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Die fabelhafte Welt der Amélie einfach als hübsche Liebesgeschichte betrachten; dabei würde Ihnen allerdings ein Stück großartigen Kinos entgehen. Genau genommen erblüht die Romanze sowieso erst in der zweiten Hälfte des Films und auch dann auf recht unkonventionelle Weise. Mit dem Gebrauch von Spezialeffekten, um den inneren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, könnte man Amélie auch als eine französische Ausgabe von Ally McBeal ansehen -- aber im Gegensatz zu Ally McBeal ist Amélie über den Mangel an Männern in ihrem Leben nicht frustriert. Im Gegenteil -- der Gedanke an Sex amüsiert sie eher. Einfache Freuden wie das Knacken der Karamelhaube einer Crème brûlée geben Amélie die sinnliche Befriedigung, die sie braucht, und ihr Dasein im Paris der Träume und Fantasien ist von märchenhafter Sentimentalität gekennzeichnet.
Mit Jean-Pierre Jeunets wunderschöner Interpretation des Pariser Lebens, inklusive der lebhaften Farben, die man vom Regisseur von Delicatessen erwartet, muss dieser cineastische Leckerbissen für das Pariser Fremdenverkehrsamt Wunder gewirkt haben. Hier haben wir es allerdings mit mehr als nur einem Film zum Wohlfühlen zu tun. Amélie strahlt einen interkulturellen Reiz aus; diese feenhafte Frau ist ein Symbol unserer Zeit. Der Film spielt zur Zeit von Prinzessin Dianas Tod, und Amélie ist von der Idee besessen, der Welt das Gute wiederzugeben -- eine Mutter Teresa Frankreichs zu werden. Der Film bietet zu keiner Zeit ein Motiv für diesen Wunsch, Gutes zu tun. Wie alle großen Märtyrer ist und macht Amélie einfach das, was sie will, um anderen Freude zu bereiten. Sie erwartet keinen Dank für ihren Liebesdienst; sie verbirgt sich im Schatten und empfindet tiefe Befriedigung aus dem Bewusstsein heraus, dass es ihr mal wieder gelungen ist, jemandes Leben ins Positive zu verändern.
Im gnadenlosen Klima unserer heutigen Zeit, das von der Unfähigkeit genährt wird, Menschen das Miteinander zu ermöglichen, in der wir die Sorgen und die Einsamkeit unserer Mitmenschen ignorieren, kommt Amélie Poulains Selbstlosigkeit wie eine erfrischende Brise daher. Mit einer starken Besetzung, liebenswerten Charakteren, wunderschönen Bildern und dem typischen französischen Humor, der stark ans Schwarze grenzt, wird Amélie auch Sie einfach verzaubern. --Nikki Disney
Video Jakob Kurzinhalt
Amélie, immer allein gewesen und mit blühender Fantasie gesegnet, arbeitet mit 20 als Kellnerin in einem Bistro. Wo sie ihre verhärmte Kollegin verkuppelt, und dem gemeinsamen Gemüsehändler Streiche spielt. Schließlich verliebt sie sich in den Spinner Nino, dem sie erst einige Rätsel zu lösen aufgibt.
Movieman.de
Der wirklich zauberhafte und vor Ideenreichtum sprühende Film zeigt, dass Regisseur Jeunet auch zu lebensbejahenden Themen neigt und deren Umsetzung mit ungeheurer Kunstfertigkeit bewerkstelligt. Einen ähnlich wunderbar wundersamen Film sah man vielleicht zuletzt mit Louis Malles "Zazie". Fazit Gefilmte Poesie - in einem Wort: fabelhaft.
Moviemans Kommentar zur DVD: Den feinen Bildwerten werden leider ziemlich mißglückte Tonwerte gegenübergestellt, die das Filmvergnügen erheblich mindern. Der wirklich zauberhafte und vor Ideenreichtum sprühende "Amelie"zeigt, daß Regisseur Jeunot (Alien 4) auch zu lebensbejahenden Themen neigt und deren Umsetzung mit ungeheurer Kunstfertigkeit bewerkstelligt. Einen ähnlich wunderbar wundersamen Film sah man villeicht zuletzt mit Louis Malles "Zazie". Die Lebensgeschichte der von der Welt abgeschirmt aufwachsenden Amelie, die dann in die Welt des zeitgenößischen Paris entlassen wird, um dort ihre erste wahre Romanze zu erleben, ist gefilmte Poesie. Wider Erwarten: Fabelhaft.MO
Bild: Die 2,35:1-Abtastung bietet das, was man getrost als souverän bezeichnen kann. Neben feinst-tarierten Farbwerten und einer detailtiefen Schärfe, die etwa Haare lebensecht abbildet (00.17.01), zeigt das Bild so gut wie keine Artefakte. Der Kontrast reflektiert die ausgewogen ausgeleuchtete Kulisse in allen Helligkeitsnuancen und schafft dort Plastizität, wo sie gefragt ist (00.25.25, Falten, schwarze Samtbluse).
Ton: Erste Enttäuschung ist der Mangel einer Originaltonspur. Die zweite ergibt sich aus der stark diffusen Mischung, die die gesamte Klangfülle auf den Center presst, was einerseits zu arg störenden Überlagerungen zwischen Sprache und Kulisse/ Musik führt (00.15.00, Erzähler schwer verständlich) und andererseits den Raumklanmg stark einschränkt. In einzelnen Szenen ist dann die Kulisse durch eine brutale Überrepräsentanz der Rearkanäle bestimmt, die ebenfalls stark genußhemmend ist. --movieman.de
VideoMarkt
Im Herzen von Paris arbeitet die schüchterne Amelie als Kellnerin in einem kleinen Straßencafe. Eine Wendung nimmt das vergleichsweise ereignisarme, von kuriosen Alltagsbeobachtungen gewürzte Leben der jungen Frau, als sie eine Schachtel mit Kindheitserinnerungen eines Fremden entdeckt und dem ursprünglichen Besitzer damit große Freude bereitet. Fortan macht es sich Amelie zur Lebensaufgabe, helfend in das Schicksal ihrer Mitmenschen einzugreifen. Nur als es um das eigene Liebesglück geht, scheint ihr Talent zu versagen.
Video.de
Frankreichs Regiemeister Jean-Pierre Jeunet ("Delikatessen", "Alien - Die Wiedergeburt") verlässt das Reich des Düsterhorrors und beschert der internationalen Filmgemeinde mit dieser federleichten, in strahlende Farben getauchten und bezaubernd charmant dargebotenen Fantasykomödie die große positive Überraschung des Kinojahres 2001. Hauptdarstellerin Audrey Tautou ist die Entdeckung des Films und lohnt allein das Ansehen.
Blickpunkt: Film
Die nur scheinbar unscheinbare Kellnerin eines Pariser Bistros spielt Schicksal für ihre Mitmenschen in dieser federleichten Fantasykomödie des einst auf Düsterhorror spezialisierten Jean-Pierre Jeunet.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Romantisches, witziges, trickreiches, melancholisches und auch hintersinniges Kinomärchen.
Kurzbeschreibung
Amelie hat ihre eigene fabelhafte Welt. Sie liebt die kleinen Dinge, die leisen Töne und die zarten Gesten. Sie hat ein Auge für Details, die jedem anderen entgehen und einen Blick für magische Momente, die flüchtiger sind als ein Wimpernschlag. Amelie hat den Kopf über den Wolken, und steht dennoch mit beiden Beinen auf der Erde. Ihr kleines Universum ist bevölkert von suizidgefährdeten Goldfischen, gescheiterten Genies, sehnsuchtskranken Hypochondern und anderen skurrilen Gestalten. Als sie eines Tages beschließt, als gute Fee in das Leben ihrer Mitmenschen zu treten, weiß sie genau, was sie zu tun hat: Sie schickt einen Gartenzwerg auf Weltreise, zaubert jahrzehntelang verschollene Liebesbriefe wieder herbei und wird zum Schutz- und Racheengel in einer Person. Nur wenn es um ihr eigenes Glück geht, steht Amelie sich selbst im Weg. Und als sie sich in den schüchternen Nico verliebt, weiß sie sich kaum noch einen Rat - bis ihr ein guter Geist auf die Sprünge hilft...