Ein flüssig zu lesender Roman über Mary, eine Frau, die ihre 5jährige Tochter durch eine Krankheit verloren hat und sich, zunächst widerstrebend, einem Strickkreis anschließt, mit dem es, wie sich nach und nach herausstellt, eine besondere Bewandtnis hat. Im Verlauf des Buches wird der Verlust in einen größeren Zusammenhang gestellt, innerhalb dessen das Verhältnis Marys zu ihrem Mann, zu ihrer Mutter und Freundinnen beleuchtet wird. Mary lernt durch die mechanische Tätigkeit des Strickens, über Unaussprechliches zu reden und sich auch für Schicksale anderer wieder zu öffnen. Ein interessanter Ansatz, der ansprechend umgesetzt wird; allerdings wirkten auf mich die Vielzahl der Katastrophen nach einer Weile doch etwas überwältigend, daher ein Stern Abzug. Trotzdem beschreibt das Buch, soweit ich das beurteilen kann, treffend und eindringlich die Gefühlslage von Mary und ist in jedem Fall lesenswert.