Um es kurz vorweg zu nehmen..... es funktioniert wirklich!
Und es ist auch nicht wirklich eines von diesen Diätprogrammen mit Jojoeffekt - das Plus-Minus-Prinzip ist der Einstieg in eine dauerhafte Änderung der Ernährungsweise mit vielen positiven Nebenwirkungen!
Ich habe in der Vergangenheit viele Programme ausprobiert, von Diäten über Heilfasten bis FdH. Zwar hatte ich danach immer eine Gewichtsabnahme, doch dabei regelmäßig die Programmierung meines Körpers unterschätzt. Sobald der wieder auf "Normalnahrungszufuhr" umgestellt worden ist, hat der erst mal für die nächste "Hungersnot" überflüssige Depots angelegt. Und das obwohl ich mal mehr mal weniger Sport getrieben habe. Doch irgendwie hat das alles nicht zu meiner Lebensplanung gepasst und auch nicht zu meinen Cholesterin- und Triglyceride-Werten. Fazit: ich habe also nach einer Lösung gesucht, die dauerhaft und nachhaltig ist und auch in meinen unregelmäßigen Tagesablauf passt (selbständig, unregelmäßige Arbeitszeiten, überwiegende Reisetätigkeit)
Da bin ich dann Ende letzten Jahres auf das Plus-Minus-Prinzip gestossen, die einfachste Diät der Welt. Oh je, schon wieder eine Diät, die vielleicht nicht funktioniert, habe ich gedacht. Also erst mal lesen, was Dr. Frädrich (mir schon durch diverse Günter-Bücher bekannt) anders und besser macht. Und sehr schnell habe ich meinen WOW-Effekt gehabt. Keine Kalorienzählerei, kein lästiges Abwiegen, keine Verbote, alles essen dürfen was schmeckt, Ausrutscher sind erlaubt! Und das soll funktionieren? Ja, es funktioniert soweit ich mich nur daran halte, meine tägliche Zusammenstellung der Nahrungsmittel in einer ausgeglichenen Bilanz abzubilden.
Was bedeutet das?
In einer Tabelle ist jedes Nahrungsmittel in einer üblichen gängigen Menge entweder mit 1 oder 2 Pluszeichen, einer neutralen Null oder einem Minuszeichen bewertet. Die Kunst des Plus-Minus-Prinzips liegt darin, täglich eine ausgeglichene Bilanz zu haben, besser noch einen Minussaldo. Die Wirkung wird natürlich noch beschleunigt, wenn sportliche Betätigung dazukommt. Das hat mich überzeugt. Und das war der entscheidende Punkt, zuerst die Weiche im Kopf umstellen und dann starten. Dabei muss auch jeder für sich analysieren, warum er/sie sich falsch ernährt. Nur mal ausprobieren und schauen was passiert, hätte bei mir nicht funktioniert.
Wie habe ich angefangen?
1.) Ende Januar habe ich mir das Ziel gesteckt, bis Ende 2011 so etwa 10kg besser auszusehen, also im Schnitt 1kg pro Monat und damit eine lösbare Aufgabe.
2.) Dann auf Basis der im Buch enthaltenen Erfassungsvorlage kurz eine Exceltabelle gebastelt, um die tägliche Nahrungsaufnahme und die Fortschritte der Gewichtsreduktion auszuwerten. Das muss zum Start sein und kann später evtl. wegfallen, wenn das Prinzip zur Gewohnheit geworden ist.
3.) Zusätzlich 2 bis 3 sportliche Aktivitäten pro Woche einplanen (bei mir z.B. 7km Joggen, 1000m Schwimmen, 20km Radfahren, je nachdem wie es zeitlich gerade passt).
4.) Ein weiterer Motivationsfaktor ist der Dioxinskandal gewesen und die Art und Weise, wie unprofessionell Gesundheits- und Landwirtschaftsministerien damit umgegangen sind. Meinen Fleischkonsum habe ich danach drastisch reduziert und wenn, dann kommt nur noch Bio auf den Tisch.
5.) Und auch Gemüse lässt sich sehr vielfältig und abwechslungsreich und außerdem noch lecker zubereiten!
Und das Ergebnis?
Überwältigend und überzeugend, denn nach knapp 11 Wochen habe ich bereits mehr als 50% meines o.g. Ziels erreicht.
Aber was noch viel wichtiger ist, ich habe das Plus-Minus-Prinzip verinnerlicht, weil ich rund um die Uhr danach lebe und es auch inzwischen mein Einkaufsverhalten beeinflusst hat.
Selbst die üblichen Ausrutscher gönne ich mir mit Überzeugung und deshalb auch mit viel Genuss, weil ich jetzt weiß, wie ich sie in der Ernährungsbilanz ausgleichen kann.
Und was das Beste ist, mit weniger Kilos auf der Hüfte fallen viele Dinge im Leben im wahrsten Sinne des Wortes leichter und machen auch sehr viel mehr Spaß ;-)
Ein tolles Buch, das ich ohne Einschränkungen empfehlen möchte!
NACHTRAG vom 06.12.2011
Was habe ich inzwischen erreicht?
Der geplante Erfolg ist Realität geworden, ich habe mein Gewichtsziel sogar noch vor dem Jahresende 2011 erreicht. Und nicht nur das, denn im Rahmen meines jährlichen Check-Up habe ich erfahren, dass sich die Werte meines Blutbildes (vor allem die Cholesterinwerte) deutlich positiv verändert haben.
Auf dem Weg zum Ziel habe ich noch einige weitere interessante Erfahrungen gesammelt. Es hat Phasen der Stagnation gegeben, also Zeiten ohne Gewichtsveränderung. Ein Blick in meine persönliche Tabelle hat es aber schnell erklärt. In diesen Phasen hat es auch keine Veränderung der saldierten Punktebilanz gegeben. Die Lösung: mehr Nahrungsmittelanteile mit Minuspunkten und eine Steigerung der sportlichen Aktivitäten haben den Minuspunktesaldo wieder wachsen lassen und die Gewichtsabnahme hat sich fortgesetzt.
Übrigens, ich habe mir in dieser Zeit auch meine Ausrutscher gegönnt. Und sie haben mir nicht geschadet, wie das Ergebnis zeigt.
Wie geht es weiter?
Nach diesem Erfolg werde ich selbstverständllich weiter nach dem Plus-Minus-Prinzip leben, denn meine Lebensqualität hat sich damit deutlich positiv entwickelt. Und für 2012 plane ich eine weitere Gewichtsabnahme von 5 kg, damit werde ich dann mein Normalgewicht erreichen.
Danke an Stefan Frädrich für dieses überzeugende Konzept.