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Die dunkle Königin. Das Lied von Eis und Feuer 08
 
 
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Die dunkle Königin. Das Lied von Eis und Feuer 08 [Taschenbuch]

George R.R. Martin , Andreas Helweg
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der achte Band in George R. R. Martins -- zu Recht -- hochgelobten Serie Das Lied von Eis und Feuer führt die in Band 7 angefangenen Handlungsfäden zum nächsten Höhepunkt. Not und Leid des Krieges schüren die religiösen Gefühle der Bevölkerung. Mit der Frömmigkeit wächst eine neue Macht im Land, der die skrupellose Regentin Cersei mit weiteren Intrigen begegnen muss. Briennes Suche nach den Stark-Mädchen findet ihr unerwartetes Ende, und Sansa lässt sich für Lord Petyrs wahrhaft geniale Pläne einspannen.

Die dunkle Königin bietet wieder entschieden mehr Überraschungsmomente als der Vorgänger, der sich damit begnügte, ein umwerfendes Panorama der Königslande zu zeichnen. Doch etliche Figuren, wie Tyrion, Jon, Dany und Bran, tauchen auch hier höchstens als Randbemerkungen auf, ihnen widmet sich Martin dann erst wieder in den Bänden 9 und 10.

An Die dunkle Königin werden sich die Geister genauso scheiden wie bei Die Zeit der Krähen, denn Martin ist ein Erzähler, dem es nicht allein um rasante Spektakel geht. Fast wie ein Geschichtswerk mutet die groß angelegte Erzählung mitunter an, so plausibel schildert Martin die Motivationen und Ambitionen seiner mittelalterlichen Figuren. Dabei schreckt er vor Grausamkeiten keineswegs zurück. Die Lektüre ist zuweilen so erschreckend und zermürbend wie das Leben selbst.

George R. R. Martin hat ein hervorragendes Gespür für Dramaturgie, aber seine eigentliche Stärke sind und bleiben die Figuren, selbst die eher “langweiligen”. Er ist ein literarischer Querdenker, der die politische und weltanschauliche Provokation der Science Fiction der 70er Jahre nie durch das in der Fantasy verbreitete und heroisierte Gut-Böse-Stereotyp eingetauscht hat. Das erweist sich nicht zuletzt auch in der eindrucksvollen Schilderung seiner Frauenfiguren, die sich in einer harten, von Männern dominierten Gesellschaft durchschlagen müssen. Martins unvoreingenommener und darum umso provozierenderer Blick auf das Allzumenschliche ist deutlich erfrischender als das Auf und Ab der Schlachten und Spannungsbögen herkömmlicher Fantasy-Meterware. --Simon Weinert

Pressestimmen

"Dieses Epos packt den Leser und lässt ihn nie wieder los. George R. R. Martin ist einfach brillant!" (Robert Jordan )

„Wirklich gigantisch und gigantisch gut! Schmeißen Sie dafür alle anderen Fantasy-Endlosserien weg, gern auch ungelesen.“ (Buchkultur )

Kurzbeschreibung

Für Freunde der klassischen Fantasy-Traditionen seit Tolkiens »Der Herr der Ringe«

Die Menschen in den Sieben Königreichen schöpfen Hoffnung, denn endlich ist Frieden eingekehrt. Doch Königin Cersei kann den zweifachen Verlust sowohl ihres Vaters als auch ihres Erstgeborenen nicht verwinden und verliert darüber zusehends die Fähigkeit, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Zudem weigert sie sich, die Jungfrau Margaery zu ihrer Schwiegertochter und damit zur künftigen Königin zu machen – nur um einem Bündnis gerecht zu werden. Und statt sich um die Bedrohungen ihres Reiches durch den unruhigen Süden und die Eisenmänner zu kümmern, spinnen die immer verworreneren Sinne der Herrscherin einen tückischen Plan, um das gehasste Mädchen zu Fall zu bringen …

Kult-Status bei den Fans: Die Erstausgaben von »Das Lied von Eis und Feuer« werden zu Höchstpreisen gehandelt!


Klappentext

"Das beeindruckendste Werk der modernen Fantasy, in jeder Hinsicht: Idee, Anlage, Dramaturgie und sprachliche Ausführung - alles stimmt. Ein Meisterwerk, das auf einer Stufe mit den größten Klassikern der Fantastik steht!"
ContraCostaTimes

"Die vielleicht beste epische Fantasy überhaupt!"
Marion Zimmer Bradley (kurz vor ihrem Tod)

"Das Fantasy-Epos des Jahrzehnts!"
The Denver Post

Über den Autor

George R. R. Martin, 1948 in Bayonne/New Jersey geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Danach arbeitete er in der Produktion von Fernsehserien, etwa als Dramaturg der TV-Serie "Twilight Zone", ehe er 1996 mit einem Sensationserfolg auf die Bühne der Fantasy-Literatur zurückkehrte: Sein mehrteiliges Epos "Das Lied von Eis und Feuer" wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R. R. Martin lebt in Santa Fe, New Mexico.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Als die aufgehende Sonne durch die Fenster hereinschien, setzte sich Alayne im Bett auf und räkelte sich. Gretchel hörte, dass sie sich rührte, und stand sofort auf, um ihren Morgenrock zu holen. In der Nacht war es kalt geworden. Wenn der Winter uns erst im Griff hält, wird es noch schlimmer, dachte Alayne. Im Winter herrscht hier eine Kälte wie in einer Gruft. Alayne schlüpfte in die Robe und verknotete die Kordel. »Das Feuer ist fast aus«, stellte sie fest. »Würdest du bitte ein Scheit nachlegen?«
»Wie Mylady wünscht«, sagte die alte Frau.
Alaynes Gemächer im Jungfrauenturm waren größer und luxuriöser als das kleine Schlafgemach, das Lady Lysa ihr zugewiesen hatte. Sie hatte ein Ankleidezimmer und einen eigenen Abort, dazu einen Balkon aus behauenem weißen Stein, von dem aus sie das Tal überblicken konnte. Während Gretchel sich um das Feuer kümmerte, tappte Alayne barfuß durch den Raum und schlich hinaus. Der Stein unter ihren Füßen war eisig, der Wind wehte kräftig, wie stets hier oben, doch der Ausblick ließ sie für einen halben Herzschlag alles vergessen. Der Jungfrauenturm war der östlichste der sieben schlanken Türme der Eyrie, und so lag das ganze Tal mit seinen Wäldern und Flüssen und Feldern im diesigen Morgenlicht vor ihr ausgebreitet da. Die Sonne strahlte die Berge an und ließ sie wie gediegenes Gold glänzen.
Wunderschön. Der in Schnee gehüllte Gipfel der Giant’s Lance ragte über ihr auf, ein Riese aus Stein und Eis, neben dem die Burg auf seiner Schulter wie ein Zwerg wirkte. Eiszapfen von zwanzig Fuß Länge hingen über den Rand der Felswand, über den im Sommer Alyssas Tränen in die Tiefe stürzten. Ein Falke kreiste mit weit in den Morgenhimmel gebreiteten Flügeln über dem gefrorenen Wasserfall. Wenn ich nur auch Flügel hätte.
Sie legte die Hände auf die Steinbrüstung und zwang sich, über die Kante zu spähen. Sechshundert Fuß unter sich konnte sie Sky und die in den Fels gehauenen Stufen sehen, den gewundenen Weg, der an Snow und Stone vorbei hinabführte bis zur Talsohle. Sie sah die Türme und Bergfriede der Mondtore, klein wie Kinderspielzeuge. Vor den Mauern kam gerade Bewegung in die Heere der Lords der Erklärung, und die Soldaten krochen wie Ameisen in ihrem Hügel aus den Zelten. Wenn es nur wirklich Ameisen wären, dachte sie, könnten wir sie einfach zertreten.
Vor zwei Tagen war der Junge Lord Hunter mit seinen Truppen eingetroffen. Nestor Royce hatte ihm zwar die Tore vor der Nase zugeschlagen, doch er hatte weniger als dreihundert Mann in der Burg. Von den Lords der Erklärung hatte jeder tausend mitgebracht, und sie waren zu sechst. Alayne kannte ihre Namen so gut wie ihren eigenen. Benedar Belmore, Lord von Strongsong. Symond Templeton, der Ritter von Ninestars. Horton Redfort, Lord von Redfort. Anya Waynwood, Lady von Ironoaks. Gilwood Hunter, von jedermann der Junge Lord Hunter genannt, Lord von Longbow Hall. Und Yohn Royce, der mächtigste von ihnen, der Furcht einflößende Bronze Yohn, Lord von Runestone, Nestors Vetter und Oberhaupt des älteren Zweigs des Hauses Royce. Die sechs hatten sich nach Lysa Arryns Sturz in Runestone getroffen und dort ein Bündnis geschmiedet, in dem sie sich verpflichteten, Lord Robert, das Tal und einander zu verteidigen. In ihrer Erklärung hatten sie den Lord Protektor nicht erwähnt, sprachen jedoch von »schlechter Regierung«, die beendet werden müsse, und auch von »treulosen Freunden und übelsten Beratern«.
Eine kalte Bö wehte um ihre Beine. Sie ging hinein und wählte ein Kleid für das Frühstück. Petyr hatte ihr die Garderobe seiner verstorbenen Gemahlin überlassen, einen Schatz aus Seide, Satin, Samt und Pelzen, der alles übertraf, was sie sich je erträumt hatte, wenngleich ihr das meiste davon zu groß war; Lady Lysa hatte im Laufe ihrer Schwangerschaften, Fehl- und Totgeburten deutlich zugenommen. Einige der alten Kleider, die noch für die junge Lysa Tully von Riverrun genäht worden waren, und ein paar andere, die Gretchel hatte ändern können, passten Alayne, die mit dreizehn schon fast so lange Beine hatte wie ihre Tante mit zwanzig.
An diesem Morgen fiel ihr Blick auf ein buntes Kleid im Rot und Blau der Tullys mit einem Saum aus Grauwerk. Gretchel half ihr, die Arme durch die Glockenärmel zu schieben, und schnürte ihr das Rückenteil. Dann bürstete sie das Haar und steckte es hoch. Alayne hatte es gestern Abend vorm Schlafengehen erneut dunkel gefärbt. Das Mittel, das ihre Tante ihr gegeben hatte, verwandelte ihr leuchtendes Kastanienhaar in ein stumpfes Braun, doch dauerte es selten lange, bis der Rotton am Ansatz wieder durchschimmerte. Und was soll ich tun, wenn mir das Färbemittel ausgeht? Es stammte aus Tyrosh jenseits der Meerenge.
Unterwegs zum Frühstück wurde sich Alayne abermals der Stille bewusst, die auf der Eyrie herrschte. In den Sieben Königslanden gab es keine ruhigere Burg. Die wenigen Diener waren alt und hielten die Stimmen gesenkt, um den jungen Lord nicht zu stören. Auf dem Berg gab es keine Pferde, keine Hunde, die bellten und knurrten, keine Ritter, die Übungen im Hof absolvierten. Sogar die Schritte der Wachen wirkten eigenartig gedämpft, wenn sie durch die Steinhallen schritten. Alayne hörte das Seufzen und Ächzen des Windes, der um die Türme strich, doch das war alles. Als sie auf der Eyrie angekommen war, hatten zumindest Alyssas Tränen noch gemurmelt, doch jetzt war der Wasserfall eingefroren. Gretchel sagte, bis zum Frühjahr würde es so still bleiben.
Sie fand Lord Robert allein in der Morgenhalle über der Küche vor, wo er mit dem Holzlöffel lustlos in seiner großen Schüssel honiggesüßten Haferschleims rührte. »Ich wollte Eier«, beklagte er sich, als er sie erblickte. »Ich wollte drei weichgekochte Eier und ein bisschen Schinken.«
Sie hatten keine Eier mehr und auch keinen Schinken. In den Kornspeichern der Eyrie gab es reichlich Hafer und Weizen und Gerste, genug, um sie alle ein Jahr zu ernähren, doch was frische Lebensmittel anging, waren sie von einem Bastardmädchen namens Mya Stone abhängig, die derlei Vorräte aus dem Tal heraufbrachte. Da die Lords der Erklärung am Fuß des Berges lagerten, gab es für Mya kein Durchkommen. Lord Belmore, der als Erster von den sechs an den Toren eingetroffen war, hatte Littlefinger einen Raben mit der Botschaft geschickt, dass keine weiteren Lebensmittel mehr zur Eyrie durchgelassen würden, bis er nicht Lord Robert heruntergeschickt habe. Zwar handelte es sich nicht direkt um eine Belagerung, allerdings fehlte auch nicht mehr viel daran.
»Ihr bekommt Eier, wenn Mya kommt, so viele, wie Ihr mögt«, versprach Alayne dem kleinen Lord. »Sie bringt Eier und Butter und Melonen, ganz viele leckere Sachen.«
Den Jungen besänftigte das nicht. »Ich will die Eier aber heute.«
»Süßrobin, wir haben keine Eier, Ihr wisst das. Bitte, esst Euren Haferschleim, er schmeckt sehr gut.« Sie aß selbst einen Löffel.
Robert schob den Löffel in der Schale hin und her, brachte ihn jedoch nicht zum Mund. »Ich habe keinen Hunger«, entschied er. »Ich will wieder ins Bett. Letzte Nacht habe ich überhaupt nicht geschlafen. Ich habe Gesang gehört. Maester Colemon hat mir Traumwein gegeben, aber ich konnte das Singen trotzdem hören.«
Alayne legte ihren Löffel hin. »Ich hätte es auch hören müssen, wenn jemand gesungen hätte. Ihr habt schlecht geträumt, mehr nicht.«
»Nein, es war kein Traum.« Die Tränen standen ihm in den Augen. »Marillion hat wieder gesungen. Dein Vater sagt, er sei tot, aber das ist er nicht.«
»Ist er doch.« Es jagte ihr einen Schrecken ein, wenn er so redete. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass er klein und kränklich ist; wenn er nun auch noch verrückt ist? »Süßrobin, er ist tot. Marillion liebte Eure Hohe Mutter zu sehr und konnte nicht mehr mit dem Gedanken leben, was er ihr angetan hat, daher ist er in den Himmel gegangen.« Alayne hatte die Leiche nicht gesehen und Robert ebenfalls nicht, dennoch zweifelte sie nicht am Tod des Sängers. »Er ist...
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