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Die falsche Verheißung
 
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Die falsche Verheißung [Taschenbuch]

John Gray
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596150086
  • ISBN-13: 978-3596150083
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 686.853 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Damals, als Margaret Thatcher Premierministerin von Großbritannien war, war John Gray ein einflußreicher konservativer Denker, dessen Bücher halfen, den "Laissez-faire"-Markt Großbritanniens wiederzubeleben. Nun, da die Verfechter des freien Marktes darauf aus sind, die (überwiegend) nachkommunistische Welt nach ihrem Bilde umzuwandeln, erlebt Gray eine Phase der Apostasie.

Die falsche Verheißung vertritt den Standpunkt, daß der globale Kapitalismus weit davon entfernt ist, ein ökonomisches Paradies zu schaffen; vielmehr könne er, sich selbst überlassen, "die freiheitliche Zivilisation sehr wohl zerstören". Gray legt Wert darauf, den "globalen Kapitalismus" von der "Globalisierung" zu unterscheiden, die er als eine breitere Tendenz dazu definiert, "das zunehmende Zusammenwirken des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens in weit auseinanderliegenden Teilen der Welt herbeizuführen". Daß die verschiedenen Gesellschaften überall in der Welt einen engeren Kontakt zueinander bekommen werden, ist unvermeidlich; daß sie dies unbedingt in einem freien Markt tun werden, besonders in einem, der im wesentlichen von angloamerikanischen ökonomischen Werten geprägt ist, ist es jedoch nicht.

Im Gegenteil, meint Gray und verweist auf die kürzlich aufgetretenen Krisen in Asien und Rußland -- ein solches Modell bringt Gesellschaften nicht zusammen; es ist vielmehr in der Lage, sie auseinanderzureißen. "Ein weltweiter freier Markt", warnt er, "ist nicht mehr selbstregulierend als die nationalen freien Märkte der Vergangenheit... Ohne eine radikale Reform, droht die Weltwirtschaft auseinanderzufallen in einer -- gleichzeitig tragischen und absurden -- Wiederholung der Handelskriege, der Abwertungswettläufe, der wirtschaftlichen Zusammenbrüche und der politischen Umwälzungen der dreißiger Jahre." -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Jeder, der sich um die Zukunft der Weltwirtschaft sorgt, sollte dieses Buch lesen." (George Soros)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Als ehemaliger Berater von Margret Thatcher zieht John Gray eine bittere Bilanz des eingeleiteten monetaristischen Rigorismus, der 1979 mit dem weltweiten Siegeszug der Liberalisierung, Deregulierung- und Privatisierung der Marktwirtschaften, und vor allem deren Auswirkungen auf die europäischen Wohlfahrtsstaaten begann.

Er zeigt mit scharfen Verstand und Intellekt die Irrwege und Irrtümer auf, ihre falschen Verheißungen, die Folgen für die Menschen, und entlarvt die wahren Motive von Akteuren, die nur den individuellen Profit sehen und dafür die berechtigten Interessen einer am Gemeinwohl orientierten Gesellschaft opfern. Zwar wurde inzwischen schon viel über diese Thematik geschrieben, und doch kann Gray überraschen und zeigt mit fundierten Fakten und Wissen neue Facetten auf. Bisher ist es kaum jemanden gelungen, die Falle in der sich speziell die europäische Sozialdemokratie begibt, so klar und bestechend aufzuzeigen. Dabei verliert er aber nicht den Blick für das große Ganze und spart auch die Hypokratie der US-Gesellschaft, mit ihrem vorherrschenden Finanz- und Wirtschaftspotential nicht aus.

Auf jeden Fall empfehlenswert; auch für diejenigen, die sich schon mit dieser Materie beschäftigt haben.

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