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Die dunkle Kammer
 
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Die dunkle Kammer [Taschenbuch]

Leonard Cline
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Festa; Auflage: 1. Aufl. (10. Dezember 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935822405
  • ISBN-13: 978-3935822404
  • Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 13,9 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 443.587 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Pianist und Komponist Oscar Fitzalan erhält einen Auftrag, der ihn in das ländliche Herrenhaus Mordance Hall führt. Dort soll er den weit gereisten Hausherren Richard Pride bei "Experimenten halbwissenschaftlicher Natur" unterstützen. Bei der Ankunft des Musikers ist Pride noch nicht anwesend, stattdessen trifft er auf dessen attraktive Frau Miriam, ihre sprunghafte Tochter Janet, den seltsamen, vertrockneten Sekretär Wilfried Hough und einen unheimlichen schwarzen Schäferhund namens Tod, die alle in einem seltsamen Beziehungsgeflecht miteinander verbunden sind. Das weiträumige Anwesen selbst erinnert an klassische Spukhäuser: Überall herrscht Kerzenlicht, es fehlt an Gasleitungen, die lähmende Atmosphäre von Poes Haus Usher und ein Hauch von Wahnsinn schweben über allem.

Als der Hausherr zurückkehrt, beginnt für Oscar die eigentliche Aufgabe. Richard Pride, fast 70 Jahre alt, hat im umliegenden Wald ein groteskes Labor eingerichtet, ein dreistöckiges Gebäude, in dem er eine Unzahl handschriftlicher Erinnerungen aufbewahrt. Jede Sekunde seines Lebens möchte er festhalten, doch nicht nur das -- im Glauben an ein Erbgedächtnis ist er auch den Erlebnissen seiner Vorfahren auf der Spur. Um sie freizulegen, bedarf es bestimmter Reize, die ihm eben die Musik geben kann. Und so improvisiert Oscar für ihn stundenlang über bestimmte Melodien, während Richard Pride in sich versunken lauscht, immer tiefer in die Vergangenheit vordringt und die Gegenwart nicht mehr wahrnimmt.

Die dunkle Kammer aus dem Jahr 1927 vereint geschickt verschiedene Elemente und Topoi des Schauerromans mit denjenigen der Dekadenzliteratur, ohne dabei in Klischees abzurutschen: ein von der Arbeit besessener Mad Scientist, der die Außenwelt nicht wahrnimmt; die Vergänglichkeit des Lebens; Intrigen; die Kunst als solches in Form von Musik; rauschhafte Zustände unter Alkohol und anderen Drogen; das Verschwimmen der Grenzen zwischen Traum und Realität. Sprachlich dicht und sehr visuell erzählt Cline eine packende Geschichte und führt den Leser zu einem großartigen Höhepunkt des Experiments. Ein kraftvoller Roman -- erstmals auf Deutsch und mit einem informativen Nachwort --, der sicher auch heute noch seine Leser und Freunde finden wird. --Boris Koch

Kurzbeschreibung

Ohne die Erwähnung in H. P. Lovecrafts Essay"Supernatural Horror in Literature"wäre dieser düstere Roman leider weitgehend vergessen. Wir sind daher stolz, dieses literarisch ambitionierte Werk dem deutschen Publikum erstmals zugänglich machen zu können.LOVECRAFT: Außergewöhnlich hoch ist das künstlerische Format des Romans"The Dark Chamber"aus der Feder des verflossenen Leonard Cline. Er erzählt die Geschichte eines Mannes, der - geleitet vom triebhaften Ansporn des gotischen oder byronesken Schurkenhelden - danach strebt, die Naturgesetzte auszuhebeln und jeden Augenblick seiner Vergangenheit mittels abnormer Erinnerungsreize wieder zu erlangen. Zu diesem Zweck bedient er sich endloser Notizen, Aufzeichnungen, mnemonischer Objekte und Bilder - und dann auch Gerüche, Musik und exotischer Drogen. Endlich überwindet er die Grenzen seines eigenen Lebens und stößt zurück in die schwarzen Abgründe des Erbgedächtnisses - zurück selbst in vormenschliche Tage inmitten der dampfenden Sümpfe des Karbon, und in noch unvorstellbarere Tiefen der Frühzeit und des Seins. Er verlangt nach wilderer Musik und nimmt berauschendere Drogen, und schließlich knurrt sein großer Hund in sonderbarer Furcht vor ihm. Ein widerlicher Tiergeruch hüllt ihn ein, und er wird flachgesichtig und halbmenschlich. Schließlich flieht er in die Wälder und heult nachts unter Fenstern ... Die Atmosphäre dieses Romans ist von bösartiger Kraft, und besonderes Augenmerk liegt auf dem unheimlichen Heim und Haushalt der Hauptfigur.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Leovinia
Nicht leicht zu lesen, nicht leicht zu verdauen dieses Buch aus Der Bizarren Bibliothek. Aber wortgewand in poetisch bildlicher Sprache offenbart sich hier Schrecken und Verwirrung. Der Sprachstil erinnert an die poetische Düsterheit Poes, der Inhalt an die Vorstellungswelt Lovecrafts. Für jeden Fan von verwirrender geistiger Phantasterei ein Muß. Ein düsterer Landsitz, eine schöne Frau, ein verschrobener Forscher und viele Geheimnisse treffen auf den armen Hauptakteur, der nicht so recht erkennen kann was Wahrheit, was Lüge, was Irrsinn, was Realität ist und immer tiefer in den Sog der verruchten Machenschaften gerät. So verwirrt und verstört bleibt auch der Leser auf 216 Seiten haften und nach 217 Seiten zurück.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Phantastik vom Feinsten 29. Juli 2003
Von Ein Kunde
Ist heute die Rede von Leonard Cline, so wird auch gleich erwähnt, daß man ihn nur noch kenne, da er in Lovecrafts "Literatur der Angst" hoch eingeschätzt würde. Ich möchte hier eine für Lovecraft-Fans ketzerische Behauptung aufstellen: "Wenn Lovecraft eine Leistung erbracht hat, dann ist es die, die Bedeutung Leonard Clines erkannt zu haben." Clines Roman geht in seinem Anspruch weit über die herkömmliche Phantastik hinaus und erweist sich als Kenner der europäischen Dekadenzliteratur, die bekanntlich Edgar A. Poe vieles zu verdanken hat. Poe ist als Pate dieser Art der Literatur auch hier präsent. Cline gelingt es in den letzten Kapiteln, ähnlich wie in den besten Erzählungen Poes, eine unheimliche, verstörende Stimmung aufzubauen, aus der es für den Leser kein entrinnen mehr gibt. Alle Notausgänge, Fenster und Ritzen sind verschlossen. Die Handlung dreht sich, einmal in Gang gesetzt, wie eine Spirale unaufhaltsam dem letzten dunkelen Punkt entgegen. Eine wichtige Bedeutung für den Spannungsaufbau kommt der Musik zu, deren Wirkung expressiv und variantenreich geschildert wurde. Der Verlag hätte eigentlich eine ergänzende CD mit Hörbeispielen beifügen können. Womit ich mich langsam meinem Kritikpunkt nähere, der den 5. Bewertungsstern verhinderte - das Layout. Das Buch wurde aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen mit doppeltem Zeilenabstand gedruckt, was ich bis zum Schluß unglaublich störend fand. Eine größere Schrifttype hätte den Roman auch auf seine knapp 220 Seiten gebracht. Ich hoffe, daß die anderen Bände der Bizarren Bibliothek des Festa-Verlags diesen Fehler nicht mehr aufweisen.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
..., schrieb Lovecraft über "Die Dunkle Kammer". Obwohl er die Handlung des Buches anders verstanden haben muss, als es jeder heutige Leser tun wird, hat er doch so den Nagel auf den Kopf getroffen. (Wenn sie das Nachwort gelesen haben, werden sie mich verstehen.)
Obwohl der Roman wirklich scher zu lesen ist, kann die Sprache und später auch die Handlung fesseln, wie wenige andere. So zählt "Die dunkle Kammer" für mich zu dem besten, was dieses Genre zu bieten hat.
Nur der geringe Umfang und der hohe Preis stellen die einzigen Kritikpunkte dar.
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