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Produktinformation
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Denn obwohl reiseerfahren und abenteuerlustig, macht Indien Esther zu schaffen: zu heiß, zu laut, zu viele Menschen. Zugeben würde Esther so etwas natürlich nie. Schon gar nicht vor ihrer neuen Reisebekanntschaft Coral, einem australischen Hippie-Mädchen, das auf mysteriöse Weise immer wieder ihren Weg kreuzt. Gemma scheint sich blendend mit Coral zu verstehen -- so gut, dass Esther sich wie ausgeschlossen fühlt. Überhaupt verändert sich Gemma: Indien macht einen neuen Menschen aus ihr. Als sie ernsthaft krank wird, weigert sich Gemma sogar, mit Esther nach Delhi zurückzufahren. Wutentbrannt reist Esther alleine ab. Als sie später reumütig nach ihrer Freundin sucht, findet sie nur einen verbrannten Leichnam mit Gemmas Ring am Finger. Was ist passiert?
Das Grundthema des Buches -- zwei gegensätzliche Frauen, die eine scheinbar wundervolle Freundschaft verbindet -- kennen viele aus eigener Erfahrung. In ihrem Debütroman Die fremde Freundin spielt Katy Gardner, Indien-erfahrene Anthropologin, mit einer Variation des Themas: Was wäre, wenn sich die Machtverteilung innerhalb der Freundschaft ändert? Wer ist wirklich der Starke, wer der Schwache? Vor exotischer Kulisse treibt Gardner das Gedankenspiel unerbittlich voran, hält den Leser im Spannungssog bis zum überraschenden Ende. Ein Roman, der durchaus mit Alex Garlands Bestseller Der Strand verglichen werden darf -- und eine Autorin, von der wir hoffentlich noch mehr zu lesen bekommen. --Beate Strobel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Ein interessanter Aspekt des Buches beschäftigt sich kritisch mit dem Anspruch vieler 'Backpacker', sich von den 'normalen Touristen' positiv abzusetzen und daher höhnisch auf diese herabblicken zu können.
Vielleicht ist 'die fremde Freundin' daher vor allem vor solche Leser zu empfehlen, die selbst schon Erfahrungen mit Individual-Reisen gemacht haben, und sich dadurch besonders gut mit den Figuren identifizieren können.
Doch in erster Linie ist es ein spannender Krimi, der die Frage nach dem Verschwinden von 'Gemma' in Indien zum Thema hat. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Gemmas Freundin 'Esther', die sich Anfangs noch viel auf ihre bisherige Reiseerfahrung einbildet, aber schnell merkt, dass sie sich in vielfacher Hinsicht geirrt hat...
Katy Gardner schreibt in einer angenehmen, persönlichen und daher leicht verständlichen Sprache. Dabei bleibt sie stets nachdenklich und liefert viele kluge Einsichten, ohne am Ende dem Leser Ihre Ansichten aufzudrängen.
Das Ende des Buches löst zugleich vieles auf, lässt aber auch Raum für eigenes Weiterdenken. Mehr kann ich von einem Buch nicht erwarten, daher natürlich volle 5 Sterne!
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