Diesen Film muss man gesehen haben: 5 Oscars 1978 (darunter bester Film, beste Regie, beste Nebenrolle: Christopher Walken). Drei Stunden lang, aber nicht eine einzige Sekunde langweilig. Nerven zerreißend, erschütternd, unendlich traurig. Was für eine Bilderpracht allein im ersten Teil, der nur das Leben und die Arbeit in einer trostlosen Stahlstadt in Pennsylvania zeigt, die Hochzeit in einer russischen Gemeinde (das Omen, als Angela einige Tropfen des Weins verschüttet) und die Verabschiedung der potenziellen Kriegshelden. Nicht zu vergessen die Jagd in den Bergen, wo schon die Spannungen zwischen den Protagonisten erkennbar werden: Mike (Robert de Niro) ist der Führer der Gruppe, er allein ahnt, was auf sie alle in Vietnam zukommt, und er allein scheint auch dafür präpariert. Er ist es auch, der nach dem Krieg die Freunde (oder das, was von ihnen physisch und psychisch übrig geblieben ist) wieder um sich versammelt und in das normale Leben zu integrieren versucht. Und auch er hat etwas gelernt, als er auf der letzten Jagd den entscheidenden Schuss (absichtlich?) verreißt. Grandiose Darsteller und die Titelmusik machen diesen Film zu einem Erlebnis. Am bewegendsten bleibt der Schluss, als alle nach Nicks Begräbnis God Bless America singen und dankbar sind, dass sie überlebt haben.