Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fesselnd, lehrreich - großartig!, 24. April 2007
Das junge Amisch-Mädchen Katie entbindet nachts alleine und heimlich im Stall ihr Baby, nimmt es in den Arm, betet in ihrer Verzweiflung zu Gott, schläft ein....und als sie aufwacht, ist das Baby verschwunden. In dem Glauben, Gott habe sie erhört, geht Katie wieder ins Bett.
Am nächsten Morgen wird die babyleiche im Stall gefunden - und Katie auch bald wegen Kindsmord angeklagt. Die Nichte Elli einer verbannten Amisch, die mit Katie verwandt ist, ist Anwältin. Obwohl sie sich bei ihrer Tante eigentlich erholen wollte, übernimmt sie auf deren Drängen hin Katies Fall und zieht - gegen den Willen von katies Vater - bei der Amischfamilie ein. Doch Katie kann - oder will - sich weder daran erinnern, schwanger gewesen zu sein oder gar ein Baby entbunden zu haben. Lügt das Amisch-Mädchen, oder ist sie so traumatisiert, dass sie wirklich dieses einschneidende Erlebnis vergessen hat?
Wie soll Elli das Mädchen verteidigen, wenn sich nicht nur Katies Vater dagegen stellt, sondern sie auch gegen die Glaubensrituale der Amisch kämpfen muss...und sogar ihre eigene Klientin jegliche Mitarbeit verweigert?....
Ein spannender, sehr emotionaler Plot!!
Geschildert wird zum einen die Beziehung zwischen Katie und Elli, die aus zwei völlig verschiedenen Welten und Weltanschauungen kommen, zum anderen erhält der Leser einen umfassenden, großartig geschilderten Eindruck vom Leben und Glauben der meist belächelten udn verkannten Amisch-Gemeinde!
Wer bisher dem leider weitverbreiteten Irrglauben unterlag, Amische sind einfältige, übetrieben gottesgläubige Menschen, der wird eines Besseren belehrt. Es war unheimlich interessant und spannend, Einblick in die Lebens-, Denk- und Glaubensweiese der Amisch zu bekommen! Mein Verständnis gegenüber dieser Gemeinde hat sich von grundauf geändert! Danke, Jodi Picoult!
Auch ansonsten ist das Buch von der ersten Seite an sehr spannend geschrieben, auch Emotionen kommen keinesfalls zu kurz, ohne jedoch ins Kitschige abzutriften!
Ein großartiges Buch, das ich - was selten vorkommt - sicher noch ein zweites mal lesen und natürlich auch an Freunde und Verwandte weiter empfehlen werde!
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fesselndes Buch, das aber auch viel zum Nachdenken anregt, 27. September 2001
Die junge Kathie gehört zu einer sehr religiösen Gemeinde, die sehr strenge Regeln hat. Mit 17 Jahren wird sie von einem Nicht-Gemeindemitglied schwanger, verdrängt und verheimlicht die Schwangerschaft und die Geburt. Eines Tages wird ein totes Neugeborenes auf dem Hof gefunden und sie gerät in Verdacht. Sie wird des Mordes angeklagt. Die junge Anwältin Sarah nimmt sich ihrer an und versucht, das Vertrauen des Mädchens zu gewinnen. Diese behauptet jedoch, sie sei nie schwanger gewesen und habe kein Kind geboren. Wer hat das Kind nun getötet? Wird Kathie verurteilt werden? Ein super spannendes Buch, das man am liebsten an einem Abend durchlesen möchte. Wenn man begonnen hat, es zu lesen, kann man kaum aufhören und will das Ende erfahren. Absolut empfehlenswert!!! Super!!!
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht schlicht -- leider!, 26. Juli 2005
Kindsmord -- ein totes Neugeborenes, das nach der Geburt geatmet haben muss, wurde auf einer Amisch-Farm versteckt. Seine 18jährige Mutter ist unverheiratet -- und Angehörige der strenggläubigen "Old Order Amish". Der Fall scheint klar, aber die Hintergründe haben es in sich. Die Wahrheit (welche Wahrheit? Die schlichte "plain truth" der "plain people" oder eine andere?) tritt nur zögernd zutage, mit vielen Lücken. Am Ende erfährt man, was man nur vielleicht vage geahnt hat, Hinweise gibt es im Buch immerhin, aber sie werden immer wieder von anderen möglichen Erklärungen überlagert. Jodi Picoults Roman "Die einzige Wahrheit" spielt bei den Amish, einer Sekte, die nach strengen Regeln lebt, andere Werte als ihre Umwelt hochhält. Ihre Mitglieder unterscheiden sich nicht nur äußerlich von ihrer Umgebung; auch Denken und Handeln sind nicht ohne weiteres für Außenstehende nachvollziehbar. Übrigens haben sich Übersetzer und Lektor beim deutschen Titel ein wenig vergabelt: Es geht hier nicht um die "einzige" Wahrheit, sondern um die "schlichte": "Plain Truth" lautet der Original-Titel. "Die einzige Wahrheit" gehört zu jenen derzeit beliebten Krimis, deren Handlung in einem möglichst spektakulären und/oder skurrilen Milieu angesiedelt ist. Beherrscht der Autor sein Handwerk, und kennt er "sein" Milieu, so kann das Ergebnis faszinieren; man denke z.B. an die völlig verschiedenen, aber jeweils exzellenten Thriller von Tony Hillerman oder George Pelecanos. Wie steht es in dieser Hinsicht mit Jodi Picoult? -- Ihr "Amish-Thriller" zeugt sicher von gewissenhafter Hintergrund-Recherche, die Figuren sind individuell gezeichnet, und die Handlung entwickelt sich aus ihren Eigenschaften. Nichts grob Unlogisches. Soweit das Positive. "Die einzige Wahrheit" hat nämlich einige Längen; oft entstand mir der Eindruck, dass die Autorin sich nicht hatte entscheiden können, ob sie nun einen Krimi schreiben sollte oder einen Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher kam sein könnten. Hier wäre weniger mehr gewesen, denn Jodi Picoult gelingt es nicht, diese beiden Anliegen überzeugend zu verknüpfen. Obendrein leidet das Romanende an einer schweren Überdosis Harmonie. Zuviel Zuckerguss. Insgesamt ist "Die einzige Wahrheit" dennoch kein schlechter Roman. Wen das "Wie" und das "Warum" eines Krimis mehr interessieren als das "Was" und das "Wer", wer Wert legt auf einfühlsam charakterisierte Figuren und eine stimmige Atmosphäre, ist hier leidlich gut bedient und erfährt einiges über die abgeschiedene Welt der Amish im ländlichen Pennsylvania. Schade, dass die Krimihandlung viel zu oft in den Hintergrund gedrängt wird und einer recht bräsigen Weitschweifigkeit weichen muss. Ich hatte z.B. öfters den Eindruck, die Autorin wolle ihre Leser allesamt zu Experten in Sachen Neonatizid (Tötung Neugeborener) ausbilden. Komisch; ich dachte immer, dafür gebe es Fachliteratur... Die Amish legen großen Wert auf Schlichtheit, erfährt man in diesem Roman, dessen Handlung von ein wenig mehr Schlichtheit deutlich profitiert hätte.
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