Pressestimmen
"De Bruyns 'Enzyklopädie' liefert einen möglichen, einen originellen Beitrag zur Architekturtheorie." Wolfgang Bachmann, Lesezeichen, 3 (2009) "Das Buch sollte [...] von all denen gelesen werden, die gegenwärtig daran arbeiten, die Architektur abzuschaffen zugunsten von rein ökonomisch verwertbaren Immobilien oder die sie zu Verpackung und Dekoration mit marktschreierischem Formgetue verkommen lassen. Der enzyklopädische Anspruch, den die Architektur erheben soll, wird im Buch sehr gut nachvollziehbar." Alban Janson, ARCH+, 194/10 (2009)
Kurzbeschreibung
Das gesamte 20. Jahrhundert hindurch widmeten wir uns der Frage: Was ist (post-)moderne Architektur? Die frappierende These dieses Buches lautet: Es kann keine genuin moderne (und darum auch keine postmoderne etc.) Architektur geben. Die Architektur ist eine uralte enzyklopädische Wissensdisziplin, die den Zusammenhang einer Gedankenwelt repräsentiert, welche in der Moderne zu Bruch geht. Seitdem steht sie vor der Wahl, modernisiert oder reformuliert zu werden. Als modernisierte verachtet sie den ihr immanenten ideellen Enzyklopädismus, der sich in einer Vielzahl neuer materieller Bauaufgaben aufsplitterte. Der Versuch, das Opfer des Substanzverlustes nicht zu entrichten, den die Moderne dem Bauen abverlangt, beschreibt das Projekt der Avantgarden. Sie und ihre Gegenspieler sind ebenso Thema des Buches wie der universelle Charakter der Architektur, der ihre Theorie gegen den zeitgenössischen Wissenschaftsbetrieb in Stellung bringt und zur kritischen Wissenschaftstheorie verpflichtet.