Niemand weiß etwas Genaues über die sogenannten „Straßenbauer", die nicht nur die inzwischen verwahrlosten Straßen sondern auch verschiedene, genauso verfallen Gebäude errichtet haben. Ihr Wissen ist in vielen Jahren verloren gegangen und das Leben der Menschen ist einfach und beschaulich geworden. Trotzdem gibt es immer wieder einige Wagemutige, die das Geheimnis der Straßenbauer erkunden wollen. Zu diesen gehört auch die junge Chaka, die sich eines Tages auf den Weg nach Norden macht, wohin sich die Straßenbauer zurückgezogen haben sollen.
Der Roman beschreibt auf einfühlsame und anschauliche Weise, wie die Welt einige Generationen nach einer großen Katastrophe aussehen könnte. Moderne Technik, Kommunikation oder Raumfahrt gibt es nicht mehr. Die Zivilisation ist praktisch um ein, zwei Jahrhunderte gegenüber unserer heutigen zurückversetzt worden. Und irgendwie herrscht somit auch eine gewisse Endzeitstimmung, ohne daß der Autor dabei auf herkömmliche Klischees zurückgegriffen hat. Er hat durchaus eine eigenständige Umgebung geschaffen. Trotzdem fehlt etwas. Manchmal erscheint die Handlung nicht so recht voranzukommen. Einige Charaktere wirken oberflächlich. Der Idee wegen ist das Buch dennoch durchaus lesenswert, man sollte jedoch nicht mit zu großen Erwartungen herangehen.