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Die fetten Jahre sind vorbei

Daniel Brühl , Julia Jentsch , Hans Weingartner    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (65 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,98 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg
  • Regisseur(e): Hans Weingartner
  • Komponist: Andreas Wodraschke
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 8. August 2005
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 127 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (65 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0008ENMTY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.921 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Mit Die fetten Jahre sind vorbei brachte Regisseur Hans Weingartner die Politik zurück in den deutschen Film. Im Zentrum seiner Geschichte stehen die drei Klein-Revolutionäre Jan, Peter und Jule (Daniel Brühl, Stipe Erceg und Julia Jentsch), die mit lustigen Einbrecher-Streichen in Bonzen-Villen die Hausbesitzer verunsichern wollen. Als der verfrüht heimkehrende Geschäftsmann Hardenberg (Burkhart Klaußner) sie bei einer „Aktion“ überrascht, wird er kurzerhand gekidnappt und in eine abgelegene Alpenhütte abtransportiert.

Hier beginnt das eigentliche Herzstück des Films, denn genau genommen ist Die fetten Jahre sind vorbei ein Diskurs-Film: Hier trifft Idealist auf Realist, Jung-Revoluzzer auf Alt-68er, Systemkritik auf Angepasstheit – und über jeder Debatte hängt die Frage: Wer hat jetzt eigentlich „recht“? Eine Frage, die kaum zu beantworten ist, und Weingartner ist (trotz einer nicht zu leugnenden Sympathie für seine jungen Systemfeinde) klug genug, das auch nicht zu versuchen. Intelligent und fair betrachtet er stets beide Seiten der Medaille, lässt jedem guten Argument ein nicht weniger überzeugendes „Ja, aber …“ folgen, und leistet so weit mehr, als „nur“ einen politischen Film zu machen. Die fetten Jahre sind vorbei ist gleichermaßen gesellschaftliche Bestandsaufnahme, Verarbeitung der 68er-Vergangenheit, Hinterfragung der Sinnhaftigkeit politischen Widerstands in einer entpolitisierten Zeit – und letztlich doch eine Kampfansage ans Dasitzen und Nichtstun. Mit einem provokativen Ende sorgt Weingartner dafür, dass sein Film für den Zuschauer auch nach dem Abspann weitergeht – in der persönlichen Auseinandersetzung darüber, wie man das Gesehene (und Gehörte) jetzt eigentlich versteht und bewertet. Die fetten Jahre sind vorbei zwingt seine Zuschauer dazu, nicht nur eine Meinung zu beziehen, sondern über diese auch genau nachzudenken. Und das hat im deutschen Film wirklich lange keiner mehr geschafft. -- Frank-Michael Helmke

Produktbeschreibungen

Jan, Peter und Jule sind drei rebellische junge Außenseiter. Der eigenbrötlerische Jan verspürt eine tiefe Wut auf eine ungerechte Welt, sein Mitbewohner Peter teilt dieses Gefühl, nur weniger verbissen. Gemeinsam sind sie "Die Erziehungsberechtigten" und stören mit subversiven Aktionen die Hochsicherheitszonen der Reichen. Ihre Botschaft an den Geldadel lautet: "Die fetten Jahre sind vorbei". Als Peters Freundin Jule wegen Überschuldung bei den beiden in der WG einziehen muss, weiß sie zunächst von den nächtlichen Einbrüchen nichts.

Doch als Jan und Jule sich rettungslos und ohne Peters Wissen ineinander verlieben, weiht Jan sie in das Geheimnis ein. Jule überredet Jan zu einer riskanten Aktion. Doch im Übermut unterläuft ihnen ein folgenschwerer Fehler. Sie rufen Peter zu Hilfe und aus den drei Erziehungsberechtigten werden unversehens drei Entführer. Auf einer einsamen Hütte in den Bergen kommt es zu einer Konfrontation zwischen den drei Idealisten und der Generation an der Macht in Gestalt des Topmanagers Hardenberg. Schon nach kurzer Zeit nimmt die Konfrontation eine

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Idealistenstreifen vom Feinsten 4. März 2006
Format:DVD
Wie schon erwähnt, bricht eine Gruppe von jungen Leuten in Villen ein und verrücken die Möbel, ohne jedoch irgend etwas zu stehlen.
Das Ganze soll die Bonzen unserer Zeit verunsichern,sie in ihrer selbstherrlichen Sicherheit erschüttern und wenn möglich Anstoß zu
einer ganzen Bewegung like 68er sein.

So der Gedankengang der einen Seite, die Seite der Revoluzzer. Diese werden von Daniel Brühl, Stipe Erceg und Julia Jentsch auf erfrischende Art
und Weise sehr natürlich und in keiner Sekunde aufgesetzt gespielt.

Während eines "Möbelrückenanschlags" werden sie von Hardenberg, einem reichen Bonzen überrascht und kidnappen ihn. In einer planlosen Flucht geht
es in die Berge... und dort beginnt erst der eigentlich beeindruckende Teil des Films.

Auf engstem Raum kommen sich beide Seiten näher. Auf der einen Seite die Revoluzzer... auf der anderen die der Bonzen. Beide argumentieren in wirklich tollen
Dialogen Themen, die wie aus der 68er Bewegung importiert scheinen.

Am Anfang noch voreingenommen durch die eigene Einstellung weichen die Vorstellung über die andere Seite scheinbar langsam aber sich auf...

Ich kann diesen Film von ganzem Herzen empfehlen. Anspruchsvoll, einfühlsam, nachdenklich... ein rundum gelungener Film.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ganz andere Geschichte als 'Hair', aber gut. 28. September 2006
Von Zara
Format:DVD
Ich fange mal direkt ohne Einleitung an zu schreiben:

Viele der anderen Rezesionen kritisieren, das der Film eine erneute 60er Jahre Bewegung darstellen soll und das sich das doch langsam aendern soll.

Ich habe den Film nicht als Aufforderung zu einer zweiten 'Hippie-Bewegung' aufgefasst, sondern eher als einen Apell an unser Gewissen. Ich denke der Film sollte hauptsaechlich zum Nachdenken anregen und noch besser zu darauffolgenden Taten.

Die Geschichte, die hier ja nun schon einige Male erlaeutert wurde ist gut durchdacht, interessant und ungewoehnlich.

Ich kann nicht sagen, das ich sie zwischendurch langweilig fand, es war eben kein amerikanischer Actionfilm, sondern ein Film fuer die Nachdenklichen unter uns.

Die drei Hauptfiguren haben Ideale und stehen ihren Mann/ ihre Frau in der heutigen Welt, in der scheinbar jeder eine vollstaendige Ignoranz gegenueber dem anderen entwickelt hat. Sie versuchen auszubrechen, aus dem oft egoistischen Alltag des 21. Jahrhunderts und stellen fest, das es kaum noch moeglich ist in dieser Zeit wirklich etwas zu veraendern.

In einem Gespraech sagt Jule, das einfach alles schon einmal da gewesen ist. Die sechziger Jahre mit ihren Rebellen, Demonstrationen fuer und gegen alle moeglichen Dinge und das es so scheint, als wuerde heute all dies nur noch kopiert werden (wie das es Trend ist Chee Guevara- T-Shirts zu tragen) und gleichzeitig, als wuerde nichts mehr zu etwas fuehren.

Eine Loesung zu diesem Problem finden die drei nicht, aber vielleicht ist das auch gar nicht notwendig. Vielleicht reicht es, wenn sie (mit diesem Film) ein paar Menschen zum Nachdenken angeregt haben.

Darueber, das es nicht selbstverstaendlich ist arm oder reich zu sein und das man nicht nur fuer sich selbst leben sollte.

In jedem Fall kann es niemandem schaden, sich diesen Film angesehen zu haben. Besonders nicht denen, die sich viele Gedanken machen.

Ueber alles.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hier geht es nicht ums Wachrütteln... 10. Februar 2006
Von Ein Kunde
Format:DVD
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Warum es allerdings zeitverschwenderisch sein sollte, sich seine Gedanken über ein Thema wie Kapitalismus oder soziale Ungerechtigkeiten zu machen, das müsste man mir mal genauer erklären. Und dass ein Mercedes, eine Berghütte oder gar Verständnis (man stelle sich das mal vor!) schon als Klischees abgetan werden (wie es in einer der vorherigen Rezensionen heißt), stimmt mich sehr nachdenklich.
Wer solche Dinge sagt oder schreibt, dem merkt man an, dass er nur die eine Seite der Medaille kennt. Um wirkliche sozialen Ungerechtigkeiten zu erleben, müsste man eben mal über den Tellerrand hinausschauen, das heißt raus aus seinem sicheren Zuhause in die weite Welt. Dann muss man sich vielleicht auch nicht mehr für solche "dummen Gedanken" rechtfertigen, die unser gesellschaftliches System anbelangen.
Ich denke, dass es in diesem Film nicht um irgendwelche Methoden zur Weltverbesserung geht, es geht auch nicht darum, die Hauptdarsteller mit historischen Revolutionären zu vergleichen oder zwichen Gut und Böse zu unterscheiden. Es geht meiner Meinung nach einzig und allein darum, zu überlegen, ob die Welt, auf die wir zusteuern, wirklich so schön sein wird wie wir uns das vorstellen.
Ich finde, dass die Darsteller mit ihren Ansichten und Ideologien sehr überzeugend wirken und halte auch ihre Methoden für nicht so weithergeholt. Zumindest handeln sie nach ihren eigenen Prinzipien, zum Revolutionär wird man ohnehin nicht von einem Tag auf den anderen....
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"Es kommt nicht darauf an wer die Pistole erfunden hat, sondern wer den Abzug drückt."
Dieses Filmzitat beendet eine Unterhaltung zwischen den drei "Erziehern" und dem... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Zzaila veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Film!
Sehr empfehlenswerter Streifen! Zwar schon einige Jahre alt, aber immer noch sehr aktuell. Regt zumindest zum Nachdenken an :) "gebraucht & neu" auf jeden Fall sein Geld... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Hendrik Schütte veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nun...
zweifelsohne gut gespielt, eine anspruchsvolle Geschichte, gute Handlung, guter Film gute dialoge
aber er ist sowas von langweilig, ja da hilft gar nichts, auch nicht der... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Tuvok veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Idealismus
Mir hat der Film sehr gut gefallen. Zwar sind die Dialoge und überhaupt die Grundgeschichte zum Teil etwas konstruiert, doch wirklich wichtig ist in diesem Fall vor allem die... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von widerstandspoesie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne-Kino
Sehr gute Regiearbeit, eindringlich inszeniert. Buch ist, was Dramaturgie und Dialoge angeht, wirklich ziemlich gut. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Stefan Hinze veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Interessantes Thema, wenig ausgereift
Die Idee ist ja eigentlich nicht schlecht:
die Möchtegernrevoluzzer Jan (der ewige Daniel Brühl, Peter (Stipe Erceg) brechen in Berliner Villen ein. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Sharona veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr ungewöhnlich und gelungen
dieser etwas ungewöhnliche, alternative film bietet alles was ein guter film braucht. unterhaltung, spannung, gute schauspieler, ein fesselndes thema und viel... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Mai 2011 von esc
5.0 von 5 Sternen Die Mageren 16 Jahre sind 2014 vorbei !!!
Es ist eine Frage des Betrachtungswinkels, nicht der Weltanschauung , schon gar nicht der Politischen. Das es zu diesem Film eine deluxe-edition " zum Sonderpreis " gibt; z.B. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. November 2010 von Stefan Prediger
4.0 von 5 Sternen Guter Film mit toller Besetzung
Die beiden jungen Revolutionäre Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg) brechen in die Villen reicher Leute ein, um gegen die Ungerechtigkeit zu rebellieren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. November 2010 von C. Stegmaier
4.0 von 5 Sternen fesselnder Film in der Kontroverse
Ich empfand den Film als äußerst fesselnd. Die Handlung ist gut. die Gedankengänge sind gut und das Ende hat was Philosophisches an sich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2010 von Pseudonym
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