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Nach ihren Bestsellern Regenroman und Dies ist kein Liebeslied nun also der dritte Roman von Karen Duve, der so sehr seinen Vorgängern ähnelt und doch ganz anders ist. Wegen ersterem hat auch Die entführte Prinzessin das Zeug dazu, erneut die Verkaufs-Hitlisten zu stürmen; wegen letzterem werden nicht nur echte Duve-Fans neue Seiten an ihrer Autorin entdecken, sondern auch neue Leser, die bisher mit der Autorin weniger anzufangen wussten, gewonnen werden können. Karen Duve ist Gott, hat der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf angeblich einmal gesagt. Und wenn das auch nicht stimmt, so kann sie doch märchenhaft erzählen. --Isa Gerck
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sympathisch-hübsche Märchenparodie,
Rezension bezieht sich auf: Die entführte Prinzessin - Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern: Roman (Taschenbuch)
Zum Inhalt ist ja schon genug gesagt worden. Also hier nur zum Leseerlebnis. Karen Duves freundliche Märchenparodie liest sich locker und spaßig weg. Mit den Märchenmotiven wird amüsant gespielt - besonders furios am Anfang. (Das Königreich Snögglingduralthorma oder so ähnlich, die gartenbegeisterte Königin mit den kinderfeindlichen Röcken, der Prinz, welcher sein Blumenbeet seiner Mutter zum Tort grau schottern lässt, das Seeungeheuer mit den Wildschweinhauern...)Anregend und weitgehend geglückt ist Duves Unternehmen, die von Haus aus eindimensionalen, archetypischen Märchengestalten in moderne Charaktere aus Fleisch und Blut, voll liebenswerter Schwächen, unerkannter Stärken und anstrengender Ambivalenzen zu verwandeln. An einigen Punkten hätte Duve für meinen Geschmack allerdings noch pointierter und bissiger sein können. Beispiel: die gegen Ende auftauchende "Psychotherapeuten-Fee". Ein witziger Einfall, aber Duve versäumt es, sich entweder klar hinter ihren Helden Bredur zu stellen (und das Psychogesülze der Fee entsprechend durch den Kakao zu ziehen) oder aber hinter die Fee (was Bredur als klägliche Gestalt dastehen ließe). Daher verläppert die gute Idee etwas. Beispielhaft für das vielleicht zu große Bemühen, alle Figuren irgendwie sympathisch aussehen zu lassen, wodurch der Roman manchmal an Schärfe verliert. Und bei den langatmigen Beschreibungen von Gärten oder Geschmeide verliert sich Duve gelegentlich zu sehr im Genre und die Parodie schimmert nur noch leise durch. Alles in allem aber gelungene, intelligente Ferienunterhaltung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Drachen, Prinzen und eine entführte Prinzessin,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die entführte Prinzessin: Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern (Gebundene Ausgabe)
Hoch oben im Nordland lebt Prinzessin Lisvana und es mangelt es an Prinzen, die sie heiraten wollen. Denn die Mitgift ist einfach zu popelig. Nicht, dass die Prinzessin diesen Prinzen-Mangel allzu sehr vermissen würde. Denn immerhin gibt es den Ritter Bredur und immer, wenn die beiden sich „zufällig" auf der Turmtreppe treffen, werden ihr die Knie weich.Doch eines Tages kommt doch noch ein echter Prinz ins Nordland. Der schwarze Prinz aus Baskarien, reich ist seine Familie, wer „in" sein will, richtet sich nach den Sitten in Basko und Lisvana betrachtet ihn mit Wohlgefallen. Soweit ist alles in Butter und der Hochzeit stünde nichts mehr im Wege, wenn Ritter Bredur nicht beim Tanz dem unwillkommenen Konkurrenten ein Bein stellen würde, woraus sich eine prächtige Schlägerei entwickelt. Danach entführt der schwarze Prinz Lisvana einfach und Ritter Bredur folgt ihr durch ganz Europa, um sie zu befreien. Doch so einfach ist das alles nicht, denn Lisvana weiß nicht so recht, ob sie befreit werden will und welcher der beiden ihr besser gefällt. Als sie es dann doch weiß, kann der Erwählte sich plötzlich nicht mehr entscheiden ... Karin Duve mischt fröhlich alte Märchenmotive aus den verschiedensten Kulturkreisen mit Fantasy-Themen, vergisst auch nicht eine Prise literarischer Anspielungen und hat ein Buch geschrieben, das gleichermaßen witzig wie phantastisch und realistisch ist. Nicht die übliche heroische Märchen-Fantasy-Schiene, die seit dem Tolkien-Revival uns mit den immergleichen Heldengeschichten zu langweilen weiß, sondern menschliche, sehr menschliche Helden und Prinzessinnen und eine Autorin, die alle durch den Kakao zieht. Ein wenig erinnert das Buch an „die Zauberlaterne" von Wolfheinrich von der Mülbe. Selten, dass deutsche Autoren sich auf dieses Gebiet wagen. Und Karin Duve, die so von der Literaturkritik verwöhnt und in die Schublade „Hochliteratur" gepackt wurde, gebührt Dank, dass sie keine Hemmungen hatte, einfach mal das Genre zu wechseln. Es ist ihr voll und ganz geglückt. Einzig am Schluss habe ich ein wenig das Gefühl gehabt, dass sie etwas ihre Phantasie verlässt - oder traute sie sich nicht, dort ihre Helden richtig ernst zu nehmen? Doch das ist Beckmesserei und soll niemand von diesem Buch abhalten, dass in der Zeit immer gleichförmigerer Texte - egal ob in der „Hochliteratur" oder der „Fantasy" - einfach ein Lichtblick ist. Dem Leser wachsen jedenfalls die Prinzen und Ritter, Prinzessinnen, Kammerjungfern und Zwerge schließlich ans Herz. Auch Don Quichotte hat letztendlich die „echten" Helden all der anderen Ritterromane seiner Zeit überlebt. Fazit: Ein Buch zum Schmunzeln, Lachen und ein Muss für jeden, der Witz und die Mischung aus Realität und Phantasie liebt. (C) Hans Peter Roentgen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
fantastische Erzählung mit Kichergarantie,
Rezension bezieht sich auf: Die entführte Prinzessin: Von Drachen, Liebe und anderen Ungeheuern (Gebundene Ausgabe)
„Die entführte Prinzessin" ist eine fantastische Erzählung um Liebe und Freundschaft, eine entführte Prinzessin, einen verzweifelten Prinzen und etwas uneinsichtige Eltern. Mit sehr viel intelligentem Humor wurde den liebenswerten Charakteren Leben eingehaucht, das sie überzeugend auf den beschriebenen Seiten zu nützen wissen, um vielerlei Abenteuer und Missverständnisse zu erleben.Karen Duve hat ein klassisches Thema genommen und daraus eine moderne Geschichte gestrickt, die sich mit großer Literatur durchaus zu messen vermag. Brilliante Einfälle und ein unvergleichlicher Witz, der sich durch das Buch zieht, erheben es über einige andere Prinzessinnengeschichten. Ein kurzweiliges Buch, das man vielleicht besser nicht im Zug lesen sollte, da die anderen Fahrgäste immer so irritiert blicken, wenn man ohne jeglichen Grund anfängt zu kichern. Dies ist wirklich unschätzbare Literatur, die in keinem Bücherregal fehlen sollte. Wer Geschichten um Liebe, Drachen und verzweifelte Prinzen und sture Prinzessinnen mag, muss es einfach lesen. Herrlich schön! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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