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Die durchs Feuer gehen: Roman
 
 
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Die durchs Feuer gehen: Roman [Taschenbuch]

Raj Kamal Jha , Eva Kemper , Pociao
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (10. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442468450
  • ISBN-13: 978-3442468454
  • Originaltitel: Fireproof
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 75.509 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Raj Kamal Jha
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Als ginge man durch ein verzaubertes Haus voller Spiegel. Ein herausragendes Buch!" (Sunday Tribune )

"Viele Geschichten klingen in Jhas Roman an, und jede möchte man mit einem Sari vergleichen: Wie ein langer, kunstvoll gewickelter Streifen Stoff, der mit jeder Bewegung seine Form und Farbe verändert." (Hannoversche Allgemeine Zeitung )

"Er arbeitet geschickt mit Verfremdungstechniken und entfaltet einen ihm eigenen Bilderkosmos, der Alltagsdingen besondere Symbolik verleiht und in kunstvollen Spiegelungen das magische Lebensgefühl Indiens heraufbeschwört." (Alt-Neuöttinger Anzeiger )

Kurzbeschreibung

Eine furiose literarische Auseinandersetzung mit der Zerrissenheit des gegenwärtigen Indien – und eine magische Reise ins Reich der Phantasie.

Februar 2002: Eine beispiellose Welle der Gewalt erschüttert die indische Stadt Ahmedabad, doch Mr. Jay nimmt die Apokalypse um ihn herum kaum wahr, denn er erwartet die Geburt seines ersten Kindes. Da gelangt unter mysteriösen Umständen ein Foto in seine Hände; darauf ein verbranntes Buch, eine zerbrochene Uhr und ein blutiges Handtuch. Noch ahnt er nicht, welche Bewandtnis diese Dinge für sein Leben haben – und er wird fortgerissen auf eine Reise in die Nacht, in der Terror und Zärtlichkeit ganz nah beieinander liegen …


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beeindruckend grausam 7. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Ich habe mir als Indienfan dieses Buch wegen seiner guten Beurteilung gekauft. Was mich am Buch stört, ist die übermäßige Abdriftung in das Unnatürliche, eine imaginäre Totenwelt - was aufgrund der Geschehnisse gar nicht notwendig wäre. Eine solch schreckliche Basis gibt Stoff genug, um in der menschlichen oder in diesem Fall unmenschlichen Wirklichkeit zu bleiben.
Dass im letzten Drittel noch ein Buch, eine Uhr und ein Handtuch über ihre Sicht der Geschehnisse "berichten" und die ganzen bereits erzählten Greueltaten von neuem hervor- und breitwürgen, wird dann irgendwann zu viel.
Ansonsten ein sehr guter Schriftsteller und ich werde auf alle Fälle prüfen, was er sonst noch im Repertoire hat.
Ich war erst dieses Jahr in Diu und Bavnagar - schlimm und nicht nachvollziehbar, was in Gujarat im Jahr 2002 passiert ist!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
2002 kommt es in der indischen Stadt Ahmedabad zu einem blutigen Konflikt zwischen Muslimen und Hindus, bei dem auf grausamste Weise unzählige Menschen sterben.
Der Autor greift drei (fiktive) Einzelschicksale heraus, um an ihnen die moralische Entwicklung seines "Helden" zu demonstrieren.

Dieses Buch schildert die Apokalypse und es tut es auf apokalyptische Art: der Leser wird in einen Strudel von unvorstellbaren Grausamkeiten gerissen, aus denen er sich nicht mehr befreien kann. Wenn er am Ende der Lektüre auftaucht, bleibt er verstört zurück: dies war wohl die Absicht, die Raj K. Jha verfolgte, als er sein furioses Plädoyer für die in Gewaltexzessen zu Tode gekommenen schrieb, das sich letztendlich dennoch den (Über)Lebenden zuwendet.
Man muss mutig sein, um sich nicht der üblichen Wollust des Lesens hinzugeben und das Buch nach den ersten Grausamkeiten beiseite zu legen.
Und doch lohnt sich die Lektüre: kein Fernsehbericht, keine Dokumentation über Gewalt wie sie sich in aller Welt täglich abspielt, kann so aufrütteln wie ein Buch wie dieses. Jha weiß sehr wohl, dass die menschliche Phantasie ein unglaublicher Multiplikator ist, er bedient sich dieser Erkenntnis souverän und - legitim.
Mit variierenden stilistischen Mitteln versucht er, seine Leser emotional zu bannen, versucht gewissermaßen, ihrer immer wieder habhaft zu werden. Und es gelingt ihm.
Einmal eingetaucht in das unheimliche, blutige Universum dieser Romanwelt, will der Leser unbedingt wissen, ob er moralisch daraus entrinnen kann - er kann. Jha beantwortet die Frage nach der Schuld jedes einzelnen, indem er die Figur seines Protagonisten Jay schuf. Jay, der bei den Ausschreitungen zwar nur Zuschauer ist, aber nichts gegen die Gräueltaten unternimmt, steht zugleich für unbedingte Hingabe an das Leben, in Gestalt des rückhaltlos Fürsorgenden. Dabei steht sein neugeborenes Baby in seiner grauenhaften Unförmigkeit für menschliche Untaten, für unmenschliche Taten, mit seinen"perfekten Augen und seinen perfekten Brauen" für Sicht, Einsicht, Erkenntnis. Erst als Jay fähig ist, seine Mitschuld an dem Massaker zu erkennen und einzugestehen, wird der Weg frei in ein neues Leben, in dem Hoffnung auf Menschlichkeit wieder Platz hat und Chimären - die Toten - keine Macht über die Lebenden mehr haben.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Große Literatur 6. Februar 2009
Format:Taschenbuch
Ein Höhepunkt meiner bisherigen literarischen Erlebnisse. Kein Film, kein Bild vermögen den Leser in eine solch intime Nähe zum Unfassbaren zu führen wie es ein Buch von dieser Qualität vermag.
Es gab einen Moment, wo ich mir dachte: Das kann nicht wahr sein - jetzt bin ich in der Tat mitten drin. Und doch ist es nur Fiktion.
Dies ist keine Betroffenheitsprosa, dies ist ein Buch, das sich bemüht, Unbegreifbares - nämlich die unkontrollierbare menschliche Grausamkeit - zumindest in Ansätzen zu erklären.
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