gekürzte Lesung, 6 CDs, Hördauer ca. 420 Min.
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
gekürzte Lesung, 6 CDs, Hördauer ca. 420 Min.
Produktinformation
|
Henning Mankell ist in seiner schwedischen Heimat innerhalb der Literaturszene längst ein Star. Bereits 1991 erhielt er dort den wichtigsten Krimipreis. In Deutschland gelang ihm zunächst weder mit seinen Kriminalromanen noch mit den ebenfalls prämiierten Kinderbüchern der große Durchbruch. Die Wende gelang mit Die fünfte Frau, die sich bis dato über 200.000 mal verkauft hat. Was zeichnet seinen grüblerischen Polizisten vor anderen aus?
Der Autor gestattet Wallander ein Privatleben, das sich im Grunde wenig von dem des Durchschnitts- lesers unterscheidet. Auf der anderen Seite hat ihn Mankell nicht mit einem Zuviel an Privatsphäre ausgestattet, auch langweilt er nicht mit übermenschlichen Eigenschaften. Wallanders Arbeitsweise ist die eines Tüftlers, der jedem Detail nach -- und auf den Grund geht. Ihm fallen die Lösungen nicht in den Schoß. Dennoch ist er ist kein primus inter pares, sondern eindeutig respektierter Chef im Team. Zusammenhang heißt das Zauberwort für Wallander in dieser verzwickten Mordserie. Gelingt es, die Verbindung der Opfer untereinander zu entschlüsseln, hat man den Fall gelöst, denkt er. Damit begibt er sich zielstrebig in eine Sackgasse!
Der Leser wird zum Mitwisser der mörderischen Pläne des Täters, ohne dessen Motive im Detail zu kennen. Er verfolgt das akribische Puzzlespiel der Polizei und des zu Rate gezogenen Psychologen, sieht ihre Irrtümer, sieht auch, wie sie der Lösung näherkommen. Henning Mankell ist in der Lage, aus diesen Perspektiven genau das Unbehagen und die atmosphärische Spannung zu entwickeln, durch die sich große Kriminalromane auszeichnen. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Wallander und Kollegen sehen sich mit einer grausigen Mordserie konfrontiert. Nachdem bald Klarheit darüber herrscht, dass es sich in allen Fällen um ein und denselben Täter handeln muss, ist es die wichtigste und vordringlichste Aufgabe des Ermittlungsteams, Zusammenhänge, Berührungspunkte, Verbindungslinien zu erkennen. Solche zeichnen sich zwischen den ersten beiden Opfern auch schnell ab - aber Wallander ist erfahren genug, um die Ermittlung nicht zu einseitig nur in eine Richtung voranzutreiben; immer sieht und ahnt er die Gefahr, sich auf einer falschen Fährte zu befinden.
Der Leser ist in einer glücklicheren Position, er weiß mehr, da er die Geschehnisse auch aus Sicht des Täters miterlebt; etwa zur Mitte des Buches hin kennt er bereits die Identität des Täters. In meinen Augen tut das der Spannung aber keinen Abbruch - im Gegenteil liegt hier gerade der besondere Reiz. Wie kommt Wallander den Dingen (von denen wir als Leser wissen) auf die Spur? Wie deutet er die kleinen und kleinsten Zeichen und Hinweise (die wir ohne weiteres verstehen)? Ordnet er die Geschehnisse (deren Hintergründe und Motive wir kennen), richtig ein? Gerade diese Fragestellungen, die der Leser im Verlauf der story immer aktiv (mit-)verfolgen kann, stehen im Mittelpunkt der Lektüre und machen „Die falsche Fährte" so interessant; wir haben hier eben kein einfaches „whodunit?", in dem ein genialer Ermittler einsam seine Schlüsse zieht und am Ende einen Täter präsentiert, mit dem sonst niemand gerechnet hätte. Wer Krimis nach solchem Strickmuster vorzieht, sollte allerdings die Finger von „Die falsche Fährte" lassen.
Nein, Mankell schildert hier sorgfältig und nachvollziehbar die oftmals kleinteilige Ermittlungsarbeit; und dazu gehört es auch, dass die einzelnen Indizien in Gesprächen mit den Kollegen immer wieder durchgegangen und neu bewertet werden, um schließlich zu einem (hoffentlich) passenden Gesamtbild zu gelangen. Dazu gehört auch, dass Fakten zusammengetragen werden, die vielleicht zur Aufklärung des Falles gar nichts beitragen - Wallander kommentiert: „Dann wissen wir das". Und schließlich gehört dazu, dass zwar die richtigen (der Leser weiß es: die entscheidenden...) Fragen gestellt, aber nicht immer die richtigen Antworten gefunden werden.
Um es kurz zu sagen: „Die falsche Fährte" bietet auf etwas über 500 prallen Taschenbuchseiten Spannung und Krimivergnügen pur!
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|