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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erschütternd und intensiv!, 17. Januar 2004
Trotz seines wohl etwas zu lang geratenen Anfang ist Michael Ciminos Film über drei Freunde, die in den Vietnamkrieg ziehen und dort die Hölle durchleben ein Meisterwerk. Cimino setzt dabei andere Schwerpunkte wie viele andere thematisch ähnliche Filme. Er zeigt die Hölle Vietnam nur sehr kurz. Einzig der Zeit in Gefangenschaft der drei mit dem brutalen russischen Roulette-Spiel, zu welchem sie gezwungen werden, widmet Cimino etwas mehr Zeit. Die russisch Roulette - Szenen gehören dabei zum intensivsten, was ich bisher zu sehen bekommen habe. Bei jedem Abdrücken der Pistolen beißt man die Zähne zusammen und hofft auf ein Klick und dies auch beim vierten, fünften Schauen des Films. Viel mehr Zeit als dem Krieg selbst widmet Cimino allerdings die Hölle danach, die misslungene Integration zurück in die Gesellschaft. Absolut sehenswert und bestürzend.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Psychologischer Horror!, 12. Juli 2004
Von Ein Kunde
Der Titel meiner Rezension bezieht sich keineswegs auf den ganzen Film, sondern ehrlich gesagt nur auf einige Szenen. Trotzdem darf man die Leistung Michael Cimino`s nicht schmälern: Es ist hier ja kein Kriegsfilm wie Apocalypse Now vorhanden, sondern eine Analyse über die Psyche und das Schicksal von drei Freunden (Michael, Nick und Steven) die in Vietnam die Hölle durchgemacht haben! Auch der Anfang ist keineswegs langweilig, denn wer hier nicht aufpasst, spürt nachher die eigentliche Dramatik nicht: Linda wird Nick (übrigens sehr gut gespielt von Christopher Walken) in den sie sich verliebt hat nie wieder sehen, und die Ehe die Steven vor Vietnam geschlossen hat, ist kaputt nachdem er dort seine Beine verloren hat. Die Zeit in Vietnam bezieht sich dann wirklich auf meine Überschrift: Die Szenen sind so hart und unmenschlich dass sie einen wirklich "mit nach unten reißen", und man braucht dann erst einmal ordentlich Zeit so etwas zu verarbeiten. Die hat man dann, wenn Michael zurück nach Hause kommt. Nur er, denn Steven ist nach dem Verlust seiner beiden Beine in einem Krankenhaus untergebracht, und Nick ist in Saigon geblieben. Seine Kampfeinsätze haben ihn um den Verstand gebracht, sodass er desertiert ist und nun für einen Franzosen dort Russisches Roullette spielt. Sein Freund Michael will ihn später dort raushohlen doch Nick hat seine Erinnerungen an ihn verloren. So muss Michael bei diesem tödlichen Spiel gegen ihn antreten. Diese Szene ist übrigens die - meiner Meinung nach - dramatischste im ganzen Film. Alles in allem ein grandioses Meisterwerk von Michael Cimino!!!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klassischer Antikriegsfilm, 2. Januar 2005
Diesen Film muss man gesehen haben: 5 Oscars 1978 (darunter bester Film, beste Regie, beste Nebenrolle: Christopher Walken). Drei Stunden lang, aber nicht eine einzige Sekunde langweilig. Nerven zerreißend, erschütternd, unendlich traurig. Was für eine Bilderpracht allein im ersten Teil, der nur das Leben und die Arbeit in einer trostlosen Stahlstadt in Pennsylvania zeigt, die Hochzeit in einer russischen Gemeinde (das Omen, als Angela einige Tropfen des Weins verschüttet) und die Verabschiedung der potenziellen Kriegshelden. Nicht zu vergessen die Jagd in den Bergen, wo schon die Spannungen zwischen den Protagonisten erkennbar werden: Mike (Robert de Niro) ist der Führer der Gruppe, er allein ahnt, was auf sie alle in Vietnam zukommt, und er allein scheint auch dafür präpariert. Er ist es auch, der nach dem Krieg die Freunde (oder das, was von ihnen physisch und psychisch übrig geblieben ist) wieder um sich versammelt und in das normale Leben zu integrieren versucht. Und auch er hat etwas gelernt, als er auf der letzten Jagd den entscheidenden Schuss (absichtlich?) verreißt. Grandiose Darsteller und die Titelmusik machen diesen Film zu einem Erlebnis. Am bewegendsten bleibt der Schluss, als alle nach Nicks Begräbnis God Bless America singen und dankbar sind, dass sie überlebt haben.
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