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Die geheimen Tagebücher
 
 
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Die geheimen Tagebücher [Gebundene Ausgabe]

Samuel Pepys , Volker Kriegel , Roger Willemsen , Georg Deggerich
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 411 Seiten
  • Verlag: Eichborn (Mai 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 382183742X
  • ISBN-13: 978-3821837420
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 14,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 133.694 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Samuel Pepys
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Heute gelten die Aufzeichnungen des belesenen Emporkömmlings Samuel Pepys (1633 - 1703) als "intimste Tagebücher der Weltliteratur" (Dietrich Schwanitz). Als man im Nachlass des königlichen Bediensteten sechs in Schweinsleder gebundene Journale fand, konnte man das allerdings noch nicht erahnen. Denn Pepys hatte seinen Blick durchs Schlüsselloch der britischen Gesellschaft im 17. Jahrhundert in kaum entschlüsselbarer Kurzschrift verfasst; erst 1819 konnte ein Teil der Texte entziffert werden.

Aus diesem biografischen Konglomerat eines Lebens zwischen weltmännischer Eleganz und großem intellektuellem Witz auf der einen sowie bürokratischem Arbeitsethos und speichelleckerischer Unterwürfigkeit auf der anderen Seite versammeln Die geheimen Tagebücher die schönsten Passagen. An manchen Stellen lesen sich Pepys Aufzeichnungen wie die von Thomas Mann: da etwa, wo er akribisch seine Verdauungsbeschwerden verzeichnet oder die Liste jener Damen, denen er die Hand küssen durfte. An anderen Stellen, etwa bei der Schilderung seiner Liebeleien, nehmen sich die Texte ein wenig wie die von Casanova aus. Aber eigentlich sind Die geheimen Tagebücher ein ganz eigenes, wundervolles Stück großer Literatur.

Und noch etwas ist die vorliegende Auswahl: Sie ist eine wundervolle Hommage an den wundervollen Übersetzer und Zeichner Volker Kriegel, der über Auswahl, Illustration und Neuübersetzung des Pepys'schen Werks verstarb. Roger Willemsen als Herausgeber und Robert Gernhard, Greser & Lenz, F. K. Waechter, Bernd Pfarr, Ernst Kahl und andere haben sein Projekt nun zu Ende geführt. Und das in einer rundherum gelungenen Weise. --Stefan Kellerer

Kurzbeschreibung

In einer privaten Geheimschrift abgefaßt, lagerten die zwölf Bände seiner Tagebücher über 100 Jahre ungelesen in einer Bibliothek. Erst 1818 gelang es, die Tagebücher zu entschlüsseln. Volker Kriegel hat dieses gigantische Diamantenfeld mehrfach umgegraben und für den heutigen Leser die spannendsten Stellen herausgesiebt.

Er war ein wetterwendischer Opportunist, ein Frauenjäger der dreistesten Art, ein barscher Vorgesetzter - und ein manischer Tagebuchschreiber. Samuel Pepys (1633-1703) legte in seinem Tagebüchern über alles Rechenschaft ab - über seine (manchmal mafiösen) Geschäftsmethoden im Marineamt, seine Ausschweifungen in düstren Kneipen und fremden Betten, seine Ehezwistigkeiten, seine Krankheiten, seine Speisezettel, seine Erniedrigungen, seine Selbstzweifel, seine Verdauungsstörungen. Entstanden ist so ein einzigartiges Dokument, in dem spannendstes zeitgeschichtliches Material, privateste Bemerkungen und absonderliche Ideen eine abenteuerliche, faszinierende und auch hochkomische Melange bilden.


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Samuel Pepys (ausgesprochen ,pips`) lebte von 1633 bis 1703 in London. Er wuchs als ältestes der vier überlebenden (von insgesamt 11) Kinder des Schneiders John Pepys in einfachen Verhältnissen auf. Gefördert durch einflußreiche Verwandte brachte er es dennoch zu einer beachtlichen Karriere im englischen Staatsapparat. So wurde er Staatssekretät im Marineamt, Präsident der Royal Society und Abgeordneter des englischen Unterhauses. Das allein wäre nicht so aufregend, wenn er der Nachwelt nicht ein in Geheimschrift verfaßtes, zu Lebzeiten stets unter Verschluß gehaltenes Tagebuch hinterlassen hätte. Seine 3100 Seiten langen, in sechs schweinslederne Journale gebundenen Aufzeichnungen hatte Pepys der Universität Cambridge zusammen mit seiner 3000 Bände umfassenden Bibliothek vermacht. Sie wurden 1818 entdeckt und erstmals 1825 durch den Theologiestudenten Johnathan Smith entziffert.

Die Tagebücher enthüllen eine lebendig geschriebene Autobiographie der Jahre 1659 bis 1669 und gewähren vielfältige Einblicke in privates, höfisches und politisches Leben, Literatur, Musik, Theater, Festlichkeiten und Zeitereignisse. Pepys berichtet über Katastrophen wie die Pestepidemie von 1665 und die Feuersbrunst von 1666, streift politische Ereignisse wie den 2. englisch-holländischen Krieg von 1665 bis 1667. Auch privat legt er über alles Rechenschaft ab - über seine Geschäftsmethoden im Marineamt, seine Ausschweifungen in düsteren Kneipen und fremden Betten, seine Ehezwistigkeiten, seine Erniedrigungen und Selbstzweifel, seine Speisezettel, Krankheiten und Verdauungsstörungen. Vom Autoren zeichnet sich das Bild eines klugen und allseitig interessierten Schöngeists, aber auch eines Frauenjägers der dreistesten Art und wetterwendischen Opportunisten ab. Es entstand ein einzigartiges Dokument, in dem sich zeitgeschichtliches Material, private Bemerkungen und absonderliche Ideen auf abenteuerliche, faszinierende und auch hochkomische Art vermischen. Nichtzuletzt auf Grund ihrer schonungslosen Ehrlichkeit haben die Tagebücher hohen kulturhistorischen und literarischen Wert.

Das große Interesse der englischen Leserschaft ließ Henry Benjamin Wheatley Ende des 19. Jahrhunderts eine Standardausgabe des gesamten Werks in 10 Bänden herausgeben. Die heute maßgebliche Ausgabe ist die Latham & Matthews Edition. Sie wurde zwischen 1970 und 1983 herausgegeben und umfaßt 11 Bände (inklusive Begleitband und Registerband). In deutscher Übersetzung ist das Tagebuch massiv gekürzt seit 1980 bei Reclam, Eichborn und dem Insel - Verlag in verschiedene Ausgaben erschienen. Der Wunsch, der deutschsprachigen Leserschaft einen neuen volksnäheren Blickwinkel auf Samuel Pepys vorzustellen und seinen szenischen Witz pointiert durch Cartoons zu begleiten, führte im Mai 2004 zur Herausgabe einer 416 seitigen illustrierten Ausgabe der ,Geheimen Tagebücher`. Gemeinsame Herausgeber sind der leider im Juni 2003 verstorbene berühmte Jazzgitarrist (spielte u.a. im United Jazz & Rock Ensemble mit) und Cartoonist Volker Kriegel sowie der bekannte Autor und Literaturkritiker Roger Willemsen.

Roger Willemsens naturgemäß subjektive Auswahl hieraus wiederum hat der schweizerische Verlag Kein & Aber Records 2005 in das vorliegende aus 2 CDs bestehende Hörbuch umgesetzt. Daß die Auswahl aus einer Auswahl auf Kosten der Vollständigkeit geht, liegt auf der Hand. Die bereits in der Buchausgabe massiv gekürzten 10 Jahre pralles Londoner Leben schrumpfen beim Hörbuch nun weiter auf eine 2 - stündige Audioversion. Die Auslese konzentriert sich auf das Alltagsleben, die Pest im Jahre 1665, den Brand Londons von 1666 und Pepys wechselhaftes Liebesleben. Auch wenn Roger Willemsen als Sprecher nicht an Rufus Beck heranreicht, hat er die Tagebuchauswahl sehr einfühlsam und ordentlich eingelesen. Lediglich bei den von ihm engagiert vorgetragenen erotischen Passagen, die Pepys über seine ja schon nicht verständliche Kurzschrift hinaus in einer Art Geheimsprache mit französischen, italienischen und spanischen Worten zusätzlich zu verschleiern trachtete, hätte man Willemsen gerne noch einen Kurzkurs in richtiger spanischer Aussprache gegönnt. Den gleichwohl positiven Gesamteindruck des Hörbuches runden ein überaus instruktives 27 - seitiges von Roger Willemsen verfaßtes Booklet und lustige Zeichnungen von Volker Kriegel, Hans Traxler und F. K. Waechter ab.

Fazit: Ein amüsantes, mitunter deftiges, in jedem Falle aber lehrreiches Hörbuch eines Autoren Mitte des 17. Jahrhunderts, der Hörer/Hörerin nicht nur am Zeitgeschehen, sondern offen an all seinen menschlichen Schwächen teilhaben läßt. Wem die zwei Hörstunden nicht genug sind, mag sie als Vorgeschmack der Lektüre umfangreicherer Tagebuchteile genießen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von RockBrasiliano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
ins London des 17. Jahrhunderts, den uns Samuel Pepys, ein hoher Beamter bei der königlichen Flotte seiner Zeit, hier ermöglicht. Das Interessante ist, dass hier jemand scheinbar ohne jegliche literarische Ambition täglich etwas aus seinem Leben erzählt und dabei nicht versucht, sich in irgendeiner Form zu stilisieren, eben anders darzustellen, als er wirklich ist. Inwieweit so etwas tatsächlich gelingen kann, ist natürlich wieder eine ganz andere Frage. Hier allerdings gibt es eine ganz aussergewöhnliche Quelle zu lesen, an einem Punkt, an dem sich Geschichte und Alltagsleben (der Oberschicht) überschneiden, denn Samuel Pepys berichtet in seinen Tagebüchern von beidem. Das war für die damalige Zeit überhaupt eine ganz ungewöhnliche Sache. Entsprechend spannend sind die Tagebücher, sie berichten aus einer Zeit großer Umwälzungen in der Politik Englands, der Zeit der Pest und dem großen Brand von London im Jahre 1666. Die persönliche Befindlichkeit des Verfassers bleibt dabei nie außen vor und das ist natürlich interessant, wenn man da mal ein klein wenig Mäuschen spielen darf. Das Buch hat auch seine komischen Seiten, wenn etwa über die Besucher von Theaterstücken hergezogen wird, langweilige Predigten Erwähnung finden oder natürlich auch die persönliche Eitelkeit des Autors mit seiner Perücke oder Gemäldesitzungen. Es ist ein Mensch, der teils erstaunlich modern wirkt, etwa wenn er (allerdings nicht immer erfolgreich) sein Leben nach ökonomischen Gesichtspunkten einzurichten (Z.B. nimmt er sich vor, nach dem Aufwachen nicht länger als 15 Minuten im Bett liegen zu bleiben), andererseits aber auch ein Mensch anderer Zeiten, der vor Grausamkeiten nicht zurückschreckt. Er liebt das Essen, die Trinkerei und das Theater und äußert sich fachkundig zu einer Vielzahl von Themen, die damals aktuell waren. Die Tagebucheinträge, die hier in einer Auswahl (es sind im Originaltext etwa 3100 Seiten) erschienen sind, vermitteln sicher eine gute Übersicht und lassen auch manche Entwicklungen mitverfolgen, etwa wenn es um seine amourösen (nicht immer sehr sympathischen) Abenteuer geht. Man kann sich wirklich an diesem Buch festlesen, so spannend ist dieser Bilderbogen aus dem 17. Jahrhundert.
Diese Ausgabe ist zusätzlich illustriert von Zeichnern, die wohl im weitesten Sinne aus dem Titanic-Umfeld stammen, jede Zeichnung von einem anderen. Ich finde diese Idee nicht so gut, da die Bilder teilweise etwas nichtssagend sind und eigentlich auch gänzlich verzichtbar. Was ich gut gefunden hätte, wäre wenn Ernst Kahl alle Bilder gemalt hätte, aber das ist eine persönliche Meinung :).
Sehr gut finde ich an dieser Ausgabe auch noch die Anmerkungen, die manche Zusammenhänge ein bisschen erläutern, und auch die "geheimsprachlichen" Textteile übersetzen, sowie das sehr erhellende Nachwort von Roger Willemsen.
Ein sehr spannendes und interessantes Buch, nicht nur für alle, die sich für vergangene Zeiten interessieren.
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von G. Bogner VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren führen die Tagebuchaufzeichnungen von Samuel Pepys, einem hochgestellten Beamten des Flottenamtes, durch die Jahre 1660 -69. Er berichtet sowohl über die Nichtigkeiten des Alltags, wie auch über geschichtlich bekannte Ereignisse wie den großen Brand und die Pest.

Es ist ein ausgefallenes Buch, das im Stil von Tagebucheintragungen gehalten ist, da es sich ja um die tatsächlichen Aufzeichnungen eines realen Menschen handelt. Trotz, oder gerade wegen dieses ungewöhnlichen Stils ist es sehr unterhaltsam und leicht lesbar. Mir hat es sehr gut gefallen, einzig die Zeichnungen fand ich nicht so gut und eigentlich total überflüssig.

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