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Produktinformation
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Nach ihren Bestsellern Regenroman und Dies ist kein Liebeslied nun also der dritte Roman von Karen Duve, der so sehr seinen Vorgängern ähnelt und doch ganz anders ist. Wegen ersterem hat auch Die entführte Prinzessin das Zeug dazu, erneut die Verkaufs-Hitlisten zu stürmen; wegen letzterem werden nicht nur echte Duve-Fans neue Seiten an ihrer Autorin entdecken, sondern auch neue Leser, die bisher mit der Autorin weniger anzufangen wussten, gewonnen werden können. Karen Duve ist Gott, hat der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf angeblich einmal gesagt. Und wenn das auch nicht stimmt, so kann sie doch märchenhaft erzählen. --Isa Gerck
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Doch eines Tages kommt doch noch ein echter Prinz ins Nordland. Der schwarze Prinz aus Baskarien, reich ist seine Familie, wer „in" sein will, richtet sich nach den Sitten in Basko und Lisvana betrachtet ihn mit Wohlgefallen. Soweit ist alles in Butter und der Hochzeit stünde nichts mehr im Wege, wenn Ritter Bredur nicht beim Tanz dem unwillkommenen Konkurrenten ein Bein stellen würde, woraus sich eine prächtige Schlägerei entwickelt. Danach entführt der schwarze Prinz Lisvana einfach und Ritter Bredur folgt ihr durch ganz Europa, um sie zu befreien. Doch so einfach ist das alles nicht, denn Lisvana weiß nicht so recht, ob sie befreit werden will und welcher der beiden ihr besser gefällt. Als sie es dann doch weiß, kann der Erwählte sich plötzlich nicht mehr entscheiden ...
Karin Duve mischt fröhlich alte Märchenmotive aus den verschiedensten Kulturkreisen mit Fantasy-Themen, vergisst auch nicht eine Prise literarischer Anspielungen und hat ein Buch geschrieben, das gleichermaßen witzig wie phantastisch und realistisch ist. Nicht die übliche heroische Märchen-Fantasy-Schiene, die seit dem Tolkien-Revival uns mit den immergleichen Heldengeschichten zu langweilen weiß, sondern menschliche, sehr menschliche Helden und Prinzessinnen und eine Autorin, die alle durch den Kakao zieht. Ein wenig erinnert das Buch an „die Zauberlaterne" von Wolfheinrich von der Mülbe. Selten, dass deutsche Autoren sich auf dieses Gebiet wagen. Und Karin Duve, die so von der Literaturkritik verwöhnt und in die Schublade „Hochliteratur" gepackt wurde, gebührt Dank, dass sie keine Hemmungen hatte, einfach mal das Genre zu wechseln. Es ist ihr voll und ganz geglückt.
Einzig am Schluss habe ich ein wenig das Gefühl gehabt, dass sie etwas ihre Phantasie verlässt - oder traute sie sich nicht, dort ihre Helden richtig ernst zu nehmen? Doch das ist Beckmesserei und soll niemand von diesem Buch abhalten, dass in der Zeit immer gleichförmigerer Texte - egal ob in der „Hochliteratur" oder der „Fantasy" - einfach ein Lichtblick ist. Dem Leser wachsen jedenfalls die Prinzen und Ritter, Prinzessinnen, Kammerjungfern und Zwerge schließlich ans Herz. Auch Don Quichotte hat letztendlich die „echten" Helden all der anderen Ritterromane seiner Zeit überlebt.
Fazit: Ein Buch zum Schmunzeln, Lachen und ein Muss für jeden, der Witz und die Mischung aus Realität und Phantasie liebt.
(C) Hans Peter Roentgen
Karen Duve hat ein klassisches Thema genommen und daraus eine moderne Geschichte gestrickt, die sich mit großer Literatur durchaus zu messen vermag. Brilliante Einfälle und ein unvergleichlicher Witz, der sich durch das Buch zieht, erheben es über einige andere Prinzessinnengeschichten.
Ein kurzweiliges Buch, das man vielleicht besser nicht im Zug lesen sollte, da die anderen Fahrgäste immer so irritiert blicken, wenn man ohne jeglichen Grund anfängt zu kichern. Dies ist wirklich unschätzbare Literatur, die in keinem Bücherregal fehlen sollte. Wer Geschichten um Liebe, Drachen und verzweifelte Prinzen und sture Prinzessinnen mag, muss es einfach lesen. Herrlich schön!
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