Trotz relativ weniger Seiten (ca. 230) ein etwas langatmiger Krimi. Die früheren Bücher von Patricia Carlon haben mich wesentlich mehr gefesselt. Manchmal war es doch ziemlich viel "wenn" und "aber" oder "vielleicht" bzw. "im Fall, daß...". Das Strickmuster der Krimis von Patricia Carlon ist immer ähnlich (ein Mörder, der sich überlegt, was passieren könnte, wenn der oder die sein Tun entdecken und ein potentielles weiteres Opfer, das in genau demselben Schema denkt und handelt). Noch einige Figuren drumherum postiert und fertig ist "der Fall". Nur daß er sich hier fast im Grunde genommen nur in einem Haus bzw. einer Wohnung abspielt. Die Denk- und Handelmuster aller Beteiligten fand ich zeitweise etwas undurchsichtig. Es wurde einfach zu viel in alle Denkprozesse hinein"gepfropft". Dadurch wurde der Handlungsverlauf zu komprimiert und letzten Endes recht schwer zu lesen.