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Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft
 
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Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft [Taschenbuch]

Zbigniew Brzezinski , Angelika Beck
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 311 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 8., Aufl. (Juli 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596143586
  • ISBN-13: 978-3596143580
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Zbigniew Brzezinski
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Zusammenbruch des Ostblocks bescherte uns erstmals eine einzelne, wirklich weltweit agierende Supermacht in Form der USA. Teilten sich jahrzehntelang die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion diesen Status, so hat der Niedergang der letzteren Amerika in eine Vormachtstellung versetzt.

Beginnend mit der historischen Herausarbeitung der globalen Rolle der USA erläutert Brzezinski zunächst die bestimmenden Faktoren der heutigen Weltlage aus amerikanischer Sicht. Er definiert die Vereinigten Staaten als einzige Weltmacht aufgrund ihrer Führungsrolle in den Bereichen Militär, Wirtschaft, Technik und Kultur. Einher mit der Einzigartigkeit einer alleinigen Supermacht geht aber auch die besondere Form amerikanischer Weltpolitik: Im Gegensatz zu früheren Großmächten beherrschen nach Brzezinski bestimmte US-typische Prinzipien wie das Demokratieverständnis die Geopolitik der USA. So kritisch man den Vereinigten Staaten gegenüberstehen mag, stellt dies einen Vorteil US-dominierter Politik gegenüber einer Führungsrolle autoritär ausgerichteter Systeme dar.

Nachvollziehbar analysiert Brzezinski die Rollen und Entwicklungen der wichtigsten Staaten und Regionen. Besonders Eurasien und hier Ländern wie Frankreich, Deutschland oder China sagt er großen Einfluß voraus. Als Schlußfolgerung erkennt er einen dringenden Bedarf der USA an einer langfristigen Geostrategie. Diese muß zunächst Rücksichten nehmen auf die Vielfältigkeit des eurasischen Raumes, um dann ein transeurasisches Sicherheitssystem zu fördern und mit ihm zu kooperieren. Nur so werden die Vereinigten Staaten auch langfristig eine wichtige Rolle auf der globalen Bühne spielen.

Brzezinskis exzellente Analyse profitiert von seinen Erfahrungen als Sicherheitsberater der US-Regierung. So kann er das komplexe Zusammenspiel von historischem Hintergrund, politischen Interessen und geographischen Gegebenheiten mit großer Sachkenntnis und ohne falsche Rücksichten erfassen. Seine Vision eines starken Eurasien neben den weiterhin einflußreichen USA ist durchaus schlüssig herausgearbeitet und beschreibt eine wahrscheinliche Variante künftiger Entwicklungen. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion existiert nur noch eine Supermacht auf dieser Erde: die Vereinigten Staaten von Amerika. Und noch nie in der Geschichte der Menschheit hat eine Nation über so große wirtschaftliche, politische und militärische Mittel verfügt, um ihre Interessen durchzusetzen. Noch nie gelang es einer Demokratie, zur ersten und einzigen Weltmacht aufzusteigen. Was bedeutet dieses Faktum für Amerika und den Rest der Welt, insbesondere für Deutschland, Europa und den europäischen Einigungsprozeß?
In einer brillanten strategischen Analyse legt Brzezinski dar, warum die Vorherrschaft der USA die Voraussetzung für Frieden, Wohlstand und Demokratie in der Welt ist, und wie Amerika sich verhalten muß, um seine Weltmachtstellung zu erhalten. Brzezinski erklärt, warum Deutschland und Frankreich zentrale geostrategische Rollen spielen werden, Großbritannien und Japan aber nicht; warum Rußland nur eine Chance hat, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren, nämlich sich nach Europa hin zu orientieren; warum Amerika nicht nur die erste wirklich globale Supermacht ist, sondern auch die letzte sein wird, und welche Verpflichtungen daraus resultieren.

»Man muß dieses Buch zur Kenntnis nehmen, und man muß es ernst nehmen.« Helmut Schm


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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Einblicke in Geopolitik, 12. September 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft (Taschenbuch)
Bevor ich dieses Buch kaufte, war ich gewarnt worden. Hier schreibt einer der knallharten, konservativen Geostrategen, Berater diverser US-Präsidenten der letzten Jahrzehnte. Frappierende Einschätzungen über Franzosen (die sich noch immer für eine bedeutende Macht halten), Briten (welche sämtliche geopolitischen Ambitionen fallen gelassen haben) oder Deutsche (die man gut im Auge behalten muss) sind in diesem Buch ebenso zu lesen, wie Empfehlungen zum Verhalten der USA in Asien. Interessanterweise hält B. eine Verbesserung der Beziehungen zum Iran für angeraten (heute Teil der "Achse des Bösen") und bezweifelt beispielsweise die Stabilität der Türkei. Ansichten über den unsinkbaren US-Flugzeugträger Japan findet man ebenso, wie den Grund, warum die USA absolut kein Interesse an einer Aussöhnung von Süd- und Nordkorea (heute ebenfalls ganz doll böse) hat. Für jemanden wie mich, der sich nie zuvor mit dem Thema beschäftigt hat, waren hier schon sehr überraschende Dinge zu lesen. Angesichts der Politik des derzeitigen US-Präsidenten G.W.Bush könnte man allerdings zu dem Schluss gelangen, der Autor dieses Buches gehört eher zu den linken Versöhnern in der US-Aussenpolitik ;-) Meine Ausgabe ist inzwischen voll mit Unterstreichungen und Bemerkungen gerade im Hinblick auf die aktuellen Geschehnisse in Afghanistan und Irak. Der einzige negative Beigeschmack? Die Tantiemen die durch den Kauf dieses Buches an den Autor mit dem unaussprechlichen Namen gehen. Denn eines ist klar. Echte Sympathie zum Autor will bei der Lektüre nicht aufkommen ;-)
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Sollte Grundlage für jeden Außenminister sein, 20. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft (Taschenbuch)
Endlich mal ein Buch, das Außenpolitik als das zeigt was es nun einmal ist, nämlich ein Spiel um Macht, Einfluss und Geld. Interessant ist die realistische beurteilung der Lage und Perspektiven des europaischen Kontinents. Amerika ist die einzige wirkliche Weltmacht in einer mutipolaren Welt, in einem Haufen von instabilen und undemokratischen Regierungen(abgesehen von Europa), die regionale Ambitionen hegen. Obwohl ich nicht immer mit dem Autor übereinstimme, vor allem in Bezug auf seine Asiatischen Visionen ist das Buch ein muss für Jeden der die Welt von Heute und Morgen verstehen will.Die Erläuterungen über Russland und Europa sind glänzend.
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein kluger Kopf schreibt weitsichtige Gedanken, 28. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft (Taschenbuch)
"Die einzige Weltmacht - Amerikas Strategie der Vorherrschaft", geschrieben von einem geopolitischen Berater mehrerer US-Regierungen. Das riecht förmlich nach Neokonservatismus, Neoimperialismus und "Clash of the Civilisations" à la Paul Wolfowitz und Samuel Huntington.
Doch da täuscht man sich. Brzezinski analysiert kühl und mit Augenmaß.
Er stellt zunächst fest, dass es noch nie eine so umfassende Weltmacht gegeben hat wie die USA es heute sind. Das ist in meinen Augen richtig.

Anschließend stellt er die Frage, ob eine Welt mit "Pax Americana" ein besserer oder ein schlechterer Ort ist als eine Welt, in der die Vorherrschaft Amerikas gebrochen ist. Er kommt zu dem Schluss, dass letzteres Szenario wahrscheinlich das instabilere und kriegerischere sein dürfte.
Deshalb sei es im Interesse Amerikas und auch der übrigen Welt, die derzeitigen Verhältnisse stabil zu halten.
Als nächstes fragt er, wie die amerikanische Vorherrschaft in den nächsten Jahrzehnten gefährdet werden könnte. Antwort: Nur auf eine Weise, nämlich dadurch, dass die bestimmenden Spieler der eurasischen Landmasse - Europa, Russland, Ostasien - eine gemeinsame Position gegen Amerika einnehmen.
Darauf baut Brzezinski seine Politikempfehlung: Möglichst gute Beziehungen zu den wichtigsten Spielern Eurasiens aufbauen und keinen von ihnen unnötig verprellen.
Die US-Militärpräsenz in Europa und Ostasien zu erhalten versuchen und dabei Konflikte zwischen regionalen Playern zum eigenen strategischen Vorteil nutzen.
Brzezinski schreibt von Stabilisierung; und nichts von Dominanz, Sendungsbewusstsein, Kampf der Kulturen oder gar Präventivkriegen. Allerdings möchte er für Amerika einen Fuß in jeder geopolitischen Türe.
Interessant ist, dass George W. Bushs Außenpolitik, die ja ebenfalls eine bleibende Vorherrschaft Amerikas zum Ziel hat, in fast allen Punkten Brzezinskis Empfehlungen entgegen steht:
- Während Brzezinski die Einigung Europas fördern und eine dauerhafte transatlantische Partnerschaft will, versucht Bush die Staaten Europas gegeneinander auszuspielen
- Während Brzezinski nichts so fürchtet wie ein Zusammenrücken der entscheidenden Spieler Eurasiens (Dtl./Fr.;Russland;China) gegen Amerika, nimmt Bush dies im Irakkrieg in Kauf
- Während Brzezinski langfristige Partnerschaften aufbauen will, sucht sich Bush "Coalitions of the Willing"
- Brzezinski ist für eine vorsichtige geopolitische Hegemonie Amerikas mittels einer Art "Balance of Powers" in Eurasien, während Bush auf militärische Dominanz und Durchsetzung regionaler amerikanischer Interessen setzt.
Folgerichtig hat Brzezinski in Sachen Irakkrieg eine skeptische Position eingenommen.
Das Buch ist flüssig und verständlich geschrieben, argumentiert ausführlich und schlüssig und vermittelt nebenbei ein breites Spektrum an geo- und regionalpolitischen Zusammenhängen, die das strategische und taktische Agieren der Staaten verständlich machen.

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