Jeder neue Roman von Judith Lennox hat auf mich eine magische Anziehungskraft. Schön dick, wunderbar unterhaltsam. Eine Autorin, die eigentlich nie enttäuscht.Liebes- und Familiengeschichten vorrangig angesiedelt in England. Gut zu lesen, ohne zu seicht zu werden. Problembewusst, aber nicht problematisch. Keine heile Welt, aber irgendwie wird immer alles gut. Romane zum Versinken. So auch die Geschichte von Thomasine, die in der ostenglischen Fen - Landschaft aufwächst, nach dem ersten Weltkrieg als Tänzerin nach Paris geht und dort Nicolas,den Sohn der Familie, der der meiste Grundbesitz in ihrem Heimatdorf gehört, heiratet. Das diese Ehe nicht gut gehen kann, ahnt man natürlich, denn da gibt es ja auch noch Daniel, den Sohn des Dorfschmiedes.... Das hört sich alles nach Liebesschmalz an, ist aber einfach gut und spannend verpackt und bietet somit das, was für mich beim Lesen vorrangig ist: wunderbare Entspannung. Einen Stern Abzug bekommt das Buch allerdings für die Ausstattung. Lennox ist es durchaus wert gebunden gekauft zu werden, warum muss es also so ein Zwischending zwischen Taschenbuch und Hardcover sein?