Inhalt:
Bertie Arkwright, ein von der Damenwelt bewunderter Abenteurer, begibt sich auf eine gefahrvolle Rundreise zu den Salomoninseln und wird dort mit der Brutalität zwischen den Weißen und den Ureinwohnern konfrontiert...
Die als Abenteuergeschichte verfasste Erzählung spielt, so kann ich nur vermuten, zur Zeit des Kolonialismus. Den eher ängstlichen Bertie Arkwright zieht es in die gefahrvollen Gewässer der Salomoninseln, wo er hautnah erlebt, wie die Weißen die Ureinwohner der Inseln unter zwielichtigen Umständen ,ertrinken` lassen, ganz gleich aus welchen Gründen sie vorher an Bord der Segelschiffe gelangt sind . An Land erlebt er die nicht mindere Brutalität zwischen Schwarz und Weiß.
Dem Leser erschließt sich nicht eindeutig, wann es sich bei den Schilderungen um reines Seemannsgarn handelt und wann auf vom Autor recherchierte Tatsachen, die einen Spannungsaufbau erzeugen soll.
Der Leser wird mit Schilderungen über Kanibalismus, Schrumpfköpfe, Aufstände und Piraterie konfrontiert. Sprachlich befindet sich der Autor Jack London durch die Verwendung von Nigger", Säuberung" und Rassebegriffen meiner Meinung nach im Grenzbereich. Aus heutiger Sicht kann man dieses Buch nur kritisch bewerten und muss es in den Kontext zur historischen Epoche setzen, in der es verfasst wurde bzw. in der die Handlung spielt.
Fazit:
Das Buch sollte offensichtlich darlegen, wie grausam und gefährlich ein Aufenthalt auf den Gewässern des Pazifiks und den Salomonischen Inseln ist. Man kann durchaus Jack London unterstellen, dass er mit dieser Erzählung aufrütteln und aufmerksam machen wollte.
Dementsprechend fällt es schwer Sterne zu vergeben. Die scheinbare Spannung lebt vom Gemetzele zwischen Schwarz und Weiß.