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Die englischen Jahre
 
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Die englischen Jahre [Gebundene Ausgabe]

Norbert Gstrein
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 392 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 5 (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518410636
  • ISBN-13: 978-3518410639
  • Größe und/oder Gewicht: 20,3 x 12,9 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 997.605 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Norbert Gstrein
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Die Zeit, 14.10.1999
"Eine alpine Hochleistung" nennt Hubert Winkels dieses Buch und zeigt sich in seiner sehr ausführlichen Rezension besonders von Gstreins Versuch beeindruckt, sich der Wahrheit über das Leben Hirschfelders mittels verschiedener Erzählperspektiven zu nähern. Zwar wirken diese Perspektiven teilweise extrem unwahrscheinlich, ja sogar unlogisch (z. B. wenn die recherchierende Erzählerin, die über Hirschfelder fast nichts wissen kann, detailliert dessen innere Monologe und Eindrücke während dessen Gefangenschaft wiedergibt). Das raffinierte Geflecht von Erzählperspektiven sowie Identitätswechsel und Rollentausch helfe jedoch auf kunstvolle Art und Weise die Frage zu beleuchten, inwiefern Erinnerungen, "Wahrheiten", von persönlichen Interessen oder Wunschdenken geprägt sind. Kritisch äußert sich Winkels zum Anfang des Romans, als dem Schriftsteller Max vorgeworfen wird, er versuche sich an dem "Modethema" jüdischer Schicksale. Dies lasse, so Winkels, an die Äußerungen Martin Walsers zur "falschen Erinnerungskultur" denken.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Ein Roman über die Suche nach Identität und Zugehörigkeit: Mehr als fünfzig Jahre nach dem 2. Weltkrieg verfolgt eine junge Frau die Spuren des aus Österreich stammenden Schriftstellers Gabriel Hirschfelder. Sie stolpert dabei über die Geschichte einer mysteriösen Schiffsversenkung. Ihre Nachforschungen führen sie schließlich nach England auf die Isle of Man, damals ein Flüchtlingslager. Dort findet sie die Lösung des Rätsels und den Schlüssel zu Gabriel Hirschfelders angeblich verschwundener Autobiographie mit dem Titel "Die englischen Jahre".

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Eine österreichische Ärztin besucht in London eine Ausstellung zu Exilschriftstellern. Hergeführt hat sie ihr Interesse an Gabriel Hirschfelder; ihr Ex-Mann, selbst Schriftsteller, hat diesen Exilanten nämlich stets bewundert und ihm ein eigenes Buch gewidmet. Ihr anfangs eher mildes Interesse steigert sich, nachdem sie im Gespräch mit der Witwe des Schriftstellers erfahren hat, dass Hirschfelder während der Kriegsjahre einen Mord begangen haben soll. Sie beginnt nachzuforschen und trifft sich mit zwei Ex-Frauen Hirschfelders, um Näheres über ihn zu erfahren. Daraus erwächst dann eine zweite Erzählebene, auf der die Erzählerin – in der 2. Person – sich an die Geschichte Hirschfelders herantastet, sich sein Schicksal anverwandelt, wobei sie zum Teil die bei ihren Recherchen gewonnenen Informationen verwendet, teilweise aber auch ihre Einbildungskraft spielen lässt. So entsteht ein spannendes Experiment über die Frage, was es heißt, einen Menschen oder ein Menschenschicksal zu „kennen“.
Die in den 40er Jahren spielenden Kapitel sind vielleicht für manche nicht leicht zu lesen, weil da verschiedene Stimmen wie in einem Teppich ineinandergewoben sind – die Stimme der Erzählerin, die Stimme Hirschauers, und die Stimmen derjenigen, die um ihn herum sind und über sein Schicksal entscheiden. Das Gespräch der Wachen im Internierungslager, die Gespräche von Hirschauers Pflegeeltern – was und wie über einen gesprochen wird, wird zur Entscheidungsfrage über sein Schicksal. Insofern ist das Erzählen über Hirschauer in Gstreins Roman die Fortschreibung einer Existenzbedingung: menschliche Identität wird konstruiert in den Erzählungen über einen, und man ist nicht Herr über die einen selbst betreffenden Erzählungen. Deutlich wird das auch noch am Ende des Romans, als ein Geheimnis über die Identität der Erzählerin enthüllt wird, das ebenso überraschend und spannend ist wie das Geheimnis um den „Mord“ Hirschauers.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Themen rund um den Zweiten Weltkrieg sind bereits vielfach verarbeitet worden. Was "Die englischen Jahre" aber besonders unter vielen anderen Werken hervorhebt, ist die interessante Erzählweise. Der sprunghafte Wechsel zwischen den Zeiten und der jeweils agierenden Personen bzw. die überraschenden Wendungen machen dieses Werk für mich einzigartig. Weniger gelungen finde ich die teilweise endlos wirkenden Sätze, die mit zahlreichen "und" verbunden sind. "Die englischen Jahre" gehört aber auf jeden Fall zur empfehlenswerten Literatur - vor allem für jene, die sich für das Schicksal einer durch den Krieg gebeutelten Seele interessieren.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Thriller von Format! 29. April 2008
Format:Taschenbuch
Ein Schriftsteller steht im mittelpunkt dieser aufregend anrührend Erzählung und eine junge Frau, die sich auf die Spur dieses Autors begibt. Es ist der verstorbene österreichischen Schriftsteller Gabriel Hirschfelder und dessen Lebensgeheimnis - ein Mord, den er während des 2. Welt Krieges begangen haben will und seiner angeblich verschwundenen Autobiographie "Die englischen Jahre".
Die Frau befragt die Frauen Hirschfelders, also jene, ie für ihn eine besondere Rolle gespielt haben, hört sich deren Sicht der Geschichte an, und sucht in England, in London und auf die Isle of Man nach Hinweisen, wo Hirschfelder 1940 im Internierungslager inhaftiert war. Dort schließlich entwirren sich die verschiedenen Spuren und finden sich die Antworten auf die vielen Fragen zu diesem myteriösen Mann.
Dies Buch ist wesentlich mehr als ein gewöhnlicher Thriller, es unterhält nicht nur, es zeigt auch, welch großen Einfluß die Perspektive des Betrachters auf die Gestalt des Bildes hat, das sich ihm darbietet...
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