Die erste, Berthe „au grand pied" war die Mutter Karls des Großen, und hatte beträchtlichem Einfluß auf ihren Sohn. Die letzte, Marie Antoinette, endete 1793 auf dem Schafott ... dazwischen werden auf mehr als 300 Seiten die Lebensläufe der französischen Königinnen zwischen 750 und 1789 beschrieben. Um politische Allianzen zu sichern oder neue zu begründen, wurden sie oftmals schon im Kindesalter verheiratet. Ihre wichtigste Aufgabe war, den Erben für den Thron zu gebären. Häufige Schwangerschaften bezahlten etliche mit einem frühen Tod. Blieben sie kinderlos oder bekamen nur Töchter, wurden sie verstoßen oder im schlimmsten Fall ermordet, um einer Nachfolgerin Platz zu machen. Sie konnten aber auch großen Einfluß erringen, wenn sie für einen minderjährigen Sohn die Regentschaft führten - Blanche von Kastilien, Catherine de Medici und Anne d'Autriche sind nur drei Beispiele. Aus Liebe heirateten die wenigsten, und viele mußten die Mätressen ihres Mannes zumindest dulden. Das Buch ist nicht nur informativ, sondern auch so unterhaltend geschrieben, daß ich es in einem Zug gelesen habe. Wer gern Bücher über „Royals" liest, sollte dieses nicht auslassen!