Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die immerwährende Philosophie, 27. Dezember 2008
Die Philosophia perennis (= die immerwährende Philosophie) beschreibt die Beziehung zwischen den Menschen, der Natur und der "einzigen Wirklichkeit" (= dem Numinosen = dem Göttlichen).
Die immerwährende Wahrheit kann man mit der Ratio und der Logik nicht direkt erreichen, sie beruht auf einer Seins-Erfahrung, die von den grossen spirituellen Lehrern, Religionsgründern, Mystikern, Philosophen und einigen Naturwissenschaftern wahrgenommen wurde. Sie wird "immerwährend", "ewig", "universell", "absolut" genannt, weil diese Seins-Erfahrung praktisch in allen Kulturen und Zeiten zu finden ist.
Das Buch "Die ewige Philosophie" von Aldous Huxley beinhaltet vor allem Zitate von grossen Denkern aus verschiedenen Zeitepochen (zum Beispiel: Buddha, Meister Eckhart, Franz von Sales, Johannes von Kreuz, Theresa von Àvila, Thomas von Aquin, William Shakespeare, L. Tolstoi, Krishnamurti, Lao-Tse und viele andere). Es werden auch Zitate aus der Bibel, Bhagavadgita, Dhamapada, Nachfolge Christi, Theologia Deutsch usw. zitiert, kommentiert und erläutert.
Die Philopophia perennis will uns zeigen, dass wir in dieser Welt leben und sterben, ohne uns des aussergewöhnlichen Potentials bewusst zu sein, mit dem wir ausgestattet sind: "Gott will nur eines von dir: dass du als Geschöpf aus dir hinaustrittst und Gott in dir sein lässt" (Meister Eckhart).
Wir sind als Menschen durch unsere Aktivitäten so abgelenkt und so in sie verfangen, dass wir dem Göttlichen in uns verschlossen bleiben, anstatt uns zu öffnen und auf die Natur der Dinge zu horchen: "Gott hat dir nicht das Wirken Seiner Liebe entzogen, sondern du hast Ihn deiner Mitarbeit beraubt" (Franz von Sales).
Huxley zitiert aus verschiedenen Quellen und entwirft ein Bild vom Ziel, zu dem wir hinstreben sollten. Wir erfahren, dass die höchste Gnade in einem ununterbrochenen vollständigen Kontakt mit unserem tiefsten Selbst, unserem wirklichen Ich (dem Tao, dem Atman) liegt, so dass wir über uns hinauswachsen und Teil eines grösseren Bereichs von Bewusstsein, des Göttlichen Urgrunds werden. Dies ist nach der Philosophia perennis die eigentliche Bestimmung des Menschen.
Das Buch ist gut und verständlich geschrieben. Einige Abschnitte behandeln komplizierte, tiefgründige, philosophische Gedanken, so dass man etwas langsamer lesen muss, um folgen zu können. Das einzige, was mich gestört hat, waren die relativ vielen Fremdwörter - man muss deshalb ab und zu zum Fremdwörterbuch greifen.
Insgesamt halte ich es für ein sehr gutes, faszinierendes Buch, das ich jedem an Spiritualität interessierten Leser empfehlen kann.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ewiger Klassiker, 6. August 2009
Huxley's Buch ist und bleibt ein ewiger Klassiker zur Mystik. Huxley ist enorm belesen und hat eine Fülle von Material zusammengetragen, die allerdings fast schon erschlägt - es ist nahezu ein Lehrbuch. Zusammen mit seiner Eloquenz und scharfen Zunge macht es aber dennoch viel Vergnügen, darin zu stöbern. Für ihn wie für viele vor und nach ihm ist es frappierend, dass Mystiker und Heilige aller Zeiten im Kern dasselbe aussagen. Huxley legt diesen gemeinsamen Kern frei und stellt damit implizit die Frage, ob die Weltreligionen einen gemeinsamen, mystischen Kern besitzen (der später allerdings von den nicht-mystischen Vertretern der jeweiligen Kirchen missverstanden oder umgedeutet wurde) und damit - vielleicht - eine Urwahrheit. Was die Umsetzung der Lehren der Mystiker in den heutigen Lebensalltag sowie das Verhältnis Wissenschaft-Mystik angeht, ist Prof.Falk Quest's Buch - der übrigens Huxley ausgiebig zitiert - inspirierender. Huxley ist sozusagen die Hefe, Quest das Bier.
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