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Selbst die Kirche ist beunruhigt über Ellis’ radikale Aktionen, der es ein bisschen zu weit treibt mit seinem Kampf gegen die Andersgläubigen, daher wird Merrily Watkins nach Old Hindwell gesandt, um den Pfarrer in seine Grenzen zu weisen. Schnell stellt sie fest, dass auch Ellis etwas zu verbergen hat. Und dann verschwindet auch noch die junge Barbara Buckingham, deren Schwester Menna kurz zuvor mit nur 39 Jahren gestorben war und deren Schwager ein sehr eigentümliches Verhalten an den Tag gelegt hatte, da er seine verstorbene Frau nicht hatte gehen lassen wollen ...
Es war klug vom Rowohlt-Verlag, dieses Buch nicht mehr „Ein Merrily-Watkins-Krimi“ zu nennen wie die beiden ersten Bände der Reihe, sondern nun umzuetikettieren auf „Ein Merrily-Watkins-Mystery“. Denn es gibt zwar einen Mord und die Protagonistin spielt Detektivin, doch das bildet nicht den Kern des Romans. Es geht vielmehr um den Kampf zwischen Christen und Neu-Heiden, den die Verfechter des jeweiligen Lagers als Kampf zwischen Gut und Böse zu stilisieren versuchen, und es geht noch stärker als in den Vorgängerbänden um übersinnliche Phänomene, ihre rationale Erklärbarkeit (oder Unerklärbarkeit?) und den Glauben an sie. Leider ist die Konstruktion des Buches etwas missglückt, der Roman besteht aus zu vielen losen Fäden und schafft es nicht, sie am Ende zusammenzuführen – dennoch folgt man der sympathischen Merrily Watkins gerne nach Old Hindwell und lässt sich hineinziehen in die Gothic-angehauchte mystische Atmosphäre. -- Katharina Vogt
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht ganz ausgereift,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die fünfte Kirche: Ein Merrily-Watkins-Mystery (Taschenbuch)
In Phil Rickmans dritten Roman um Merily Watkins, der vom Verlag jetzt nicht meht mit dem Zusatz Krimi sondern Mystery versehen wurde, gerät die Pfarrerin zwischen die Fronten von Anhängern der alten Religion, die das Heidentum in Großbritannien wieder erstarken lassen wollen und militante Christen unter der Führung des Charismatischen Pfarrers Ellis. Beide Gruppen strecken ihre Fühler nach der stillgelegten und langsam verfallenden Kirche St. Michael in Old Hindwell aus, unter deren Fundament ein altes heidnisches Heiligtum vermutet wird. Besitzer dieser alten Kirche sind das Hexenpaar Betty und Robin, die das alte Gemäuer dem Heidentum widmen wollen, was die Einwohner des angrenzenden Ortes samt Pfarrer Ellis mit allen Mitteln zu verhindern suchen. Merrily Watkins nimmt sich der Sache in ihrer Funktion als Beraterin für spirituelle Grenzfragen an und will vermitteln. Gleichzeitig kümmert sie sich um Barbara Buckingham, deren Schwester mit 39 an einem Schlaganfall gestorben ist und deren Ehemann ein beunruhigendes Verhalten an den Tag legt, da er seine verstorbene Frau nicht gehen lassen will. Beide stammen ebenfalls aus Old Hindwell.Glaube und übersinnliche Elemente haben ja bei Rickman schon in den ersten beiden Büchern eine starke Rolle gespielt und in diesen Elementen ist Rickman mit diesen dritten Buch nun auch endgültig angekommen. Vom Verlag war es daher vermutlich auch eine logische Entscheidung, dies Reihe nicht mehr mit dem Zusatz Krimi zu versehen, denn als Krimi kann man dieses Buch nicht bezeichnen. Vorrangig geht es in diesem Buch um den Kampf zwischen Christen und Neu-Heiden und die Bemühungen dieser beiden Gruppen, die stillgelegte Kirche St. Michael den jeweils eigenen Zwecken zuzuführen. Was nach einem Kampf zwischen himmlischen und heidnischen Heerscharen klingt, hat am Ende mehr oder weniger ganz weltliche Gründe, die zwar überraschend sind, mich aber doch irgendwie unzufrieden zurückgelassen haben. Vielleicht war es vom Autor aber auch beabsichtigt, dass die Situation am Ende des Buches letztendlich genauso ist wie am Anfang des Buches und der Leser damit genauso wenig weiß wie vorher. Für mich hatte das allerdings eher etwas von losen Enden und fehlenden Erklärungen, auf die der Autor über 550 Seiten konsequent hingearbeitet und sie dann nicht liefert. Positiv anmerken muss man, dass Rickman hier nicht in das Schema "Guter Christ - böser Heide" verfällt. Es gibt keine Wertung, keine Tendenz, der Leser ist hier genau wie Merrily Watkins neutraler Beobachter und kann sich ein unabhängiges Bild beider Gruppierungen machen. Weniger gelungen fand ich den zweiten Handlungsstrang um Barbara Buckingham und deren verstorbener Schwester Menna. Groß eingeführt zu Beginn des Buches tritt dieser Strang im Laufe der Geschichte ein wenig in den Hintergrund, um dann auf den letzten Seiten des Buches wieder ans Licht gezerrt zu werden. Es gelingt dem Autor zwar noch, den Bogen zum Haupthandlungsstrang zu schlagen, aber einer der wichtigsten Punkte findet am Ende keine Erwähnung mehr und hinterlässt ein offenes Ende. Alles in allem fand ich diesen dritten Band trotz der von Seite zu Seite steigenden Spannung eher unausgegoren und deutlich schwächer als die beiden ersten Bücher. Dennoch ich mich schon auf den vierten Band, der im Oktober erscheint. Ich mag sie ja, die Merrily, und ich möchte schon wissen, wie es mit ihr weitergeht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Hat mich nicht überzeugt,
Rezension bezieht sich auf: Die fünfte Kirche: Ein Merrily-Watkins-Mystery (Taschenbuch)
Merrily Watkins konnte sich bislang kaum an ihren Job als "Exorzistin" gewöhnen, als sie schon gleich in den nächsten Brandherd geworfen wird: in einer späten Nachtshow soll sie zwischen überzeugten Heiden und Wicca-Anhängern den christlichen Glauben verteidigen. Darüber hinaus hat sie ganz eigene Probleme: der Pfarrer Nick Ellis hat eine neue christliche Strömung namens Meer des Lichts ins Leben gerufen, die die Leute aufhetzt. Zwei Heiden haben ein Grundstück mit einer alten aufgegebenen Kirche gekauft und Vater Ellis ist überzeugt davon, dass sie mit ihren Praktiken den Teufel rufen."Die fünfte Kirche" ist der dritte Band der Serie und voraussichtlich auch der letzte, den ich gelesen habe. Das Prinzip ist im Grunde genommen interessant: eine weibliche Pfarrerin im Grenzbereich zwischen Christentum und Übernatürlichem. Allerdings konnte ich mit keinem der Charaktere wirklich warm werden. Mir sind die Hauptpersonen zu normal. In Kritiken wird die Authentizität zwar immer wieder lobend erwähnt, aber ich persönlich finde die Charaktere einfach nicht interessant, besonders und ansprechend genug, um die Bände weiterhin zu lesen. Außerdem stört mich, dass die Romane sich selbst nicht so ganz entscheiden können, in welche Sparte sie gehören: Belletristik oder Phantastik? Einerseits werden die Ereignisse als real und echt dargestellt, andererseits werden immer wieder klar übernatürliche Phänomene eingeflochten und ebenfalls als "echt" bezeichnet. Gerade in diesem Band hat mich die stereotypische Beschreibung der Dorfbewohner verärgert. Ein Priester spricht einige aufrührerische Worte, und sofort verwandelt sich das ganze Kaff in einen gewalttätigen Mob. Kleinere Gemeinden und Dörfer regeln ihre Angelegenheiten zwar wirklich häufig unter sich, aber wenn es so extrem wie geschildert zugehen würde, hätten sie schon längst keine Einwohner mehr. Mord, Inzest, Gotteswahn- in diesem Buch ist in der Beziehung wirklich für jeden was dabei. Anscheinend tickt der alte Gomer als einziger noch halbwegs normal. Mir hat das Buch zusammenfassend jedenfalls nicht so gut gefallen, daher gibt es nur 3 von 5 Sternen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Brillante Vezögerungstaktik,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die fünfte Kirche: Ein Merrily-Watkins-Mystery (Taschenbuch)
Vorneweg: Rickman schreibt sehr gut, man könnte sagen brilliant. Zumindest schafft er es, den Leser solange zu fesseln, bis der weiß, warum das Buch unter Krimi läuft. Denn ganz bestimmt verdient es nicht den Titel Mystery. Dazu ist einfach zu wenig gruseliges im Buch, weder glaubhafte Geister noch wirklich furchteinflößend Übersinnliches.Trotzdem schafft es Rickman, Spannung zu erzeugen. Auch wenn man nicht so genau begründen kann, warum das wirklich spannend ist. Zu lange passiert in dem Buch nicht wirklich Aufregendes. Es werden sehr treffend die Personen und die Umstände der Handlung beschrieben. Das alles sehr glaubhaft ohne die oftmals in anderen Büchern zu findenden Klischees. Rickman benötigt auch keine blutriefenden Momente (obwohl so etwas gegen Ende des Buches doch auftaucht), um das Lesevergnügen kurzweilig zu halten.Seine Hauptdarstellerin dieses Fortsetzungsromanes, eine englische Pfarrerin (alleinstehend und attraktiv, also doch ein bischen Klischee...), muss dieses Mal gegen Heiden und fanatische Christen zugleich antreten. Dabei versucht sie, sich weder vor den einen noch den anderen Karren spannen zu lassen. Ein Todesfall und ein scheinbar von der Toten besessener Witwer führen unsere Heldin in eine komplizierte Geschichte um fünf Kirchen, ihre Geschichte und den Kampf um die Vorherrschaft in der kleinen Gemeinde. Wer wird gewinnen? Das heidnische Paar, das eine der verfallenen Kirchen gekauft hat. Oder der bigotte Dorfpfarrer, der seine Schafe eher wie ein Sektenführer gegen den Teufel in die Schlacht führt. Nebenbei wird noch exorziert und arme alte Leute um ihr Erbe gebracht. Viel Stoff, der geschickt zu einer flüssigen Geschichte verarbeitet wird. Doch wie gesagt, muss sich der Leser durch viele Seiten kämpfen, bis der Krimicharakter wirklich zum tragen kommt. Ansonsten erinnert das Buch irgendwie an den Doktor und das liebe Vieh. Nur eben mit einer Pfarrerin und verschiedenen kleinen Episoden, die sich irgendwann zu einem ganzen Fügen. Unterhaltsam, aber teilweise etwas in die Länge gezogen und nichts für klassische Thriller oder Mystery-Fans. Dafür herrscht zuviel englische Langeweile vor. Auf jeden Fall gefiel mir das Buch besser als sein Vorgänger und Rickman ist ein intelligenter Erzähler, der einen durch sein Buch lockt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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