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Die fetten Jahre sind vorbei

Daniel Brühl , Julia Jentsch    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,52 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher immer versandkostenfrei). Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg, Burghart Klaußner, Peer Martiny
  • Komponist: Andreas Wodraschke
  • Künstler: Sabine Holtgreve, Stefan Soltau, Silvia Pernegger, Dirk Oetelshoven, Hans Weingartner, Matthias Schellenberg, Christian M. Goldbeck, Karsten Aurich, Silke Koch, Georg Steinert, Daniela Knapp, Antonin Svoboda, Katharina Held, Suse Marquardt
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 8. August 2005
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 127 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0008ENMTY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.916 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

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Mit Die fetten Jahre sind vorbei brachte Regisseur Hans Weingartner die Politik zurück in den deutschen Film. Im Zentrum seiner Geschichte stehen die drei Klein-Revolutionäre Jan, Peter und Jule (Daniel Brühl, Stipe Erceg und Julia Jentsch), die mit lustigen Einbrecher-Streichen in Bonzen-Villen die Hausbesitzer verunsichern wollen. Als der verfrüht heimkehrende Geschäftsmann Hardenberg (Burkhart Klaußner) sie bei einer „Aktion“ überrascht, wird er kurzerhand gekidnappt und in eine abgelegene Alpenhütte abtransportiert.

Hier beginnt das eigentliche Herzstück des Films, denn genau genommen ist Die fetten Jahre sind vorbei ein Diskurs-Film: Hier trifft Idealist auf Realist, Jung-Revoluzzer auf Alt-68er, Systemkritik auf Angepasstheit – und über jeder Debatte hängt die Frage: Wer hat jetzt eigentlich „recht“? Eine Frage, die kaum zu beantworten ist, und Weingartner ist (trotz einer nicht zu leugnenden Sympathie für seine jungen Systemfeinde) klug genug, das auch nicht zu versuchen. Intelligent und fair betrachtet er stets beide Seiten der Medaille, lässt jedem guten Argument ein nicht weniger überzeugendes „Ja, aber …“ folgen, und leistet so weit mehr, als „nur“ einen politischen Film zu machen. Die fetten Jahre sind vorbei ist gleichermaßen gesellschaftliche Bestandsaufnahme, Verarbeitung der 68er-Vergangenheit, Hinterfragung der Sinnhaftigkeit politischen Widerstands in einer entpolitisierten Zeit – und letztlich doch eine Kampfansage ans Dasitzen und Nichtstun. Mit einem provokativen Ende sorgt Weingartner dafür, dass sein Film für den Zuschauer auch nach dem Abspann weitergeht – in der persönlichen Auseinandersetzung darüber, wie man das Gesehene (und Gehörte) jetzt eigentlich versteht und bewertet. Die fetten Jahre sind vorbei zwingt seine Zuschauer dazu, nicht nur eine Meinung zu beziehen, sondern über diese auch genau nachzudenken. Und das hat im deutschen Film wirklich lange keiner mehr geschafft. -- Frank-Michael Helmke

Produktbeschreibungen

Universum Film Die fetten Jahre sind vorbei, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 04.08.05

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Idealistenstreifen vom Feinsten 4. März 2006
Format:DVD
Wie schon erwähnt, bricht eine Gruppe von jungen Leuten in Villen ein und verrücken die Möbel, ohne jedoch irgend etwas zu stehlen.
Das Ganze soll die Bonzen unserer Zeit verunsichern,sie in ihrer selbstherrlichen Sicherheit erschüttern und wenn möglich Anstoß zu
einer ganzen Bewegung like 68er sein.
So der Gedankengang der einen Seite, die Seite der Revoluzzer. Diese werden von Daniel Brühl, Stipe Erceg und Julia Jentsch auf erfrischende Art
und Weise sehr natürlich und in keiner Sekunde aufgesetzt gespielt.
Während eines "Möbelrückenanschlags" werden sie von Hardenberg, einem reichen Bonzen überrascht und kidnappen ihn. In einer planlosen Flucht geht
es in die Berge... und dort beginnt erst der eigentlich beeindruckende Teil des Films.
Auf engstem Raum kommen sich beide Seiten näher. Auf der einen Seite die Revoluzzer... auf der anderen die der Bonzen. Beide argumentieren in wirklich tollen
Dialogen Themen, die wie aus der 68er Bewegung importiert scheinen.
Am Anfang noch voreingenommen durch die eigene Einstellung weichen die Vorstellung über die andere Seite scheinbar langsam aber sich auf...
Ich kann diesen Film von ganzem Herzen empfehlen. Anspruchsvoll, einfühlsam, nachdenklich... ein rundum gelungener Film.
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ganz andere Geschichte als 'Hair', aber gut. 28. September 2006
Von Zara
Format:DVD
Ich fange mal direkt ohne Einleitung an zu schreiben:

Viele der anderen Rezesionen kritisieren, das der Film eine erneute 60er Jahre Bewegung darstellen soll und das sich das doch langsam aendern soll.

Ich habe den Film nicht als Aufforderung zu einer zweiten 'Hippie-Bewegung' aufgefasst, sondern eher als einen Apell an unser Gewissen. Ich denke der Film sollte hauptsaechlich zum Nachdenken anregen und noch besser zu darauffolgenden Taten.

Die Geschichte, die hier ja nun schon einige Male erlaeutert wurde ist gut durchdacht, interessant und ungewoehnlich.

Ich kann nicht sagen, das ich sie zwischendurch langweilig fand, es war eben kein amerikanischer Actionfilm, sondern ein Film fuer die Nachdenklichen unter uns.

Die drei Hauptfiguren haben Ideale und stehen ihren Mann/ ihre Frau in der heutigen Welt, in der scheinbar jeder eine vollstaendige Ignoranz gegenueber dem anderen entwickelt hat. Sie versuchen auszubrechen, aus dem oft egoistischen Alltag des 21. Jahrhunderts und stellen fest, das es kaum noch moeglich ist in dieser Zeit wirklich etwas zu veraendern.

In einem Gespraech sagt Jule, das einfach alles schon einmal da gewesen ist. Die sechziger Jahre mit ihren Rebellen, Demonstrationen fuer und gegen alle moeglichen Dinge und das es so scheint, als wuerde heute all dies nur noch kopiert werden (wie das es Trend ist Chee Guevara- T-Shirts zu tragen) und gleichzeitig, als wuerde nichts mehr zu etwas fuehren.

Eine Loesung zu diesem Problem finden die drei nicht, aber vielleicht ist das auch gar nicht notwendig. Vielleicht reicht es, wenn sie (mit diesem Film) ein paar Menschen zum Nachdenken angeregt haben.
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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hier geht es nicht ums Wachrütteln... 10. Februar 2006
Von Ein Kunde
Format:DVD
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Warum es allerdings zeitverschwenderisch sein sollte, sich seine Gedanken über ein Thema wie Kapitalismus oder soziale Ungerechtigkeiten zu machen, das müsste man mir mal genauer erklären. Und dass ein Mercedes, eine Berghütte oder gar Verständnis (man stelle sich das mal vor!) schon als Klischees abgetan werden (wie es in einer der vorherigen Rezensionen heißt), stimmt mich sehr nachdenklich.
Wer solche Dinge sagt oder schreibt, dem merkt man an, dass er nur die eine Seite der Medaille kennt. Um wirkliche sozialen Ungerechtigkeiten zu erleben, müsste man eben mal über den Tellerrand hinausschauen, das heißt raus aus seinem sicheren Zuhause in die weite Welt. Dann muss man sich vielleicht auch nicht mehr für solche "dummen Gedanken" rechtfertigen, die unser gesellschaftliches System anbelangen.
Ich denke, dass es in diesem Film nicht um irgendwelche Methoden zur Weltverbesserung geht, es geht auch nicht darum, die Hauptdarsteller mit historischen Revolutionären zu vergleichen oder zwichen Gut und Böse zu unterscheiden. Es geht meiner Meinung nach einzig und allein darum, zu überlegen, ob die Welt, auf die wir zusteuern, wirklich so schön sein wird wie wir uns das vorstellen.
Ich finde, dass die Darsteller mit ihren Ansichten und Ideologien sehr überzeugend wirken und halte auch ihre Methoden für nicht so weithergeholt. Zumindest handeln sie nach ihren eigenen Prinzipien, zum Revolutionär wird man ohnehin nicht von einem Tag auf den anderen....
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Diskurs 4. November 2006
Von Volker U.
Format:DVD
Ein Film über die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Plastisch und lebendig. Teilweise überzeichnet, aber gerade dadurch an Dramaturgie und Eindringlichkeit gewinnend. Zum erneuten Nachdenken anregend. Wer allerdings noch nie gedacht hat, kapitalismuskonformer Konsument ist, der wird nach dem Konsum dieses Films auch kein Gespür für Gerechtigkeit entwickeln. Der wird den Film nicht verstehen und langweilig finden oder ihn lediglich als eine Neuauflage der Ideen der 68er-Bewegung ansehen, wie zahlreiche Kommentatoren hier.

Wer stromlinienförmig und unkritisch durch die Welt geht oder gehen will, der soll sich den Film besser nicht ansehen, sondern sich mit amerikanischen Klischee- und Actionfilmen berieseln lassen. Die betäuben besser und bewahren einen vor unbequemen Fragen und Gedanken.

Dieser Film reisst aber jeden aus der Betäubung heraus, der noch nicht ganz abgestumpft ist von der älltäglichen Gehirnwäsche unserer Medienwelt. Es wird erkennbar gemacht, dass die Probleme, die die 68er zum Protest veranlasst haben, in abgewandelter Form heute genauso aktuell sind wie damals. Dabei wird deutlich, welche Fehler gemacht wurden und was daraus gelernt werden kann.

Gesellschaftliche Fundamentalkritik ist alles andere als aus der Mode. Wer sich aktuelle Umfragewerte (infratest dimap, November 2006) ansieht und wahrnimmt, dass 52% der Deutschen kein Vertrauen mehr in unsere Demokratie (= Staatsform) haben und noch viel mehr, ja selbst die Mehrheit der "Besserverdienenden", der Meinung sind, dass es ungerecht im Lande zugeht, der sieht diesen Film als willkommenen Diskurs zur gesellschaftlichen Gesamtproblematik an.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Toller Film
Der Inhalt vom Film ist ja in der Beschreibung zu entnehmen. Mir hat der Film super gefallen und ich kann ihn nur weiter empfehlen!
Vor 29 Tagen von Augustus veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Fängt schwach an, legt stark zu
Ein noch junger aber schon gut aufspielender Daniel Brühl und drei ebenbürtige Schauspieler (Julia Jentsch, Stipe Erceg und Burghart Klaußner) - das ist nahezu das... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von jfobg veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Rohrkrepierer
Mal abgesehen von Daniel Brühl (der kommt mir in so einem Film eher deplaziert vor) gute Schauspieler. Vor allem die Jentsch... hervorragend! Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Verkalpmi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sozialkritischer Film mit viel Witz!
Zugegeben: Der Filmtitel lässt eher auf einen weiteren 0815-Teeniefilm schließen. Aber nicht ganz richtig - dieser Film hat viel mehr Tiefe. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von aless_lin veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Macht Spaß
Auch wenn ich mich mit der Aussage des Films nicht ganz anfreunden konnte, so hat dieser Film auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Michaela Kröger veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Netter Versuch einer Sozialkritik
Der Versuch einer Sozialkritik an unserer Gesellschaft, die durch eine 3er Beziehung aufgelockert werden soll. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Melissa veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert!
Eine turbolente Teenie-Kömödie mit viel Witz, aber auch Emotionen. Hat mir sehr gut gefallen. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Luise veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Sollte man gesehen haben
Gefühlsbetonter, ehrlicher Film mit vielen bewegenden Momenten und tollem Soundtrack, der trotz politisch tiefgründigem Grundthema auch schaft den Zuschauer an der ein... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von J. Richter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Toller deutscher Film!
Dieser Film ist eine deutsch/österreichische Produktion, was ich sehr erfrischend finde bei den ganzen amerikanischen Streifen. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von filmjury veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einer der Klassiker des deutschen Films
„Die fetten Jahre sind vorbei“ ist so ein wunderbarer Film. Man ist hin- und hergerissen zwischen Sympathie und Ablehnung für das, was die drei dort an kriminellen... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Francis Bacon veröffentlicht
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