Ehrlich gesagt, hat mich das Buch enttäuscht. Es erhebt ja immerhin den hohen Anspruch die Wahrheit über Stuttgart 21 endlich verbreiten zu wollen. Was aber tatsächlich bei Stuttgart 21 geschieht bleibt aber im Dunkeln. So ergibt sich der Autor eher in einer Art Ideologie, die man im vermutlich zu wohlstandsverwöhnten Deutschland in den letzten Jahren allzu oft findet. Die Regierung handelt grundsätzlich gegen sein" Volk, die Industrie arbeitet dabei wahlweise der Regierung oder die Regierung der Industrie zu. Es geht nur um Macht und die dazu notwendigen Spielchen. Alles wird in Hinterzimmern ausgeklüngelt. Ja, die bösen Politiker...und das feine, reine, unschuldige, missbrauchte Volk.
Auf die Idee, dass ein Landespolitiker oder gar ein Kommunalpolitiker sich tatsächlich Gedanken macht was er für (s)eine Region tun kann und wie es dort weiter geht, auf diese Idee kommt der Autor nicht. Warum auch, es würde nicht in die Denkweise der Stuttgarter Wutbürger passen.
Haarsträubend sind aber vor allem die Schlüsse des Autors, die er hier und da zieht. Sie sind weder fachlich, noch sachlich untermauert bzw. zumeist einfach (belegbar) falsch. Da schließt sich der Kreis dann wieder zur Ideologie bzw. einer rein persönlichen Meinung.
Der Titel in dem die Wahrheit schon gefunden wurde ist weit verfehlt. Richtig wäre der Titel: Meine Meinung über Stuttgart 21...
Immerhin ist das Buch sprachlich schön zu lesen, trotzdem nur einen Stern, denn bereits Wikipedia Artikel vebreiten mehr Wahrheit über Stuttgart 21, als dieser Roman".