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Die erzählte Stadt: Unbekanntes Sankt Petersburg [Gebundene Ausgabe]

Katharina Tiwald , Vladimir Kustow
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Februar 2006
Das facettenreiche Porträt des "Venedigs des Nordens": Die Aushängeschilder der heimlichen russischen Hauptstadt sind weltbekannte Kulturdenkmäler wie die Eremitage und der Katharinenpalast mit seinem Bernsteinzimmer. Was aber findet sich abseits der Prachtstraßen? Katharina Tiwald taucht unter die Oberfläche und zeichnet ein schillerndes Porträt der Stadt mit ihren Menschen, Farben und Tönen. Auf ihren Streifzügen begegnet sie interessanten Persönlichkeiten: So erzählt eine Tänzerin vom russischen Humor, ein Gerichtsmediziner von Rasputins Tod. Dass die Vergangenheit nicht vergessen wird, davon zeugen die Berichte einer Menschenrechtsaktivistin über Massengräber aus dem Kommunismus und einer Historikerin über das Leben und Sterben während der Blockade durch die deutsche Wehrmacht - unkonventionelle Blickwinkel auf die russische Metropole heute.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
  • Verlag: Herbig; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3776624795
  • ISBN-13: 978-3776624793
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 818.382 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Klappentext

»Russlanderzähler verhalten sich oft wie Zauberer mit einem Zylinder. Sie kommen mit einer Wundertüte in der Hand zurück, murmeln mit großen Augen ein Abrakadabra und ziehen ein rosa Kaninchen hervor: ja, der Wanderer war in Moskau, Sankt Petersburg, Irkutsk und Wladiwostok, und jetzt verkündigt er. Er streut Konfetti in weiß, rot, blau, er erzählt von der Kälte, unbedingt vom Wodka, von Stalinbauten, vom Leninkult. Er berichtet von einer Welt, in der eine abstruse Verschiebung stattgefunden hat: Alles sieht gewohnt aus, aber nur fast; man reibt sich die Augen und sieht an jeder Ecke das Gespenst einer Geschichte, wie man sie bei sich zu Hause nie erlebt hätte. Wozu Löwen schauen fahren nach Afrika, wenn die Ostsafari nur darauf wartet, gereist zu werden?«

Die Aushängeschilder der heimlichen russischen Hauptstadt sind weltbekannte Kulturdenkmäler wie die Eremitage und der Katharinenpalast mit seinem Bernsteinzimmer. Was aber findet sich abseits der Prachtstraßen?

Katharina Tiwald taucht unter die Oberfläche und zeichnet ein schillerndes Porträt der Stadt, ihrer Menschen, Farben und Töne. Auf ihren Streifzügen begegnet sie interessanten Persönlichkeiten: So erzählt eine Tänzerin vom russischen Humor, ein Rabbiner vom Aufbau einer progressiven Gemeinde, ein Gerichtsmediziner von Rasputins Tod. Dass die Vergangenheit nicht vergessen wird, davon zeugen die Berichte einer Menschenrechtsaktivistin über Massengräber aus dem Kommunismus und einer Historikerin über das Leben und Sterben in der Blockade durch die deutsche Wehrmacht 1941. Die Autorin übermittelt ihre ungewöhnlichen Blicke auf die Kulturstadt zwischen West und Ost in einem brillanten frischen Stil, dem die ausdrucksstarken Fotos des Petersburger Künstlers Vladimir Kustov eine weitere Sichtweise hinzufügen.

Mit Fotos von Vladimir Kustov


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5.0 von 5 Sternen Schillerndes Portät einer Stadt 7. Dezember 2006
Von Biene Maya 2013 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt in jüngster Zeit wenige gute Reiseberichte von Deutschen über Russland. Oft steht in solchen Büchern der Autor im Mittelpunkt der Darstellung und Russland dient nur als beeindruckende Kulisse. In diesen Werken werden dann auch Klischees ausgebreitet und Respektlosigkeit im Umgang mit Land und Leuten an den Tag gelegt. Diese Bücher ärgern mich maßlos (als Beispiele seien nur mal "Sibirski Punk", "Ab nach Sibirien" oder "Abenteuer Baikal" genannt). Umso mehr freute mich das Buch von Katharina Tiwald.

Ich habe es sehr rasch gelesen und muss sagen, dass es wirklich durchgängig interessant ist. Es ist jammerschade, dass das Buch relativ unbekannt blieb, ist es in meinen Augen doch wirklich eine literarische Entdeckung.

Die junge Österreicherin (Jahrgang 1979) nähert sich Sankt Petersburg und seinen Menschen in respektvoller Weise. Sie hat offensichtlich "Ahnung" von Russland, seiner Kultur und Sprache und trampelt nicht als trotteliger Tourist aus dem Westen durch die geschichtsträchtige Stadt. Man merkt, dass das Thema ihr am Herzen liegt und auch sprachlich ist das Buch wirklich gelungen.

Die kunstvollen Einflechtungen von Werken der russischen Literatur sind nie aufdringlich, sondern stets eine Bereicherung. Der Text wird ergänzt von schwarz-weißen Fotografien des nekrorealistischen Künstlers Vladimir Kustov.

Die Gesprächspartner sind sorgfältig ausgesucht und tragen dazu bei, dass ein durchgängig interessantes Porträt der Stadt entsteht. Man erfährt eine Menge über die Blockade, über jüdisches Leben in Petersburg, über das heutige Russland und vieles mehr.

Ein großes Lob an die junge Autorin! Das Buch hat mich wirklich beeindruckt. Ich habe es gerne und mit Interesse gelesen. Auch als Geschenk eignet es sich hervorragend.

Unbedingt lesen!
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