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Die enge Pforte
 
 
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Die enge Pforte [Ledereinband]

André Gide , Christina Viragh , Andrea Spingler
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Ledereinband: 280 Seiten
  • Verlag: Manesse-Verlag (1. März 1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3717518690
  • ISBN-13: 978-3717518693
  • Größe und/oder Gewicht: 16 x 9,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.243.023 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

«Die enge Pforte» ist der bekenntnishafte Bericht eines jungen Mannes - Jérôme - über die schmerzliche Liebe zu seiner Cousine Alissa. Deren Weg führt immer näher zu Gott hin und vom Geliebten weg; sie entzieht sich dem Versprechen des nahen Glücks und stirbt früh. Ihre Unbedingtheit bleibt ein Rätsel, das Jérôme ebenso umtreibt wie den Leser.

Alissas Tagebuch, das Gide auf den Bericht des Liebenden folgen lässt, verspricht eine Erklärung für das Unbegreifliche. Doch immer undurchdringlicher wird stattdessen die eigentliche Zentralgestalt des Buches. Sie wahrt ihr Geheimnis: das Geheimnis einer Selbstversuchung, die bis zum Äußersten geht...

Über den Autor

André Gide (1869-1951) wurde in Paris geboren. Schon früh hatte er Kontakte zur französischen Avantgarde und schloss Freundschaft mit Mallarmé, Claudel, Valéry und Oscar Wilde. 1909 begründete er als Herausgeber die "Nouvelle Revue Française" mit und war jahrzehntelang einer der wichtigsten Literaten seiner Zeit. 1947 den erhielt er den Literaturnobelpreis. Zu seinen autobiographischen Schriften gehören u.a. "Tagebuch" (1889-1949) sowie "Stirb und werde" (1926). Seine bekanntesten erzählenden Werke sind "Der Immoralist" (1902), "Die Rückkehr des verlorenen Sohnes" (1907), "Die enge Pforte" (1909), "Die Pastoralsymphonie" (1919), "Die Falschmünzer" (1925) und "Die Schule der Frauen" (1929).

Christina Viragh, geboren 1953 in Budapest, emigrierte 1960 in die Schweiz und lebt heute in Rom. Sie ist Schriftstellerin (zuletzt "Im April", 2006) und übersetzt aus dem Ungarischen und Französischen, u.a. Antal Szerb, Sandor Marai, Imre Kertesz, Alain-Fournier, Marcel Proust.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Roman von André Gide dreht sich um die Liebe eines jungen Mannes zu seiner Cousine. Seine Liebe wird zwar erwiedert, kann jedoch aufgrund vorherrschender Moralvorstellungen der Protagonisten nicht umgesetzt werden. Gide schreibt aus der Ich-Perspektive, unterlegt jedoch das Thema mit zitierten Briefen und Tagebuch-Einträgen, die Einblick in die Gedanken der Hauptbeteiligten geben. Zum Teil versteckt, zum Teil offen, finden sich im Text Fragen nach der Erfüllbarkeit der Liebe, nach Verantwortung für den Partner, nach der Wertigkeit der eigenen Wünsche und Sehnsüchte im Vergleich zu denen der Mitmenschen. Der Autor bezieht stark religiöse Ansätze mit ein, die die Gesellschaft der damaligen Zeit prägten. Doch kann man durchaus auch Probleme der heutigen Zeit in den Zeilen wiedererkennen, die die Themen "Liebe," "Verantwortung" und "Träume" berühren. Ein sehr empfehlenswertes und liebevoll-melancholisches Buch, das stellenweise jedoch Konzentration erfordert (also keine Bettlektüre).
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das innere Gefängnis 26. März 2002
Format:Taschenbuch
Es ist schon beeinduckend, wie André Gide es vermag, daß Innenleben einer Frau, ähnlich wie Flaubert, darzustellen;
Ich werde Alissas Tagebuch niemals vergessen, ihr Schreien, ihr Flehen. Gleichzeitig wirkt Jérôme hilfos, ohnmächtig, gelähmt; man würde sich manchmal mehr Courage von ihm wünschen. Auch sein Verhältnis zu Juliette bleibt zweideutig.
Ich habe selten ein Buch(im Original)so genossen, bzw. intensiv erlebt, wie "La porte étroite", das sicher in einer Tradition der französischen Erzählung steht, die es auf die tiefe psychologische Betrachtung anlegt, welche mit dem Skandalroman "Madame Bovary" begann, wobei Gide den schwierigen persönlichen Bezug zum Glauben herstellt, der bei Alissa in fast mystische Formen mündet. Ich werde den Eindruck nicht los, daß Emma Bovary und Alissa Opfer ein und der selben engstirnigen
Doppelmoral sind, die man im prüden neunzehnten Jahrhundert zu bedienen pflegte, ohne unsere Zeit damit vor ihr verteidigen zu wollen; beide enden in religiöser Verzückung, die um ein Vielfaches ehrlicher ist, als die ritualisierte, männlich geprägte Steifheit eines Gottesdienstes, und schon immer war es Gide ein Anliegen, diese Bigotterie zu entlarven, denn die Opfer der Gesellschaft bleiben diejenigen, die nicht konform oder zu konform leben, und sich dabei selber verlieren.
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