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Produktinformation
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So poetisch beginnt das Buch, mit einer eindrücklichen Beschreibung von Mankells eigenen Reisen zum nördlichen Ufer des Ljusnan 1955 und 1972 (die erste noch in der kindlichen Phantasie), und doch so platt zugleich. Denn unter diesem Mantel dichterischer Worte findet sich zunächst eine simple Botschaft, die das Offene lyrischer Sprache Lügen straft: In Afrika habe ich etwas entdeckt, das eigentlich keine Entdeckung sein sollte, schreibt Mankell: Die Hautfarbe, die Sprachen, die Art, wie wir Götter anbeten und unser Frühstück machen, Dummheiten betrachten und Kunst machen: Alle Menschen sind verwandt. Wir gehören zur selben Familie. Und tatsächlich: Eine Entdeckung ist das nicht.
25 Jahre hat Mankell, der neben seinen Krimis rund um den melancholischen Kommissar Wallander immer wieder auch über seine zweite große Leidenschaft -- Afrika -- geschrieben hat, nach eigenen Angaben an den Texten von Die flüsternden Seelen gearbeitet. Wer die Anfangsepisoden liest, möchte das gar nicht so recht glauben. Aber dann legt der Text langsam den Mantel der Banalität ab, weil Mankell später ganz auf das vertraut, was er am besten kann: aufs Erzählen. Von Felisberto mit dem unbezwingbaren Lächeln etwa, von der Arbeit als Diener im Kolonialismus und von der Unterdrückung eines ganzen Kontinents. Dann weiten sich Die flüsternden Seelen doch noch zu einem grandios komponierten Panorama, das über die Geschichte Afrikas ebenso viel wie über die einzelnen Menschen zu berichten weiß.
Wer gewissermaßen mit kindlicher Phantasie nach Afrika reisen will, dem sei Die flüsternden Seelen unbedingt ans Herz gelegt. Denn es gibt dann doch noch wirklich viel zu entdecken in dem Buch, dessen Anfang man vielleicht einfach überblättern sollte. -- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mankells bester und dichtester Afrika-Roman -eine Geschichte über die Zerstörungskraft des Kolonialismus,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Die flüsternden Seelen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Henning Mankell hat nach eigenen Angaben in der Vorbemerkung zu diesem absolut bemerkenswerten Buch über 25 Jahren an diesem Werk geschrieben, und er hält die lange Zeit für eine der Erklärungen, warum dieser beeindruckende und bewegende Roman über die Zerstörungskraft des Kolonialismus so kurz werden konnte. Auf ca. 260 Seiten schildert Mankell in diesem, in Schweden schon 1998 erschienenen Roman, die Geschichte einiger Menschen, Schwarze und Weiße, die durch ihr Lebensschicksal miteinander verbunden sind.Der weiße Siedler Dom Estefano und seine Frau Elvira, ihr langjähriger Diener Felisberto, der zeitweise auch der Liebhaber von Elvira ist, Felisbertos Familie in dem Dorf, in das er während der Revolution zurückkehrt, aber auch die jeweiligen Vorgeschichten der beschriebenen Romanfiguren. Mankell erzählt in einer sensiblen, poetischen Sprache, die erfüllt ist von dem unsäglichen Leid und der unbeschreiblichen Schönheit Afrikas, der Liebe zu diesem Land und seinen Menschen, aber auch von dem Wissen um die Zerstörung, die der Kolonialismus und der Rassismus an den Seelen von Weißen und Schwarzen verübt hat. Und es gelingt ihm tatsächlich, auf knappem Raum mit den Lebensgeschichten seiner Figuren so etwas zu formulieren wie eine Kolonialgeschichte Afrikas, die gleichzeitig so etwas ist wie eine Psychohistorie von Afrikas Seele. Eine Seele, die nicht auszurotten ist, die weiterlebt, und die in diesem Buch die Stimme von Samima hat, einer längst verstorbenen, alten, weisen Frau, die für das Leben der Schwarzen eine fast religiöse Bedeutung hat. An einer Stelle beschreibt Mankell Samimas Wahrnehmung und fasst damit zusammen, was ihn selbst bewegt: "Durch Samina strömte ein rasender Strom von Schmerz. Sie dachte an all das Unrecht, das ihren Kontinent und ihr Land so unbegreiflichen Qualen ausgesetzt hatte. Die Muskeln spannten sich unter ihrer mageren Haut, wo die Adern wie Fahrwasser auftauchten, die sie in die Tiefe der Erinnerung führte, die sie mit allen anderen teilte, die Erinnerung an den geschundenen Kontinent, auf dem sie gelebt hatte. Aus der Erinnerung, die eigentlich eine Landschaft war, holte sie Bilder, auf denen verzweifelte Sklavenkarawanen vorbeizogen. Sie sah die ersten weißen Männer ankommen und wie sie begannen ihre Pest und ihren Tod und ihre Gier um sich her zu verbreiten. Sie sah ihren Kontinent, wie er war, ein verletzter Büffel, der sich ständig, unaufhörlich aufs neuen wieder erhob, sich hartnäckig weigerte zu sterben. Und Samima dachte, das Geheimnis sei einfach, daß Afrika immer des schwarzen Mannes Last und des weißen Mannes Rettung gewesen war. In all den Jahren, die sie gelebt hatte, hatte sie diese Horden von Weißen gesehen, die aus allen Richtungen gekommen waren, mit ihren Traktaten und Schnurrbärten, mit ihrer Gier und ihren Göttern und Kassenbüchern. Sie hatten getötet und gewütet, und obwohl jetzt andere Zeiten waren, hatten sie die Erde mit ihren Untieren vergiftet." Die Gegenwart des Buches spielt in der Hafenstadt eines afrikanischen Landes, wenige Wochen bevor diese Stadt als letzte Bastion der Weißen von den revolutionären schwarzen Aufständischen eingenommen wird. Die einfachen Menschen wie Felisberto vertrauen darauf, daß die Revolutionäre schon wissen, was für die Menschen gut ist und träumen von einem Leben im Paradies. In einem Gespräch mit der Eisverkäuferin Lekula sagt er: "Freiheit muß bedeuten, daß niemand mehr zu arbeiten braucht." Doch Lekula ist realistisch: "Für solche wie uns, ist es trotz allem das wichtigste zu wissen, wann wir jubeln und wann wir nicht jubeln sollen. Das ist eine alte Wahrheit, die sich nie ändern wird." Henning Mankell neues, in Wahrheit schon 8 Jahre altes Buch, ist ein wunderbares Stück Poesie zu einem traurigen Thema. Afrika, wo Mankell seit Jahrzehnten die Hälfte des Jahres verbringt, lässt ihn einfach nicht los, und je älter er wird, desto zorniger wird. In "Kennedys Hirn", einem vor zwei Jahren erschienenen Roman wird das ganz deutlich. Es empfiehlt sich, beide Romane nacheinander zu lesen. Dieses Buch jedenfalls ist Mankells bester und dichtester Afrikaroman. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein guter Afrika-Roman,
Von Sebastian Ottmann "http://blog.consilia-sozia... (Hersbruck) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die flüsternden Seelen: Roman (Taschenbuch)
Henning Mankell wurde vor allem durch seine Krimis rund um Kommissar Wallander bekannt. In letzter Zeit handeln seine Bücher immer mehr von seinem Lieblingsland Afrika. Nun ist ,laut Verlag, das persönlichste Afrika Buch von Mankell erschienen: 'Die flüsternden Seelen'. Felisberto, ein alter Afrikaner, sitz an einem Feuer und erzählt von seiner weit verzweigten Familie. Über Zeca, dem Hinkenden, der einen Pfeil schmieden kann mit dem man den Teufel töten kann, aber auch über die alte Stammesmutter Samiar, deren Geist immer noch über allen weht. Aber er erzählt nicht nur von Afrikanern, sondern auch von weißen Menschen, bei denen er als Diener gearbeitet hat.Dass dieser Roman ein sehr persönlicher ist, zeigt sich schon daran, dass Mankell durchgehend aus der Ich-Perspektive schreibt. Zwischen den Zeilen kann man auch immer wieder die Liebe Mankells zu diesem Land lesen, indem man seinen detailgenauen Erzählungen folgt.Mankell schreibt über den Tod, über die Toten, die mit ihren Seelen immer unter den noch Lebenden verweilen, aber auch über die Kolonalisierung in Afrika und die Weißen Menschen, die ins Land kamen. Auch wenn dieser Mankell-Roman interessant geschrieben ist, zieht er sich an manchen Stellen etwas hin und kann nicht so sehr begeistern wie zum Beispiel 'Der Chronist der Winde'. Alles in allem eine gute Leistung, die Mankell mit diesem Roman abgeliefert. Er ist nicht nur für Mankell- und Afrika-Fans absolut lesenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Geschichten aus Mosambik,
Von Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die flüsternden Seelen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Tod ist in Mosambik, wo ca. 20 Jahre lang Bürgerkrieg herrschte, allgegenwärtig. Allerdings zeigt er meist ein anderes Gesicht als in Mankells gewalttätigen, kalten Nordkrimis. Seit Jahren verbringt der Schriftsteller viel Zeit in seiner Wahlheimat Maputo, der Hauptstadt Mosambiks. Etliche Bücher, die den afrikanischen Kontinent und seine Menschen zum Thema haben, hat er bereits geschrieben. Auch dieses ist nicht neu, erscheint aber zum ersten Mal in deutscher Sprache.Virtuos vermischt er Tradition und Moderne, Vergangenheit und Gegenwart. Er beschreibt die bittere Realität von Menschen, die meist nicht lesen und schreiben können, aber über einen reichen Schatz von mündlich überlieferten, magischen und schicksalsschweren Geschichten verfügen. So flüchten sie sich oft und gerne in Träume, wenn die Realität in einem der ärmsten Länder der Welt unerträglich wird. Der Roman ist denn auch eher eine Ansammlung von locker verknüpften Kurzgeschichten geworden, die uns auf den dunklen Kontinent mitnehmen. Mankell geht mit uns im Geiste auf eine Reise, die viele von uns in der Realität vermutlich nicht wagen würden. Er ist ein guter Reiseführer. Mankell-Krimi-Fans seien aber gewarnt - in Afrika scheint Mankell ein ganz anderer zu sein. Diese Geschichten haben einen anderen Herzschlag und folgen anderen Wegen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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