Pressestimmen
»Jedlicki besticht durch eine elegante und mitunter ironische Argumentation, vor allem aber durch eine konsequent europäische Perspektive. An Studien zu Kulturkritik im 19. Jahrhundert auf jeweils nationaler Ebene herrscht durchaus kein Mangel. Des Autors Verdienst ist es, im historischen Teil einen vergleichenden Blick auf die Ereignisse in Frankreich, England, Deutschland und Polen zu werfen.« (Daniel Jütte
Neue Zürcher Zeitung )
Kurzbeschreibung
Jerzy Jedlickis glänzend geschriebene Geschichte der Verzweiflung und des Kulturpessimismus ist eine spannende Lektüre: Der polnische Historiker zeichnet nach, unter welchen Ängsten die Intellektuellen im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts zu leben hatten. Einsicht in Schattenseiten des Fortschritts entstand keineswegs nur an den europäischen Peripherien. Auch im viktorianischen England oder im Frankreich des Fin de siècle erkannten viele Denker, daß »die Zeit des Fortschritts in mancher Hinsicht eine Zeit des Rückschritts ist, und die schöne neue Welt, die von den Propheten der Moderne angekündigt wird, sich als eine Welt der Unsicherheit und der Krise herausstellt« (Jerzy Szacki). Jedlicki macht demgegenüber klar, daß »die permanente Krise die Voraussetzung für die Entwicklung der europäischen Zivilisation darstellt und daß in jeder Phase ihrer Geschichte die Kritiker der Moderne meinten, daß es eine Krise, wie sie sie gerade erfuhren, nie zuvor gegeben habe«.