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Die eßbare Frau.
 
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Die eßbare Frau. [Taschenbuch]

Margaret Atwood , Werner Waldhoff
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 348 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442727359
  • ISBN-13: 978-3442727353
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 209.176 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Margaret Atwood
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In den Büchern der kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood geht es um Darstellung der beängstigenden Einflüsse im alltäglichen Leben. Identitätssuche und Reaktion auf gesellschaftliche Verhältnisse von Frauen sind dabei ihre Hauptthemen. Atwood bedient sich einer leisen Ironie und eines psychologischen Realismus.

Hauptfigur des Romans Die essbare Frau ist Marian MacAlpin, die in einem Meinungsforschungsinstitut Umfragen auswertet. Zuerst erschöpft sich der Roman in einer Beschreibung alltäglicher Lebensumstände, die ebenso normal wie monoton sind. Schließlich erfährt man von Ainleys skurrilem Plan, zwar mithilfe eines Mannes ein Kind zu bekommen, ihn aber nicht zu heiraten. Marian lernt bei einer Befragung den psychisch labilen Duncan kennen, dessen ungewöhnlicher Charakter sie verwirrt. Nach einem eigenartigen Verhalten bei einer Party, wo Marian sich unter einem Bett versteckte, macht ihr Peter plötzlich einen Heiratsantrag. Sie nimmt an; je näher aber der Tag ihrer Hochzeit rückt, desto genauer beginnt sie, ihre Umwelt wahrzunehmen. Marian erschreckt über die Erkenntnisse, die sie bei ihren Beobachtungen macht. Zunehmend fühlt sie sich von der Gesellschaft eingeengt und revoltiert schließlich mit einer psychosomatischen Krankheit gegen das bürgerliche Leben, das ihr durch die Heirat bevorsteht.

Die essbare Frau ist ein etwas ungeschickter Titel für die Angst der Hauptperson, von Rollenklischees und Erwartungen der Gesellschaft gleichsam aufgefressen zu werden. Der Roman ist in realistischem Tonfall gehalten, spektakuläre Szenen sind selten und so ist die Gesellschaftskritik Atwoods, ihre unbequemen Einsichten in alltägliche Zusammenhänge eher zwischen den Zeilen zu lesen. Der Roman ist nicht ohne Längen und daher eher ein Buch über Alltagssituationen -- er beschreibt psychologisch genau den leisen Widerstand einer Frau gegen ein Leben, das sie nicht will. --Christoph Steven

Kurzbeschreibung

Margaret Atwood erzählt die Geschichte der attraktiven und erfolgreichen Marian McAlpin. Kurz nach ihrer Verlobung verliert sie den Appetit. Zunächst kann sie kein Fleisch mehr essen, dann keine Eier, kein Gemüse, nichts. Und schlimmer noch: sie hat das schreckliche Gefühl, selbst gegessen zu werden. Gleichzeitig fühlt sie sich von ihrem Freund Peter, einem Rechtsanwalt, abgestoßen und zu dem etwas verrückten Duncan hingezogen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
konsumartikel "frau" 25. August 2004
Format:Taschenbuch
dieses buch ist als eine art "protofeministischer roman" zu sehen. erzählt wird die geschichte von marian macalpin: marian führt eigentlich ein ganz "normales" sprich angepasstes leben. sie arbeitet in einer marktforschungs-firma, ist mit peter verlobt und wohnt mit der schwangeren ainsely in einer kleinen wohnung zusammen. soweit so gut. das dumme ist nur, dass marian, je weiter sie in den bürgerlichen strudel des normalo-lebens hineingerissen wird, buchstäblich der appetit vergeht. in einer gesellschaft, die sich mit haut und haar dem konsum verschrieben hat, lebt marian ihre rebellion schließlich aus und wehrt sich gegen das gefühl, als frau in die kategorie "konsumartikel" eingereiht zu werden. essen und gegessen werden - aus diesem kreislauf bricht die protagonistin aus und hand in hand mit ihrer nahrungsverweigerung, die sich langsam und schleichend anbahnt, geht der ausbruch aus dem vorherigen mit normen gespickten, leben. während das englische original mit sehr präziser sprache und feinen doppeldeutigkeiten besticht ist die deutsche übersetzung leider etwas ernüchternd. das "feministische" geht da irgendwo an der grenze zwischen zwei sprachen verloren. schade. bemerkenswert auch, dass atwood den roman als gerade einmal 23-jährige verfasst hat.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Parabel verstehen 4. September 2009
Von Anke Przybilla VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Im Urlaub hatte ich bereits dieses Buch angefangen. Ausgeborgt von meinen Eltern stellte ich allerdings schnell fest, daß ich das Buch bereits schon gelesen hatte. Mir gefiel es auch beim zweiten Lesen sehr gut.

Das Buch wurde bereits 1965 geschrieben und obwohl einige Stellen doch etwas angestaubt wirken, merkt man sonst kaum, daß das Thema schon 40 Jahre auf dem Buckel hat, so aktuell liest es sich.

Marian McAlpin ist eine junge Frau mit einer soliden Anstellung. Seit ein paar Monaten ist sie mit Peter liiert, der allerdings wenig Ambitionen zum Heiraten hat. Marian führt mit ihrer Mitbewohnerin Ainsley eine etwas seltsame Wohngemeinschaft. Ainsley hat für damalige Zeiten recht unmoralische Ansichten. Sex nach der Ehe ist ihr fremd. Irgendwann möchte sie aber ein Kind, jedoch keinen Vater dazu.

Marian selbst ist konventioneller. Eine sichere Basis weiß sie zu schätzen und als Peter ihr wider Erwarten einen Heiratsantrag macht, weil inzwischen alle seine alten Freunde verheirat sind, nimmt sie diesen an und läßt Peter die Hochzeit planen. Ab diesem Zeitpunkt wirkt Marian immer passiver. Peter ist derjenige, der die Fäden in der Hand hält.

Nur ein gewisser Duncan, der in seiner eigenen, verschlossenen Welt lebt, übt auf Marian eine große Anziehungskraft aus. Erst taucht er immer wieder in ihrer Nähe auf und scheint seine Spielchen mit ihr zu spielen. Bald flüchtet Marian selbst immer öfter zu ihm.

Sie kann sich ihr eigenes Handeln nicht erklären und eines Tages bemerkt sie während eines Abendessens mit Peter, daß sie kein Steak mehr essen kann. Ihr Magen verweigert sich. So nach und nach kommen immer mehr Lebensmittel hinzu, die Marians Körper nicht mehr verträgt. Es wird zunehmend schwieriger, die "Abnormität" vor anderen zu verbergen. Und dann fühlt sie sich zu allem Unglück bald selbst verzehrt.

Zum Schlüsselerlebnis wird eine Party, auf der Peter sie Freunden vorstellen will. Sie endet im Desaster und verschafft Marian ein neues Leben.

Mit einer doch recht absurden Parabel wird hier die Zerrissenheit zwischen Unabhängigkeit auf der einen und Frembestimmung auf der anderen Seite sehr treffend dargestellt. Dazwischen steht das Bedürfnis nach Sicherheit, Geborgenheit, Liebe und Anpassung. Ich finde die Idee der "eßbaren Frau" sehr treffend und originell und kann dieses Buch auch allen modernen, aufgeklärten Frauen empfehlen.
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Format:Gebundene Ausgabe
Zu Margaret Atwood's Werken kann ich immer nur sagen, lesen. Alles, was sie schreibt ist genial.
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