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Die ersten Israelis: Die Anfänge des jüdischen Staates
 
 
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Die ersten Israelis: Die Anfänge des jüdischen Staates [Broschiert]

Tom Segev , Helmut Dierlamm , Hans Freundl
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Tom ?egev
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dem israelischen Journalisten gelingt es, Detailfreude mit klarem Überblick zusammenzubringen. Das ermöglicht 370 spannende Seiten." (Frankfurter Rundschau )

"Ein Muss für jeden, der den Nahost-Konflikt verstehen will." (The New York Times Book Review )

Kurzbeschreibung

Pioniere und Überlebende: Ein Porträt des jungen jüdischen Staates

Die Staatsgründung Israels im Mai 1948 war eines der wichtigsten und folgenreichsten Ereignisse der letzten hundert Jahre. Wie kein Zweiter versteht es Tom Segev, ein Zeitgemälde der ersten Generation der Israelis mit all ihren Widersprüchen zu entwerfen. Indem er gleichermaßen die großen politischen Zusammenhänge und die individuellen Perspektiven zusammen führt, beschreibt Segev das Bild einer jungen Gesellschaft, die einerseitseine Notgemeinschaft und zugleich tief gespalten war: Immigrierte Holocaust- überlebende trafen auf Siedler der ersten Stunde, Juden trafen auf Palästinenser.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr aufschlussreich 8. Mai 2010
Von mister_x
Format:Gebundene Ausgabe
Ja, es stimmt! Das Buch quillt geradezu über von ausführlichen Zitaten und Fußnoten, zwischen denen sich hier und da auch normaler Text befindet;-). Auf der anderen Seite empfand ich es als sehr angenehm, wie sich der Autor selbst mit Beurteilungen und Kommentaren zurücknimmt. Tom Segev lässt die von ihm ausgewerteten Archive sprechen: Tagebucheinträge Ben Gurions, Sitzungsprotokolle, Befehle, Briefwechsel, Presse, Berichte, Statistiken etc. Auch wenn sich das Buch dadurch nicht so flüssig lesen ließ, übten diese direkten Einblicke doch eine ganz besondere Faszination auf mich aus.

Die Fußnoten hätte er sich sparen können und diese besser in Text eingearbeitet. Dieses ständige hin und her springen war schon etwas nervig. Auch ich hatte den Eindruck, dass Segev versucht die verwerflichen Vorgehensweisen der Israelis, z.B. gegenüber den Palästinensern, so ein bisschen in die Masse der dargebotenen Informationen einzubetten. Dennoch werden diese Dinge mit einer schonungslosen Nüchternheit von Segev präsentiert, die den Schrecken und die Unverständlichkeit dieser Ereignisse eher noch unterstreicht denn verharmlost.

Unter dem Strich erhält man mit diesem Buch sehr viele unverfälschte, interessante, erstaunliche und z.T. leider auch erschreckende Informationen zum Thema Israel und keine vorgekaute Meinung. Einen Stern Abzug gibts lediglich für die aus meiner Sicht etwas umständliche Strukturierung des Buches.
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9 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ideal und Wirklichkeit 21. November 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Segev hat viele israelische Archive in den achtziger Jahren als Erster ausgewertet. Seine Schilderung ist, als Frucht dieser Arbeit, außerordentlich detailreich; dies so sehr, dass der Leser den unaufhörlich auf ihn einplätschernden Details irgendwann nicht mehr folgen kann und will. Obwohl er sein Thema plausibel gegliedert hat, verzichtet Segev auf eine übergreifende Fragestellung wie auf eine belastbare Theorie: Er bietet dem Leser keinen roten Faden, anhand dessen seine Erzählung Kontur und Spannung gewinnen könnte.

Nicht einmal das Spiel Was-wäre-gewesen-wenn", mit dem Historiker sonst gerne Problemlagen verdeutlichen, gönnt er dem Leser. Er versucht gar nicht erst, den Handlungsspielraum der politisch Verantwortlichen analytisch auszuloten. Stattdessen stellt er dort, wo er überhaupt problematisiert, mit einer für einen Historiker erstaunlichen Naivität den Anspruch und Wirklichkeit gegenüber: Wenn er zum Beispiel referiert, dass israelische Politiker überlegten, bevorzugt junge, qualifizierte und nicht zuletzt kampffähige (statt alter und kranker) Einwanderer ins Land zu holen, und dies zu einem Zeitpunkt, wo der Staat von Einwanderern geradezu überrannt wurde und nicht wusste, wo und wie er sie unterbringen sollte, dann kommentiert Segev naserümpfend, dies sei eher eine israelische als eine jüdische und nicht einmal eine zionistische Sichtweise.

Bleibt zu kommentieren, dass Segevs eigene Sichtweise jedenfalls nicht die eines Historikers ist. Man hat eher den Eindruck, dass er die von ihm selbst geschilderte Enttäuschung nicht verkraftet hat, dass die Gründung des Staates Israel weniger heroisch, weniger edelmütig, weniger human verlaufen ist als es die historische Legende will. Statt aber an die Stelle der Legende eine differenzierte Analyse zu setzen, überschwemmt Segev den Leser mit Empirie, verbleibt aber bei der Analyse in den Kategorien von Ideal und Wirklichkeit.
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10 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wie schon in seinem Werk "Es war einmal ein Palästina" verspricht Tom Segev viel, hält aber wenig. Wer glaubt, mit "Die ersten Israelis" ein umfassendes Werk von den Anfängen des Zionismus über die Aliyah bis hin zum Unabhängigkeitskrieg und der Staatsgründung zu erwerben, sieht sich getäuscht. Die Handlung setzt nach 1948 ein und arbeitet sich quälend und akribisch durch die Problematik der bürokratischen Abwicklung zurückgelassenen arabischen Vermögens und der Integration sephardischer Einwanderer in die ashkenasisch geprägte Gesellschaft des jungen Staates. Wie immer, berührt Segev nur Teilaspekte und langweilt den Leser ungemein. Es sei denn, dieser arbeitet an einer Promotion zu den genannten Themen... Wer sich also für die Geschichte der israelischen Staatsgründung bzw. der ersten Israelis interessiert, sollte über den Kauf dieses Buches noch nicht einmal nachdenken.
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