Die schlechte Übersetzung - Montalbano kommt manchmal wie ein linkischer Laiendarsteller heraus - fällt wirklich schon nach den ersten Seiten auf. Schnoddrige Schreibweise, absolut unwürdig für diesen Grand Senieur unter den Kommissaren. Da sitzt der Cataré plötzlich in einem "Kabuff", und Montalbano schaut "vor Ort" wie ein "Mameluck".....und ob der Commissario im Original derart ungeschlacht ordinär daherredet wage ich sehr zu bezweifeln.
Von der Handlung her ein typischer Montalbano-Giallo, mit gutem Essen, schönen Frauen, Menschlichkeit und der gottsseidank kaum zu Wort kommenden Nervensäge Lydia,sowie einem liebenswert - vermeintlich - alternden Kommissar, an dem Leser seines fiktiven Alters gewisse Parallelen in der Denkweise erkennen können. 5 Sterne für Camillieri, -2 für den Übersetzer, der in anderen Büchern (z.B. "Das Medaillon") gezeigt hat, daß er ganz anders könnte. Vielleicht handelte er im Auftrag von den zur Zeit scharenweise auftretenden Verschlimmbesserern.