden (z.B. müssen heutzutage keine Laborkaninchen für einen simplen Schwangerschaftstest sterben), hat mir dieser Roman sehr gut gefallen. Wer einen Frauenroman mit Anspruch sucht, findet hier einen klugen, lebendigen und zauberhaften Lesespaß. Ach - und was es mit den Krokodilen auf sich hat, verrate ich auch nicht...
11 Kommentar|29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 23. Januar 2014
Joséphine ist die Hauptfigur in Katherine Pancols Roman. Sie ist eine auf das 12. Jahrhundert spezialisierte Historikerin und Mutter der beiden heranwachsenden Töchter Hortense und Zoé. Ihr Ehemann Antoine hat sie wegen einer anderen Frau verlassen und ist mit dieser nach Afrika gegangen, um dort Krokodile zu züchten. Seit dem muss sie jeden Cent mehrfach umdrehen. Iris, Joséphines Schwester, langweilt sich dank der guten Stellung ihres Mannes durchs Leben, will immer im Mittelpunkt stehen und erzählt, um sich wichtig zu machen, sie würde an einem Roman über das 12. Jahrhundert arbeiten. Schreiben soll ihn natürlich Joséphine. Iris will ihr die Einnahmen überlassen, selbst die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen und den Erfolg einheimsen. Verschiedener als Joséphine und Iris können Schwester, wohl nicht sein. Weil Joséphine mit den Einkünften aus dem Roman die drängendsten finanziellen Probleme lösen könnte, willigt sie schließlich ein und schreibt „Die demütige Königin“. Entgegen aller Erwartungen wird der Roman ein durchschlagender Erfolg.

Katherine Pancol beginnt ihren Roman ruhig und unaufgeregt. Sukzessive werden die handelnden Personen eingeführt und das umfangreiche Beziehungsgeflecht um die Schwestern detailreich dargestellt. Sie offeriert ihren Lesern ein ganzes Füllhorn an verschiedensten Charakteren, die fast alle lebensecht beschrieben sind. Am Ende des Buches hatte ich das Gefühl gute Bekannte verlassen zu müssen. Einzig die Geschichte um die beste Freundin Joséphines empfand ich an den Haaren herbei gezogen und aus den dunkelsten Archiven der Yellow Press hervorgeholt.

Sehr gut hat mir die Entwicklung von Joséphine gefallen. Die unscheinbare, verlassene Frau wurde im Laufe des Geschehens zusehend selbstbewusster und souveräner. In gleichem Maße wurde Iris unsicherer und litt zunehmend unter ihrer ins Wanken geratenen Welt.

Nachdem sich der erste Teil des Romans gemächlich entwickelt, ist der der zweite Teil durchaus lebhafter. Längen in der Handlung gab es aus meiner Sicht nur wenige. Auch Klischees werden nicht über Gebühr strapaziert. Der Roman war flüssig geschrieben, durchweg unterhaltsam und kurzweilig. Dabei bringt die Autorin auch einige kuriose und überraschende Einfälle in ihrem Buch unter.

„Die gelben Augen der Krokodile“ ist ein komplexer Roman mit einer Vielzahl von Handlungssträngen, die am Ende aber schlüssig zusammengefügt werden. Mit einer lebendigen Sprache erzählt die Katherine Pancol diesen facettenreichen Roman, der leicht zu lesen war und nicht ins Triviale abrutscht. Für mich ist er typisch französisch. Nachdem ich mit Freude mit diesem Buch den ersten Teil der Trilogie um Josephine Cortès gelesen habe, freue ich mich auf die beiden noch folgenden Teile, die bereits bereit liegen.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 1. Mai 2016
Schwestern habens schwer, wenn eine erfolgreicher, die andere klüger oder schöner ist. Das wissen wir seit Cinderella und Frau Holle. Pancol hat das Märchen von Goldmarie und Pechmarie auf höchst amüsante Weise in die Gegenwart gesetzt. Die Schöne hat eine Schreibhemmung, die Kluge nagt am Hungertuch. Die Schöne redet sich in einen Wirbel hinein und schuldet plötzlich ihrem Verleger einen Roman, die Kluge kann ihn schreiben. Der Roman wird ein Bestseller und beide könnten gut damit leben, wäre da nicht die Eifersucht seit Kindertagen. Du, du, du, - du nimmst mir alles weg, die Liebe, die Aufmerksamkeit, ich will nicht mehr in deinem Schatten stehen.....
Wie es ausgeht, das sei hier nicht verraten, dazu sollte man das Buch lesen. Nur so viel: Die gelben Augen der Krokodile sind wachsam und warten auf ihr nächstes Opfer.....
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. August 2014
Ich hab den Büchergutscheines meines Sohnes leider für dieses grauenhaft triviale und blödsinnige Buch verschwendet. Es werden wirklich alle Klischees bedient, von Aschenputtel bis böser Mutter, zickigen Töchtern und inkognito lebenden Blaublütern, Ehemänner, die von Krokodilen aufgefressen werden... Unsinn hoch drei. Leider.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Februar 2016
Inhalt:
Im Mittelpunkt dieses Romans stehen zwei unterschiedliche Schwestern: Da ist die kluge, aber unscheinbare Josephine, die sich nach der Trennung von ihrem Mann mit Geldsorgen und den pubertierenden Töchtern rumschlagen muss. Und da ist die schöne Iris, verheiratet mit einem reichen Anwalt und stets bewundert von allen.
Iris langweilt sich in ihrem perfekten Leben und sehnt sich nach Anerkennung. Um sich interessanter zu machen, behauptet sie, ein Buch zu schreiben. Die unüberlegte Aussage stößt auf großes Interesse bei ihren Freunden und Bekannten, und schon bald interessieren sich alle für Iris' Buchprojekt. Doch Iris hat keine Ahnung, wie man ein Buch schreibt und bittet Josephine um Hilfe: Sie soll den Roman schreiben, und Iris gibt sich als Autorin aus, kümmert sich um die Vermarktung. Dafür erhält Josephine das Honorar.
Was beide nicht ahnen können: Das Buch wird zu einem Bestseller, und fortan gerät das Leben der beiden Schwestern noch mehr aus den Fugen. Besonders Josephine bereitet es zunehmend Probleme, ihre Arbeit verleugnen zu müssen ...

Meine Meinung:
Leider beginnt die eigentliche Geschichte über den Pakt der Schwestern erst so ab der Mitte des Buches, zuvor muss man sich durch so manch langweilige Passage kämpfen. Die Nebenstorys über Nachbarn, Familienmitglieder und Freunde waren gerade am Anfang etwas verwirrend und trugen auch nicht zu der Geschichte bei. Dass dem Ex-Mann von Josephine so viele Seiten gewidmet wurden, konnte ich nicht verstehen. In meinen Augen war er ein feiges "Weich-Ei", und seine Erlebnisse im Krokodilpark empfand ich trotz der gefährlichen Tiere überhaupt nicht spannend.
Sehr gut gefallen hat mir aber die Hauptstory über den Deal der Schwestern. Je mehr man Iris mit der Zeit verabscheut, umso größer wird das Mitgefühl für Josephine. Durch das Schreiben ihres Romans verändert sie sich im Laufe der Geschichte, wird mutiger und selbstbewusster. Ihre Gefühlswelt rund um ihre Beziehungsprobleme, den Clinch mit der älteren Tochter und die Vergangenheitsbewältigung wurde von der Autorin perfekt beschrieben.
Fazit: Ein schön geschriebenes Buch, leider wird man viel zu oft aus der spannenden Hauptgeschichte herausgerissen und der "rote Faden" geht dabei oftmals verloren. 3.5 Sterne.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Oktober 2013
Joséphine ist mit Antoine verheiratet. Sie führen ein zufriedenes Leben mit zwei sehr unterschiedlichen Kindern und mit Geldsorgen. Als Antoine sie wegen einer anderen Frau verlässt, wird sie wach. Sie beginnt sich für ihr Äußeres zu interessieren und konzentriert sich auf ihre beruflichen Stärken. Sie ist Expertin für das 12.Jahrhundert.

Iris, Joséphines Schwester, hat ganz andere Probleme. Sie ist mit einem erfolgreichen Anwalt verheiratet und kann das Geld mit vollen Händen ausgeben. Ihr Leben ist jedoch eine leere Hülle. Da kommt ihr die Idee, ein Buch zu veröffentlichen, mit dem sie sich endlich Anerkennung und Aufmerksamkeit sichern kann. Dieses Buch soll im 12.Jahrhundert spielen und Josephine soll es in ihrem Namen schreiben. Die beiden total unterschiedlichen Schwestern machen den Deal und das Buch wird ein riesiger Erfolg.

Das ist der Hauptstrang des Buches. Der Autorin ist es jedoch ganz ausgezeichnet gelungen, Personen in diesem Roman zu entwerfen, denen man nicht widerstehen kann: Antoine, der Glücksritter, geht nach Afrika um Krokodile zu züchten, ihr Stiefvater Marcel hat eine faszinierende Beziehung zu seiner Sekretärin Josiane, ihre Mutter Henriette versucht mit einer beispiellosen Gefühllosigkeit die Macht über die Firma und die Familie zu behalten, Zoe und Hortense, die unterschiedlichen Töchter entwickeln sich total unterschiedlich. Selbst die nur am Rande geschilderten Personen wie der Charmeur Chaval oder die nervige Madame Barthillet sprühen vor Leben.

Das Thema ist nicht neu und auch die Frau, die nach einer Trennung aufwacht, gab es schon zu Hauf in guter und schlechter Literatur. Dennoch haben diese Figuren ein überraschend frisches Eigenleben, sie wachsen einem auf den fast 600 Seiten ans Herz und ich denke die Autorin liebt jede einzelne davon.
Mich faszinierten auch die Erkenntnisse aus dem Buch: Sobald man sich selbst bewegt, setzt man auch das Leben um einen herum in Bewegung".
Das Entscheidende ist, sich am Anfang Kleider auszusuchen, die einem passen und in denen man sich wohl fühlt. Und Schritt für Schritt vergrößert man sie und lässt sie mit sich wachsen. Schritt für Schritt. Du überstürzt alles. Du hast viel zu große Pläne und überspringst all die kleinen wichtigen Details. Niemand hat auf Anhieb Erfolg, man setzt immer einen Stein auf den anderen...."
"Ehrgeiz ist eine zerstörerische Leidenschaft. Der Geizige labt sich an seinem Gold, der Wüstling an nacktem Fleisch, der Hochmütige bläht sich auf vor Stolz, aber wovon ernährt sich der gescheiterte Ehrgeizling? Ihm bleibt nichts außer sich selbst".

Und dann hat die Geschichte zum Ende hin einen schrecklichen Hänger. Hortense hat ein Verhältnis mit Mick Jagger, Shirley ist die Tochter der englischen Königin und steinreich. Und da hat sich die Autorin so bemüht uns über die vielen Seiten hinweg glaubhaft zu machen, dass Reichtum eben nicht glücklich und zufrieden macht. Doch zum Schluss gibt es Luxusurlaub und Armbänder von Cartier. Merkwürdig. Überhaupt nicht gelungen und seltsam blass im Vergleich zu den anderen Figuren ist Luca geblieben.

Die Idee mit den Krokodilen ist jedoch faszinierend und zudem brillant geschrieben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. April 2014
"Die gelben Augen der Krokodile" ist ein interessanter Titel, das Cover vielversprechend und die PR-gesteuerten Rezenssionen machten neugierg: Doch dann die Riesenenttäuschung! Die Autorin erzählt eine abgedroschene Aschenputtelstory. Wer Rosamunde Pilcher liebt, wird es vielleicht mögen? Sie setzt der Pilcher noch einen drauf und sorgt für viele unglaubwürdige Pointen und viel "Äktschän". Die Figuren sind überzeichnet und trivial. Die Autorin schafft es nicht, den Leser sprachlich in ihren Bann zu ziehen. Es ist eine Aneinanderreihung von Alltagsdramen, eingebettet in unglaubwürdigen Kurzstories. Ich bin auch in der Buchhandlug beraten worden, dieses Buch zu kaufen. Hiermit habe ich einen neuen Buchhändler... Meine persönliche Empfehlung: Sparen Sie sich das Geld. Um der Mückenschar im Sommer den Garaus zu machen, kann man sich preiswertere Abwehrmittel zulegen...
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Januar 2014
Langsam lässt die Starre nach, die mich befiel, während ich dieses enttäuschende Buch las, was ich aufgrund vieler positiver Berichte gekauft hatte und mit grosser Lust auf eine gut und prall erzählte Geschichte zu lesen begann. Was ich las, oszillierte zwischen ausgedehnter Einfallslosigkeit (z.B. das Krokodil-Ende samt Chinesen), haarsträubender Unglaubwürdigkeit (z.B. Shirleys Geschichte) und seltsam überzeichneter Entwicklung der Figuren (z.B. Hortense und ihr letzterwähnter Verehrer), ganz zu schweigen von den ermüdenden inneren Dialogen der Protagonistin Joséphine. Schade drum - dabei fängt es gut an, die Grundkonstellation klingt spannend.
Nach einigen Seiten beschlich mich ein Gefühl, das sich bis zur letzten Seite halten sollte: das hier ist doch kein Roman, sondern liest sich wie die Rohfassung eines TV-Drama-Drehbuchs, rasch zum Roman umgebeugt, samt offenem Ende. Musste nicht nur die Heldin, sondern auch Katherine Pancol ihr Buch unter dem Druck einer unbarmherzigen Deadline in aller Eile fertigschreiben? Ihre Charaktere empfinde ich jedenfalls als nicht zu Ende gedacht oder sie werden schmerzhaft und einseitig so lange ausgewalzt, bis sie keinen Hauch von Leben mehr verströmen.
Ich habe mich noch nie schriftlich über ein Buch beschwert, doch ein Roman, der so häufig die selbstgegebenen Versprechen nicht erfüllt wie "Die gelben Augen der Krokodile" verdient genau das.
"Ganz Frankreich verzaubert" haben soll dieses Buch? Mit Verlaub, das glaube ich nicht.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden